Unsere vernetzte Welt verstehen

Kollaborative Problemlösung und Wissensproduktion
Leben retten mit einer App, gemeinnützige Organisationen durch Datenanalysen unterstützen – das sind zwei von vielen Möglichkeiten des digitalen Engagements. Im Rahmen unseres Projekts „Jung. Digital. Engagiert.“ wurden junge Menschen portraitiert, die sich in den Bereichen der zivilgesellschaftlichen Wissensproduktion und kollaborativen Problemlösung ehrenamtlich für andere einsetzen.
Wer an Ehrenamt denkt, hat häufig engagierte Menschen in Sportvereinen, Besuchsdienste oder Lernpatenschaften vor Augen. Dabei ist bürgerschaftliches Engagement längst auch digital. Beispielsweise in Form von Crowdsourcing von Wissen: Viele Menschen tragen Informationen zusammen, die zentral gesammelt und dann auch wieder für alle zur Verfügung gestellt werden.
App für erste Hilfe
Ein besonders prominentes Beispiel für solch eine gemeinsame Wissensproduktion ist Wikipedia. Aber auch viele Apps funktionieren nach diesem Prinzip, wie beispielsweise ASB SCHOCKT, eine App des Arbeiter-Samariter-Bundes.
ASB schockt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen bei einem plötzlichen Herzstillstand schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. Dazu werden die Standorte von über die Stadt verteilten Defibrillatoren gesammelt und können über die App abgerufen werden. Zusätzlich alarmiert die App registrierte Ersthelfer*innen, die sich in unmittelbarer Nähe des Unfallortes befinden. Im Videoportrait erklärt Conny Hackenberg, wie sie sich für ASB SCHOCKT engagiert.
Datenanalyse für den guten Zweck
Eine andere Form, sich im Bereich digitaler Daten und kollaborativer Problemlösung einzusetzen, hat Jana Kludas für sich entdeckt. Die Datenwissenschaftlerin hilft bei Data Science for Social Good Berlin gemeinnützigen Organisationen dabei, Daten sinnvoll für sich zu nutzen, etwa um Zielgruppen besser zu verstehen, manuelle Prozesse zu automatisieren, Frühwarnsysteme einzurichten oder auch bei Bedarfs- und Wirkungsanalyse. Wie das funktioniert, erklärt sie im Interview.
Über Jung. Digital. Engagiert.
Online-Petitionen und Hashtag-Kampagnen statt Unterschriftensammlungen und Sitzblockaden? Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten der Digitalisierung aussehen? Die Portraitreihe Jung. Digital. Engagiert. setzt genau hier an und stellt Beispiele des neuen digitalen Engagements vor. Die Portraits werden ergänzt um wissenschaftliche Beiträge, in sechs Themenfeldern geclustert, zu denen wir in unserem Dossier je einen Blogbeitrag veröffentlichen.
Dieser Beitrag spiegelt die Meinung der Autor*innen und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

Jetzt anmelden und die neuesten Blogartikel einmal im Monat per Newsletter erhalten.
Themen im Fokus
Karten auf den Tisch: Den Digital Services Act verstehen
Die zentralen Konzepte des Digital Services Act erklärt: Welche Lehren können wir aus zwei Jahren Praxis für eine Reform ziehen?
Warum der Datenschutz keine Daten schützt, sondern Nutzer*innen
Warum ist das Wort "Datenschutz" eigentlich falsch gewählt? Und wer trägt die Verantwortung für wirksamen Datenschutz?
Kann KI die Demokratie stärken? Ein Datensatz zu KI-Projekten, die demokratische Prozesse unterstützen möchten
Ein Datensatz mit über 98 KI-Projekte mit demokratischem Anspruch dient als Grundlage für mehr Forschung zu KI und Demokratie.



