Science Impact

Lernen, Wissen, Innovation: Wandel der Wissensproduktion, -organisation und -vermittlung durch digitale Innovationen

„Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus“.

Folgt man diesem Prinzip Alexander von Humboldts, so befindet sich das Wissen selbst – seine Herleitung, Organisation und Vermittlung – in einem Moment der grundlegenden Transformation. Der Trend zur vernetzten Forschung, der stetige Ausbau leistungsfähiger Informationsinfrastrukturen und digitale Lehr- und Lerninnovationen lassen diese Transformation zumindest erahnen. Gleichzeitig entstehen mit der Digitalisierung neue Bedürfnisse bei der Aufbereitung und Vermittlung von Information und Wissen. Es stellt sich zudem die Frage, inwiefern sich künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität ergänzen und welche Rolle KI in der gesellschaftlichen Meinungs- und Entscheidungsfindung spielen kann.

Forschungsprogramm III – Lernen, Wissen, Innovation: Wandel der Wissensproduktion, -organisation und -vermittlung durch digitale Innovationen

Was definiert demnach Wissensproduktion, -organisation und -vermittlung in der digitalen Gesellschaft? Im Forschungsprogramm Lernen, Wissen, Innovation versuchen wir die Entwicklungen nicht nur zu verstehen, sondern diesen Prozess aktiv zu begleiten. Wir verbinden Ansätze aus der Wissenschaftssoziologie, Bildungswissenschaft und Innovationsökonomie mit dem Anspruch, transdisziplinäre Forschung zu betreiben. Neben wissenschaftlichen Publikationen, entwickeln wir daher auch Handlungswissen sowie Transfer- und Trainingsformate für nicht-wissenschaftliche AkteurInnen.

Im Forschungsprogramm Lernen, Wissen, Innovation bündeln wir die Forschung zum Wandel der Wissensproduktion, -organisation und -vermittlung durch digitale Innovationen in drei Schwerpunkten: 

Wissenstransfer und Impact

Wie erreichen wissenschaftliche Ergebnisse relevante Stakeholder in Politik, Wirtschaft, Medien und anderen Gruppen der Gesellschaft? Wie muss Wissenschaft organisiert sein, um ihrem gesellschaftlichen Auftrag in Zeiten der Digitalisierung gerecht zu werden?

Innovation in Bildung und Lehre

Wie verändern digitale Lerninnovationen die schulische, tertiäre und betriebliche Bildung? Wie kann die Wissenschaft einen tiefgreifenden Strukturwandel in der Lehre analysieren und unterstützen?

KI und Entscheidungen

Welche Rolle kann künstliche Intelligenz in der politischen und unternehmerischen Entscheidungsfindung spielen?

Aktuelle Projekte

Auf Basis unserer Forschung, erstellen wir eigene Transfer- und Trainingsformate. Mit Elephant in the Lab wurde zum Beispiel ein eigenes Blog-Journal geschaffen, dass Fragen der Wissenschafts- und Innovationspolitik gewidmet ist. In Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 haben wir zudem eine Summer-School für Doktoranden und PostDocs zum Thema Impact (“Impact School”) entwickelt. In Kooperation mit dem FZI Forschungszentrum Informatik begann 2018 das Forschungsprojekt DREAM. Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung eines Prototypen als Webplattform und App, auf der Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse kostenfrei bewerben und zur Verfügung stellen können.

Weiterhin setzen wir uns mit Lehr- und Lerninnovationen in der schulischen, tertiären- und Berufsbildung auseinander. In Kooperation mit der HU Berlin, untersuchen wir, welche Auswirkungen die Integration digitaler Lehr- und Lerninnovationen auf die Hochschulorganisation hat. Im kommenden Jahr planen wir das Programm um den Forschungsschwerpunkt “Künstliche Intelligenz und Entscheidungsfindung” zu erweitern.

Forschungsteam
Publikationen
Konferenzbeiträge und andere Aktivitäten
Forschungsteam

Publikationen

Journal Publikationen und Conference Proceedings:

Fecher, B., Fräßdorf, M., Hebing, M., & Wagner, G. G. (2017). Replikationen, Reputation und gute wissenschaftliche Praxis. Information - Wissenschaft & Praxis, 68(3). Publication details

Fecher, B., Friesike, S., & Hebing, M. (2015). What Drives Academic Data Sharing? PLOS ONE, 10(2). Publication details

Fecher, B. & Puschmann, C. (2015). Über die Grenzen der Offenheit in der Wissenschaft – Anspruch und Wirklichkeit bei der Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten. Information - Wissenschaft & Praxis, 66(2-3), 146–150. Publication details

Herausgeberschaften:

Fecher, B., Friesike, S., Hebing, M., & Linek, S. (2017). A reputation economy: how individual reward considerations trump systemic arguments for open access to data. Palgrave Communications, 3. Publication details

Fecher, B., Fräßdorf, M., Hebing, M., & Wagner, G. G. (2017). Replikationen, Reputation und gute wissenschaftliche Praxis. Information - Wissenschaft & Praxis, 68(3). Publication details

Fecher, B. (2016). „Mehr Licht“ Offenheit muss sich lohnen. Laborjournal Online. Publication details

Scheliga, K., Friesike, S., Puschmann, C., & Fecher, B. (2016). Setting up crowd science projects. Public Understanding of Science, 1-20. Publication details

Fecher, B. & Wagner, G. (2016). Open Access, Innovation, and Research Infrastructure. Publications, 4(2). Publication details

Fecher, B. & Wagner, G. (2016). A research symbiont. Science, 351(6280), 1405-1406. Publication details

Fecher, B., Friesike, S., & Hebing, M. (2015). What Drives Academic Data Sharing? PLOS ONE, 10(2). Publication details

Fecher, B. & Puschmann, C. (2015). Über die Grenzen der Offenheit in der Wissenschaft – Anspruch und Wirklichkeit bei der Bereitstellung und Nachnutzung von Forschungsdaten. Information - Wissenschaft & Praxis, 66(2-3), 146–150. Publication details

Fecher, B. & Friesike, S. (2014). Sharing Data in Academia. International Conference on Infrastructures and Cooperation in e-Science and e-Humanities. Publication details

Fecher, B. & Friesike, S. (2013). Open Science: One Term, Five Schools of Thought. RatSWD Working Paper Series. Publication details

Konferenzbeiträge und andere Aktivitäten

Activities:

Expertenworkshop: Automatisierte Zensur? Technische Lösungen zur Regulation politischer Online-Kommunikation Universität Münster, Karlsruher Institut für Technologie. Universität Salzburg, Salzburg, Austria: 26.04.2018

Kirsten Gollatz