Welche relevanten Konzepte und theoretischen Ansätze gibt es?

Der Prozess der Digitalisierung wird von tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen begleitet. Moderne Gesellschaften sind heute einem dauerhaften Strukturwandel unterworfen. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist zu fragen, ob sich bereits übergreifende Merkmale dieses Strukturwandels abzeichnen und wie sich die vorliegenden Beobachtungen dazu in der aktuellen Theoriebildung niederschlagen: Spiegelt sich die digitale Transformation in den Konzeptionen von Gesellschaft, Staat und Ökonomie wider, die der wissenschaftlichen Forschung zugrunde liegen? Eine weitere Frage richtet sich relevante neue Phänomene, die auf der Grundlage der bestehenden theoretischen Annahmen nicht angemessen verstanden werden können: Entstehen neue theoretische Ansätze zur Erfassung der digitalen Transformation? Allgemeine Bezugspunkte in der Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen bilden insbesondere kritische Momente und strukturelle Brüche, wie z.B.:

  1. Wandel von Machtstrukturen und Normen
  2. Neue Formen der Regulierung (z.B. «nudging»)
  3. Transnationalisierung der Gesellschaft und die Auswirkungen auf die Rolle der Staaten und des nationalen Rechts
  4. Transformation der Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung
  5. Datafication und Wertschöpfung
  6. Aufstieg und gesellschaftlicher Einfluss von Algorithmen
  7. Veränderungen in Management und Verwaltungshandeln

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