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Digital Society Blog

Unsere vernetzte Welt verstehen

169 HD – AI decides what to see

Mythos: KI bestimmt, was du online siehst – und was nicht

19 Mai 2021| doi: 10.5281/zenodo.4751739

Rund um algorithmische Sichtbarkeitsregime ranken sich gleich mehrere Mythen: Der eine postuliert, dass KI-Algorithmen Werkzeuge sind, die einseitig von Unternehmen eingesetzt werden, um zu kontrollieren, was wir sehen; der andere argumentiert, dass diese Algorithmen lediglich Spiegel sind und wir diejenigen sind, die kontrollieren, was wir online sehen.

Mythos

KI bestimmt, was du online siehst – und was nicht.

Immer wieder ist zu lesen, dass KI-Algorithmen darüber entscheiden, was wir online sehen; andere argumentieren, Algorithmen würden nur das tun, was wir ihnen sagen. Keine der beiden Vorstellungen ist wirklich zutreffend. Was wir online sehen, ist das Ergebnis komplexer Zusammenspiele verschiedener Akteur:innen und “Dinge” – Nutzer:innen und Algorithmen, aber auch Plattformen, Programmierer:innen, Daten, Schnittstellen usw. Es ist wichtig, die Ungleichheit zu verstehen, die diese Beziehungen kennzeichnet.

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Material

Folien der Präsentation
SCHLÜSSELLITERATUR

Bucher, T. (2018). IF…THEN: Algorithmic power and politics. Oxford: Oxford University Press.

Gillespie, T. (2013). The relevance of algorithms. In T. Gillespie, J. B. Pablo & K. A. Foot (Eds.),
Media technologies: Essays on communication, materiality, and society (pp. 167-193). Cambridge, MA: MIT Press.

Introna, L. and H. Nissenbaum (2000). “Shaping the Web: Why the Politics of Search Engines Matters.” The Information Society 16(3): 1-17.
UNICORN IN THE FIELD

The Social Media Collective is ‘a network of social science and humanistic researchers’, funded by Microsoft but working on their own independent agendas. Much of what they do concerns the broad field of platforms’ algorithmic visibility, and often helps steer debates on the theme.

Über den Autoren

João Carlos Magalhães

Senior researcher am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Ein Großteil seiner Arbeit beschäftigt sich mit den politischen und moralischen Auswirkungen von algorithmischen Medien und Technologien. Am HIIG leitet er ein von der EU gefördertem Projekt, das die Governance-Strukturen von Social-Media-Plattformen abbildet, mit einem Fokus auf Urheberrechtspolitik und automatisierte Filter. Im Jahr 2020 erhielt er ein Stipendium der Wikimedia Foundation, um an der Erstellung einer offenen Datenbank mit den Richtlinien der Plattformen mitzuwirken. 


Why, AI?

Dieser Beitrag ist Teil unseres Projekts “Why, AI?”. Es ist eine Lernplattform, die euch hilft, mehr über die Mythen und Wahrheiten rund um Automatisierung, Algorithmen, die Gesellschaft und uns selbst herauszufinden. Sie wird kontinuierlich mit neuen Beiträgen befüllt.

Alle Mythen erkunden


Dieser Beitrag spiegelt die Meinung der Autorinnen und Autoren und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

João Carlos Magalhães, Dr.

Ehem. Senior Researcher: Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft

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Titelbild European Platform Alternatives. Ein Schwimmbad mit zwei Sprungtürmen von oben.

European Platform Alternatives

Im Jahr 2020 begann das Platform Alternatives Projekt mit der Erforschung der europäischen Plattformökonomie, um die strukturellen Auswirkungen der großen amerikanischen Plattformen und die Strategien ihrer europäischen Wettbewerber zu verstehen. Das Team fand hier eine äußerst vielfältige und aktive Landschaft digitaler Plattformen vor, in der häufig andere Motivationen als Wachstum und Marktherrschaft im Zentrum stehen. Zwei Jahre später bieten die hier versammelten Beiträge nun eine Alternative zu den aktuellen öffentlichen und politischen Debatten, die sich oft nur um die Fragen der Regulierung großer Plattformen drehen. Neben vielfältigen organisatorischen Lösungen und Regulierungsfragen geht es vor allem die Frage, wie sie europäische Plattformen zu echten Alternativen im globalen Markt entwickeln können.

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