Die Digitalisierung verändert unsere Vorstellungen über Wissen grundlegend. So arbeiten Freiwillige im Internet selbstorganisiert und dezentral an digitalen Open-Software-Produkten oder erstellen die größte Bibliothek der Menschheit. In Citizen-Science-Projekten helfen Bürger Wissenschaftlern dabei, neue Erkenntnisse zu gewinnen und mit digitalen Technologien kann das Lernen an Schulen und Hochschulen unterstützt werden. Zukünftig stellt sich zudem die Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz in der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsfindung spielen können.


Das Forschungsprogramm III – Wissensdimension setzt sich mit Themen im Schnittfeld von Digitalisierung und Wissen auseinander und erforscht, wie die Digitalisierung die Art und Weise der Produktion, Verwaltung und Verteilung von Wissen verändert.
Ziel des Forschungsprogramms ist es anwendungsorientierte und interdisziplinäre Forschung zu betreiben. Neben wissenschaftlicher Publikationen, leistet das Programm auch einen Transferbeitrag, in dem eigene Lehr- und Kommunikationskonzepte entwickelt werden.


Gegenwärtig gibt es zwei Schwerpunkt-Projekte im Forschungsprogramm III.

Innovation in der Hochschulbildung
Schwerpunktprojekt I setzt sich mit Innovationen der Hochschulbildung auseinander. In Kooperation mit der HU Berlin sollen empirisch fundierte, internationale Fallstudien Erkenntnisse über die Auswirkung der Integration digitaler Lehr- und Lerninnovationen auf die Hochschulorganisation und den Lernerfolg liefern. Das Forschungsprojekt wird von der Commerzbank-Stiftung unterstützt.

Wissenstransfer und Impact
Schwerpunktprojekt II setzt sich mit dem gesellschaftlichen Impact wissenschaftlicher Forschung auseinander. Ziel ist es eine multidimensionale, quantitative Indikatorik für die Transferleistung der Wissenschaft zu entwickeln und auf ausgewählte Untersuchungsräume zu testen. Im Schwerpunktprojekt II wurde mit dem Blog-Journal elephantinthelab.org zudem eine Plattform geschaffen, die sich mit neuen Formen des Impacts auseinandersetzt. Zudem wurde in Kooperation mit dem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 ein eigenes Lehrkonzept entwickelt.