Vor dem Hintergrund der Digitalisierung führen zahlreiche Unternehmen digitale Plattformen ein, welche die Beschäftigtenpartizipation im Allgemeinen und die institutionalisierte Mitbestimmung stärken sowie eine Kultur der Teilhabe ermöglichen sollen (sog. Enterprise Social Software).

Wir fragen in unserem Forschungsprojekt daher, wie sich Strukturen und Prozesse der betrieblich verfassten Mitbestimmung angesichts des zunehmenden Einsatzes von digitalen Unternehmens-Plattformen für Partizipation und Kollaboration, insbesondere für Betriebsräte, gestalten.

Vor dem Hintergrund von Globalisierung, Dezentralisierung, neuen Produktionssystemen und Digitalisierung ist dies Teil einer wachsenden Bedeutung betriebsspezifischer Organisationskulturen und heterogener betrieblichen Partizipationspraktiken.

Mit einem Mehr-Methoden-Ansatz identifizieren wir die Potenziale betrieblicher Mitbestimmung auf digitalen Plattformen auf Software- bzw. Feature-Ebene, beleuchten das Verhältnis der Betriebsräte zu diesen Plattformen und leiten davon Handlungsempfehlungen für alle Akteure ab. Damit dient das Projekt der Einordnung des Phänomens digitaler Partizipation im Unternehmen in die gesellschaftliche Debatte zu Arbeiten 4.0.

Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds „Digitalisierung, Mitbestimmung, gute Arbeit“ und wird von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Informatik (FZI) in Berlin durchgeführt.

 

Laufzeit 10/2017 – 09/2019
Förderer Hans-Böckler-Stiftung