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Abgesagt – Shoshana Zuboff: Überwachungskapitalismus und Demokratie

Leider müssen wir die Veranstaltung mit Shoshana Zuboff am 16. Oktober 2018 krankheitsbedingt absagen. Anfang 2019 wird es voraussichtlich einen Ersatztermin geben. Gerne möchten wir Sie auf die nächste Veranstaltung der Redenreihe Making sense of the digital society hinweisen: Am 20. November wird Nick Couldry über Datenkolonialismus referieren. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten und hoffen auf Ihr Verständnis.

 

Die massenhafte Erfassung von Daten verändert die Funktionsweise der Wirtschaft. Sind diese Veränderungen so grundlegend, dass man von der Entstehung einer neuen Form des Kapitalismus sprechen kann – dem Überwachungskapitalismus? Wenn alles Verhalten der Menschen immer transparenter wird, werden wir dann zu einer Gesellschaft, in der Vertrauen überflüssig wird? Sind Individuen bloßes Beiwerk der digitalen Maschinerie, Objekte neuer Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen, die wirtschaftlichen Akteuren bestimmt werden? Wie wird der soziale Zusammenhalt berührt, wenn Menschen als Arbeitskräfte entbehrlich sind, ihre Daten aber weiterhin als Wertquelle dienen? Wie sollen wir die neue Form der Macht verstehen, die sich aus diesen neuen Verhältnissen ergibt? Welche Auswirkungen werden sie auf die Prinzipien der liberalen Demokratie haben? Und werden Gegenmittel wie das Datenschutz- und das Kartellrecht ausreichen?  

 

Shoshana Zuboff war 1981 eine der ersten Frauen, die an der Harvard Business School einen Lehrstuhl bekam. Bereits 1988 schrieb sie den Bestseller »In the Age of the Smart Machine«, in dem sie kommende technologische Entwicklungen und daraus resultierende Kontrollmechanismen vorhersagte. Mit dem Begriff »Dark Google« prägte sie 2014 maßgeblich die Debatte um die digitale Zukunft und Big Data. Das Magazin strategy+business bezeichnet sie als eine der elf originellsten WirtschaftsdenkerInnen der Welt. Ihr neues Buch The Age of Surveillance Capitalism: The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power wird von Public Affairs in den USA und Campus in Deutschland 2018 veröffentlicht.

 

Agenda

18:30  Einlass
19:00 – 19:15  Begrüßung und Einführung
19:15 – 20:00  Überwachungskapitalismus und Demokratie
  Shoshana Zuboff (Harvard Business School)
20:00 – 21:00  Moderiertes Gespräch und Fragen aus dem Publikum
21:00 – 22:00  Get-together

 

Die Veranstaltung ist auf Englisch und wird simultan auf Deutsch übersetzt.

Um sich als PressevertreterIn akkreditieren zu lassen, richten Sie sich bitte an Florian Lüdtke.

 

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und live gestreamt. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie Ihr Einverständnis zur Erstellung von Bild- und Videoaufnahmen Ihrer Person im Rahmen der Veranstaltung sowie zur Verwendung und Veröffentlichung solcher Aufnahmen zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung über die Veranstaltung.

 

Making sense of the digital society

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb organisieren zum Thema „Making sense of the digital society“ gemeinsam eine akademische Redenreihe. Mit der prominent besetzten Reihe soll eine europäische Perspektive auf den Transformationsprozess entwickelt werden, den unsere Gesellschaft gegenwärtig durchläuft. Die Vorlesungsreihe begann im Dezember 2017 mit einer Eröffnungsrede von Manuel Castells, Autor der einflussreichen „Information Age“-Trilogie und wurde von Christoph Neuberger, Elena Esposito, Marion Fourcade und Stephen Graham weitergeführt. Nick Couldry ist der nächste Redner der Reihe.

Veranstaltungsdatum

16. Okt 2018 | 19:00 – 22:00 ical | gcal

 

Ort

Kino International,  Karl-Marx-Allee 33,  10178 Berlin

Kontakt

Christian Grauvogel

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