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AI Capacity-Development

KI-Kapazitätsaufbau

Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) als Technologie und kulturelles Phänomen ist global relevant. Doch bei vorhandenen KI-Kapazitäten existieren zwischen einzelnen Staaten große Unterschiede. Während einige Länder bereits über einen hohen selbst eingeschätzten KI-Entwicklungsstand verfügen, arbeiten viele andere Staaten erst daran, die technischen Grundlagen, Daten, Fachkräfte und nationale KI-Regulierung aufzubauen und sich in internationalen Debatten Gehör zu verschaffen. So wächst die Gefahr, dass ganze Regionen zu reinen Empfängern von KI-Systemen, Regeln und Nebeneffekten werden, statt die Zukunft aktiv mitzugestalten und vom Potenzial der Technologie zu profitieren.

Aus diesem Grund wird das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) im Rahmen des Pilotprojektes AI Capacity-Development als erstes deutsches Forschungsinstitut Teil des “Global Network of Centres for Exchange and Cooperation on AI Capacity Building” (AI CDN). Von den Vereinten Nationen begleitet, bietet das Netzwerk eine Plattform, um den internationalen Aufbau von KI-Kapazitäten zu stärken. Seine Mitglieder bündeln ihre Expertise, Rechenkapazitäten, Datensätze, Modelle und Trainings, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu stärken.

Projektvorhaben

In dieser frühen, konstituierenden Phase wirkt das HIIG am Aufbau des Netzwerks mit, etwa an der Etablierung von Strukturen, Governance-Prozessen und Kooperationen zwischen einzelnen Mitgliedern. Als deutscher Partner teilt das HIIG wissenschaftliche Expertise zu verschiedenen Aspekten des Kapazitätsaufbaus mit anderen Ländern im Netzwerk, mit geplantem Schwerpunkt auf Ländern in der Subsahara-Afrika-Region.

Partizipative KI-Regulierung

Zivilgesellschaftliche Akteur*innen in den Partnerregionen sind in partizipativen Gesetzgebungsprozessen bislang kaum oder mit wenig Beteiligungsmöglichkeiten vertreten, obwohl sie die Interessen der von KI-Anwendungen unmittelbar betroffenen Menschen vertreten. Durch bedarfsgerechte Wissensformate, etwa Vorträge, Webinare, Leitfäden oder Policy Briefs, sollen sie befähigt werden, eigene Positionen zur KI-Regulierung zu entwickeln und sich in internationalen Debatten hierzu einzubringen. Dies geschieht in einem Multi-Stakeholder-Prozess, der von regionalen Netzwerkpartnern mit Kenntnis über lokale Kontexte organisiert und moderiert wird.

Zum AI Capacity-Development Network

Das Global Network of Centres for Exchange and Cooperation on AI Capacity Building (AI CDN) ist ein global angelegtes, neu gegründetes, selbstverwaltetes Netzwerk. Aus mehr als 20 Ländern in Afrika, Asien, Europa sowie Lateinamerika und der Karibik vereint es primär Universitäten, Forschungszentren und zivilgesellschaftliche Organisationen. Von den Vereinten Nationen begleitet, bietet das Netzwerk eine Plattform, um den internationalen Aufbau von KI-Kapazitäten zu stärken und eine wachsende globale Kluft zu schließen. Kapazitätsaufbau bedeutet dabei mehr als technische Infrastruktur oder informatische Kompetenzen; dazu zählt auch eine wissenschaftlich begleitete und gesellschaftlich eingeordnete Governance, also Expertisen zu Gesetzgebung, Vereinbarungen und Strukturen, die einen gemeinwohlförderlichen und verantwortungsvollen Umgang mit Technologien ermöglichen. Es wurde im Kontext des UN Global Dialogue on AI Governance im Juli 2026 in Genf offiziell gelauncht.

Die Erfahrung des HIIG im Zusammenhang mit dem co-gegründeten Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) fließt von Beginn an direkt in den Aufbau des AI CDN ein.

Forschungsteam

Presse

Finanzierung

Dauer:01.06.2026–31.03.2027
Förderung:Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

 

KONTAKT

Theresa Züger, Dr.

Forschungsleitung: Gesellschaftliche Werte, Transformation und KI

Theresa Züger, Dr.

Forschungsleitung: Gesellschaftliche Werte, Transformation und KI

Zum Forschungsschwerpunkt

Gesellschaftliche Werte, Transformation und Künstliche Intelligenz

Unsere Forschung analysiert sozio-technische Transformationsprozesse kritisch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Technologien stärker an gesellschaftlichen Zielen ausgerichtet werden können – insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und demokratische Werte.