Zum Inhalt springen
Man sieht den Bundespräsidenten, wie er in einer Liveschaltung mit vielen Teilnehmenden auf einen großen Bildschirm per Zoom-Call diskutiert.

Neue Lösungen für eine ethische Digitalisierung: Internationale Expert*innen diskutieren ihre Forschungsergebnisse mit Bundespräsident Steinmeier

31 Januar 2022

Am 07. Februar 2022 nimmt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue den Ergebnisbericht des Forschungsprojekts „Ethik der Digitalisierung – von Prinzipien zu Praktiken” entgegen. Der Bericht zeigt, warum die Digitalisierung aller Lebensbereiche im globalen Kontext fairer gestaltet werden muss und wie Menschen ermächtigt werden können, ihre Rechte auch online durchzusetzen. Verfolgen sie die Veranstaltung mit Panel-Diskussion und Fragerunde im Livestream.

Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Steinmeier und Förderung der Stiftung Mercator hat ein globales Netzwerk aus Forschungsinstituten im Verlauf von zwei Jahren nachgewiesen, wie der digitale Wandel unter ethischen Maßstäben bewältigt werden kann. Internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben unter unter anderem wegweisende Antworten auf folgende Fragen entwickelt: wie kann Diskriminierung durch Algorithmen vermieden, Online-Bildung für alle zugänglich gemacht und digitale Souveränität in Zeiten mächtiger Plattform-Unternehmen erreicht werden? Die einzelnen Wissenschaftsformate wurden vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) koordiniert und mit weiteren Partnerinstitutionen des Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) durchgeführt. 

“Um tatsächlich von Prinzipien zu konkreten Praktiken zu kommen, braucht es spezielle Formate, in denen interdisziplinär und interkulturell zusammengearbeitet werden kann”, sagt Wolfgang Schulz, Forschungsdirektor des HIIG. Ihm zufolge ist internationale Zusammenarbeit der Schlüssel, nicht nationale Alleingänge. Auch Matthias C. Kettemann, wissenschaftlicher Co-Leiter des Projekts am HIIG, betont: “Die Vielfalt der Herausforderungen macht es der Politik schwer, kohärente Antworten zu finden und diese umzusetzen.” Daher seien die Forschungsergebnisse des Projekts wichtige Impulse, um die wechselbezüglichen Rollen von Regierungen und Technologiedienstleistenden als neue Gesetzgeber zu verstehen. Nur so könnten die Grundlagen der Demokratie erhalten bleiben, individuelle sowie kollektive Freiheitsrechte bewahrt werden und die Hoheit über die eigenen Daten als Beitrag zur souveränen Internetnutzung anerkannt werden.

 

Öffentliche Diskussion des Ergebnisberichts

Am 07. Februar 2022 können Interessierte über www.bundespraesident.de den Livestream ab 10:30 Uhr auf Deutsch oder in der englischsprachigen Simultanübersetzung verfolgen. Fragen für das Diskussionspanel können am Veranstaltungstag unter dem Livestream gestellt werden. 

 

Veranstaltungsablauf

10:30 Begrüßung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
10:45 Präsentation des Ergebnisberichts 
11:00Reaktion durch die Stiftung Mercator
11:05Diskussions-Panel & Fragen aus dem Publikum 
11:50Abschlussworte

 

Weitere Informationen

Veranstaltungsseite | Livestream | Forschungsprojektseite | Broschüre mit Forschungsübersicht

Ansprechpartner bei Fragen zum Forschungsprojekt
Frederik Efferenn | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de

Akkreditierungen für die Veranstaltung sind möglich über die Pressestelle des Bundespräsidialamts.

 


 

Über das Forschungsprojekt
Unter dem Dach des Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) wird das Forschungsprojekt „Ethik der Digitalisierung – Von Prinzipien zu Praktiken” von der Stiftung Mercator gefördert. Neben dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft arbeiten das Berkman Klein Center an der Harvard University (BKC), der Digital Asia Hub (DAH) und das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) als Projektpartner mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr des Projekts. 

Den Kern des Projekts bilden interdisziplinäre und internationale Research Sprints und Clinics, in deren Rahmen internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft fächerübergreifend gemeinsame Antworten auf ethische Fragen der Digitalisierung erarbeiten. Darüber hinaus bieten die Sprints und Clinics den Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, sich untereinander sowie mit hochrangigen Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu vernetzen. 

Über das HIIG
Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln. 

Über das NoC
Das Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) ist eine weltweite Initiative akademischer Institutionen mit Schwerpunkt auf interdisziplinärer Forschung zu Internet und Gesellschaft. Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Zentren zu stärken, um den länder- und fächerübergreifender Austausch zu den drängendsten Fragen im Zusammenhang mit den neuen Technologien zu fördern.

Über die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung handelt. Sie strebt mit ihrer Arbeit eine Gesellschaft an, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Um diese Ziele zu erreichen, fördert und entwickelt sie Projekte, die Chancen auf Teilhabe und den Zusammenhalt in einer diverser werdenden Gesellschaft verbessern. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa will die Stiftung Mercator durch ihre Arbeit stärken, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Demokratie und Gesellschaft thematisieren und den Klimaschutz vorantreiben. Die Stiftung Mercator engagiert sich in Deutschland, Europa und weltweit. Dem Ruhrgebiet, Heimat der Stifterfamilie und Stiftungssitz, fühlt sie sich besonders verbunden.

Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Frederik Efferenn

Koordinator Wissenschaftskommunikation

Presseverteiler & Downloads

zum Pressebereich hier entlang

Unser Forschungsansatz

Das HIIG erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive mit dem Ziel, die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen.