Zum Inhalt springen
Digital Organising Taskforce

Task Force: Digital Organizing

 

Die Task Force Digital Organizing ist eine Gruppe von Forschern, die sich mit den Auswirkungen digitaler Praktiken auf den Organisationsprozess befasst. Hierzu arbeitet die Task Force mit externen Forschern, politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten aus der Wirtschaft in einer explorativen und flexiblen Weise über mehrere Projekte und Disziplinen hinweg zusammen. Dabei ist es das Ziel, digitales Organisieren zu erforschen, wie auch die Forschung zu fördern, ein Netzwerk von Experten aufzubauen und den Wissenstransfer sowie -austausch zu unterstützen. Um einen regelmäßigen Dialog zwischen Forschern und Experten zu ermöglichen, organisieren wir Panels als auch Workshops und halten Vorträge über die Phänomene des digitalen Organisierens.

Das Konzept Digital Organizing

Digitales Organisieren umfasst eine Bandbreite an Phänomenen von KI-gestützter organisatorischer Entscheidungsfindung bis hin zur globalen Vernetzung von Aktivist*innen in Echtzeit, um Klimaaktionen zu organisieren. Unsere konzeptionelle Arbeit zielt dabei darauf ab, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Phänomene zu identifizieren und zu theoretisieren, wie digitale Technologien den Prozess des Organisierens verändert. Hierbei stellen wir zwei Möglichkeiten des “Digitalen” fest: Datafizierung und Konnektivität, die sich auf die Integration und Verteilung als Kernprozesse allen Organisierens auswirken. Wir erklären, dass das Digitale beide Prozesse intensiviert. Erstens ermöglicht Datafizierung die zentralisierenden, konvergierenden und kontrollierenden Elemente des Organisierens (Integration). Zweitens ermöglicht Konnektivität die diversifizierenden, dezentralisierenden, zerstreuenden und aufteilenden Elemente des Organisierens (Distribution). Weiter theoretisieren wir in dem Zusammenhang, dass das digitale Organisieren die gleichzeitige und gegenseitige Verstärkung dieser beiden gegensätzlichen Prozesse der Integration und Verteilung ermöglicht.

Forschungsschwerpunkt

Mit Blick auf das digitale Organisieren untersuchen wir eine Reihe miteinander verbundener Fragestellungen, um die wichtigsten Prinzipien und strukturellen Veränderungen des Organisieren in einer digitalen Welt zu verstehen. Dabei nähern wir uns dem digitalen Organisieren aus verschiedenen disziplinären Perspektiven, aufbauend auf früheren Arbeiten innerhalb Forschungsprogramme, Gruppen und Projekte des HIIGs.

Kontakt

Stephan Bohn, Dr.

Senior Researcher & Projektleiter: Innovation, Entrepreneurship & Society

Teil der Forschungsgruppe

Digital & Disziplinlos: HIIG Erklärvideos

Unterstützen Sie unsere Forschung

Hier erhalten Sie mehr Informationen, wie Sie uns fördern können.

Zeitschriftenartikel und Konferenzbeiträge

Gümüşay, A. A., Raynard, M., Etter, M., Albu, O. & Roulet, T. (2022). Digital Technology and Voice: How Platforms Shape Institutional Processes Through Visibilization. Research in the Sociology of Organizations, 83, 57-85. Weitere Informationen

von Richthofen, G., Ogolla, S., & Send, H. (2022). Adopting AI in the Context of Knowledge Work: Empirical Insights from German Organizations. Information, 13(4), 1-16. DOI: 10.3390/info13040199 Weitere Informationen

Humayun, M., von Richthofen, G., & Golf-Papez, M. (2021). Algorithms Just Want Attention: Consumers’ Resistance Through Digital Detoxing. Advances in Consumer Research, 49. Weitere Informationen

Scheidgen, K., Gümüşay, A.A., Günzel-Jensen, F., Krlev, G., & Wolf, M. (2021). Crises and entrepreneurial opportunities: digital social innovation in response to physical distancing. Journal of Business Venturing Insights, 15. Weitere Informationen

von Richthofen, G., Ogolla, S., & Send, H. (2021). Adopting AI at work: Empirical insights from German organizations. 37th Colloquium European Group for Organization Studies (EGOS), 1-24. Weitere Informationen

Bohn, S., Friederici, N., & Gümüşay, A. A. (2020). Too big to fail us? Platforms as systemically relevant. Internet Policy Review. Weitere Informationen

Friederici, N., Meier, P., & Gümüşay, A. A. (2020). An opportunity for inclusion? Digital platform innovation in times of crisis. Pioneers Post. Weitere Informationen

Gümüşay, A. A., & Dobusch, L. (2020). This Is Not (Digital) Business as Usual – The universality of having to operate with limited in-person experiences is reducing the stigma often associated with online interactions. MIT Sloan Management Review. Weitere Informationen

Buchbeiträge und Kapitel

von Richthofen, G., Gümüsay, A. A., & Send, H. (2021). Künstliche Intelligenz und die Zukunft von Arbeit. In R. Altenburger & R. Schmidpeter (Eds.), CSR und Künstliche Intelligenz (pp. 353-366). Berlin, Heidelberg, Germany: Springer Gabler. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-662-63223-9_19 Weitere Informationen

von Richthofen, G. (2021). Algorithmisches Management und seine Folgen: Arbeiten in der Sharing Economy. In J. Nachtwei, & A. Sureth (Eds.), Sonderband Zukunft der Arbeit, Human Resources Consulting Review, Band 12 (pp. 428-431). Berlin: VCP. Weitere Informationen

Andere Publikationen

Siebold, N., Gümüşay, A., & von Richthofen, G. (2022). The promises and perils of applying AI for social good in entrepreneurship. LSE Business Review. Weitere Informationen

Gümüsay, A., Köhne, S., Schildhauer, T., Krzywdzinski, M., & Send, H. (2022). Why Big Brother should not be watching you at work. I by IMD. Weitere Informationen

Krlev, G., Scheidgen, K., Günzel-Jensen, F., Wolf, M., & Gümüşay, A.A (2022). Did COVID lockdowns harm entrepreneurship? Not exactly. LSE Business Review. Weitere Informationen

Siebold, N., Gümüşay, A., & von Richthofen, G. (2022). Der Einsatz von KI zum Wohl der Gesellschaft: Versprechen & Gefahren für Start-ups. Digital society blog. Weitere Informationen

Vorträge

Digital organizing in open-source IoT companies. The mutual relationship between datafication and connectification.
38th EGOS Colloquium: Organizing: The Beauty of Imperfection. Wirtschaftsuniversität, Vienna, Austria: 07.07.2022 Weitere Informationen

Stephan Bohn, Ali Aslan Gümüsay