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169 HD – Knowledge work

Mythos: Künstliche Intelligenz löst eine Disruption von Wissensarbeit aus

10 Juni 2021| doi: 10.5281/zenodo.4905667

In letzter Zeit haben Anwendungen auf Basis von Maschinellem Lernen enorme Fortschritte gemacht und kommen immer häufiger bei der Erledigung von Aufgaben wie Übersetzungen, Dokumentensuche oder Bilderkennung zum Einsatz. Nun befürchten viele, dass sich Wissensarbeit grundlegend ändern wird und eventuell viele Wissensarbeiter ihre Aufgaben verlieren.

Mythos

Künstliche Intelligenz löst eine Disruption von Wissensarbeit aus.

In der Tat nutzen Unternehmen KI-Anwendungen, um ganz bestimmte Teile der Wissensarbeit zu automatisieren oder zu ergänzen. Allerdings entstehen dabei neue Aufgaben und die Aufgaben, die automatisiert werden können, sind meist sehr modular und abgegrenzt.

Wissensarbeit bezieht sich auf Aufgaben, bei denen im Kern Wissen und nicht etwa Dienstleistungen oder physische Güter entwickelt und eingesetzt werden müssen.

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Material

Folien der Präsentation
SCHLÜSSELLITERATUR

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2020). KI und Wissensarbeit – Implikationen, Möglichkeiten und Herausforderungen. Eu2020. 

Malone, T., Rus, D. & Laubacher, R. (2020). Artificial Intelligence and the Future of Work, Research Brief 17.

Send, H. & Friesike, S. (2020). Job-Killer KI? Wie uns Untergangs-Szenarien von den wirklich wichtigen Fragen ablenken. Focus.

ZUSATZLITERATUR

Harari, Y. N. (2017). Homo Deus: A History of Tomorrow. HarperCollins Publisher 

Agrawal, A., Gans, J. & Goldfarb, A. (2018). Prediction Machines: The Simple Economics of Artificial Intelligence. Harvard Business Review Press. 

Netflix (2017, 29. Dezember). Black mirror Season 4, Episode 5 Metalhead  
UNICORN IN THE FIELD

Anita Schjøll Brede

Über den Autor

Hendrik Send

Prof. Dr. Hendrik Send

Projektleiter am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und Professor für Betriebswirtschaftslehre an der HTW Berlin
Hendrik Send ist assoziierter Forscher am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und erforscht explorativ und quantitativ digitale Innovation und die Nutzer in der digitalen Welt. Als Professor an der Hochschule Anhalt ist er für den Masterstudiengang Online-Kommunikation zuständig. Zuvor war er Leiter der Forschung und Beratung am Institute of Electronic Business Berlin. Er promovierte an der Universität St. Gallen zum Thema Innovations-Communities und Ideengenerierung im Internet und hat ein Diplom in Electronic Business von der Universität der Künste Berlin.


Why, AI?

Dieser Beitrag ist Teil unseres Projekts “Why, AI?”. Es ist eine Lernplattform, die euch hilft, mehr über die Mythen und Wahrheiten rund um Automatisierung, Algorithmen, die Gesellschaft und uns selbst herauszufinden. Sie wird kontinuierlich mit neuen Beiträgen befüllt.

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Dieser Beitrag spiegelt die Meinung der Autorinnen und Autoren und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

Hendrik Send, Prof. Dr.

Assoziierter Forscher: Innovation, Entrepreneurship & Gesellschaft

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Titelbild European Platform Alternatives. Ein Schwimmbad mit zwei Sprungtürmen von oben.

European Platform Alternatives

Im Jahr 2020 begann das Platform Alternatives Projekt mit der Erforschung der europäischen Plattformökonomie, um die strukturellen Auswirkungen der großen amerikanischen Plattformen und die Strategien ihrer europäischen Wettbewerber zu verstehen. Das Team fand hier eine äußerst vielfältige und aktive Landschaft digitaler Plattformen vor, in der häufig andere Motivationen als Wachstum und Marktherrschaft im Zentrum stehen. Zwei Jahre später bieten die hier versammelten Beiträge nun eine Alternative zu den aktuellen öffentlichen und politischen Debatten, die sich oft nur um die Fragen der Regulierung großer Plattformen drehen. Neben vielfältigen organisatorischen Lösungen und Regulierungsfragen geht es vor allem die Frage, wie sie europäische Plattformen zu echten Alternativen im globalen Markt entwickeln können.

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