Pelagios

Pelagios Commons: Verbundene Vergangenheiten

Die Möglichkeit, ein Dokument mit einem anderen zu verknüpfen und sich leicht zwischen ihnen zu bewegen, ist eines der wichtigsten Merkmale des World Wide Web. Die Suche nach solchen Inhalten im Internet ist hierbei eine Sache – eine andere ist es, diese Daten und Inhalte parallel darzustellen, sie zu kombinieren und miteinander zu verknüpfen, um aus ihnen mehr als nur die Summe der einzelnen Daten zu erzeugen.

Seit 2012 nutzt das Team von Pelagios die Technologien hinter Linked Open Data, um Meta-Links einzuführen, die multi-laterale Verbindungen zwischen Inhaltsclustern herstellen, die sich auf ein bestimmtes Konzept beziehen. Es handelt es sich in diesem Fall um Geodaten, die es uns ermöglichen, historische Materialien durch ihren gemeinsamen Bezug zu bestimmten Orten zu verbinden. Dies wiederum ermöglicht es uns, neue Fragen aus alten Quellen zu generieren und neue Wege der Wissensdarstellung zu finden. Wie können beispielsweise die digitalisierten Versionen verschiedener historischer Quellen wie Reiseliteratur, Routenkarten, Seefahrerkarten und mittelalterliche Wallfahrtstexte genutzt werden, um Forschern zu helfen besser zu verstehen, wie vormoderne Autoren und Kartenmacher ihre Welt begriffen haben? Und können diese Quellen so genutzt werden, dass sie uns etwas Neues über die Welt erzählen, in der wir heute leben?

Um dies zu erreichen, ist Interoperabilität zwischen den Datenquellen erforderlich. Anstatt Daten in das gleiche Format zu zwingen, um Verbindungen zu fördern, ist Pelagios ein Digital Humanities Projekt, das einen einfachen Zugang zur Darstellung von Verbindungen zwischen historischen Quellen bietet. Das Projekt untersucht neue Methoden für die Verwendung von Linked Data, um historische Quellen durch gemeinsame Referenzen mit einer digitalen Inhalten wie Text, Bildern, Medien, 3D-Objekten oder Online-Datenbanken zu verbinden. Dieser Ansatz minimiert die Eintrittsschwelle für Datennutzer, indem er keine Anforderungen an die Einhaltung bestimmter Metadatenschemata, Datenmodelle, Vokabulare oder technischer Implementierungen in Bezug auf die Daten stellt.

Rebecca Kahn arbeitet mit verschiedenen Partnern (wie der British Library und dem Centre for Information Modeling an der Universität Graz) zusammenm um ihre Sammlungen in das Projekt einzubringen und in das Netzwerk der verknüpften Daten zu integrieren. Sie verwaltet Resource Development Grants, die kleine Geldbeträge für Projekte bereitstellen, die vernetzte offene Datenressourcen für die Nutzung durch die Allgemeinheit aufbauen.

LaufzeitSeit 2012
FördererJISC, AHRC, Andrew W Mellon Foundation

Kontakt

Rebecca Kahn, Dr.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Wissen & Gesellschaft

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Konferenzbeiträge und andere Aktivitäten
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