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Digital Society Blog

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169 HD – AI is neutral – 2

Mythos: Was du und deine KI im Bett machen, geht nur euch beide etwas an

27 April 2021| doi: 10.5281/zenodo.4719534

Immer mehr KI-Systeme werden als persönliche Assistenten eingesetzt, auch im Schlafzimmer und für sexuelle Zwecke. Die Sexrobotik übernimmt KI-Systeme, um Sexroboter interaktiv zu machen. Während Sexualität als etwas Privates angesehen wird, reproduziert der Sexroboter die öffentlich/private Kluft, indem er die Vorstellung verstärkt, dass eine feminisierte Pflegekraft emotionale Unterstützung und sexualisierte Pflegearbeit leisten soll.

Mythos

Im Allgemeinen wird angenommen, dass Sexualität reine Privatsache sei, etwas, das im trauten Heim stattfindet und nichts Politisches an sich habe. Was wir also mit KI im Schlafzimmer anstellen, ist dementsprechend ebenfalls Privatsache, oder? Aber wie genau vollzieht sich die Trennung von öffentlich und privat im Falle von Sexrobotern?

Das Private ist politisch!

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Material

Folien der Präsentation
Schlüsselliteratur
Puig, K. (2019). Research Notes| Future(s) of Love/Sex. The Queer Futures Collective. Publications details

Kleeman, J. (2017, April 27). The race to build the world’s first sex robot | Robots | The Guardian. The Guardian.

Interview with a Sex Robot. Retrieved 21 April 2021.
UNICORN IN THE FIELD
netzforma* e.V. – Verein für feministische Netzpolitik gegründet im Januar 2018 und aus der AG Feministische Netzpolitik hervorgegangen.

Über die Autorin

Constanze Erhard

Institut für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg, Deutschland

Constanze Erhard ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg, Deutschland. Ihre Doktorarbeit ist in der posthumanen Geschlechterforschung verankert, indem sie Sexroboter und ihre Funktionen sowie die mit ihren Funktionen und Erscheinungen verbundenen Hoffnungen und Ängste untersucht und dabei eine feministisch-posthumanistische Perspektive auf die Soziologie der Sexualität einnimmt. Weitere Forschungsinteressen sind feministische Subjektphilosophie und -ethik sowie der Neue Materialismus. Sie hat einen MA-Abschluss in Politischer Theorie von der Universität Frankfurt und der TU Darmstadt (Deutschland).

@ConstanzeErhard


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