„Angst davor, nicht im eigenen Bild sterben zu dürfen“ – Zu den Technologien des sterbenden Selbst und der Objektivierung des Todes am Beispiel von Christoph Schlingensief

Author: Bächle, T. C.
Published in: C. Hoffstadt, F. Peschke, M. Nagenborg, S. Müller & M. Möller (Eds.), Der Tod in Kultur und Medizin (pp. 373-402). Bochum/Freiburg: Projekt Verlag.
Year: 2014
Type: Book contributions and chapters

Ist der Tod das definite Ende des Lebens? Dies ist die große Frage, die in Religion, Philosophie, Literatur, Ethik und Geschichtsschreibung diskutiert wird und eine Vielzahl verschiedener Erklärungsmodelle hervorgebracht hat. Von der Hoffnung darauf, dass der Tod nur den Wandel zu einer anderen Daseinsebene markiert, einem Leben im Jenseits, einer Wiedergeburt in einem irdischen Körper, einer Seelenwanderung oder einer anderen Fortsetzung des Seins, zeugen Bestattungs-, Trauer-, und Memorialkulturen durch die Zeiten und über Kulturen hinweg. Dennoch bleibt der Tod in seinem Wesen den Menschen ein Mysterium. Im vorliegenden Band widmen sich Vertreter verschiedener Disziplinen dem komplexen Thema Tod aus vielfältigen Perspektiven. Untersucht werden historische Darstellungen des Todes, mediale Inszenierungen des eigenen und des fremden Todes, historiografische, psychoanalytische, philosophische und satirische Reflexionen zu Vorstellungen von Tod und Jenseits, die Rolle des Todes im Death Metal, zeitgenössische Strategien der Vermeidung und Überwindung des Todes und die sozio-kulturellen Hintergründe der Darstellung von Untoten in Film, Fernsehen und Medien.

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Connected HIIG researchers

Thomas Christian Bächle, Dr.

Ko-Forschungsprogrammleiter: Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft