Datum/Zeit 30.01.2018 | 19:00 - 22:00 ical | gcal

Location Tagungswerk, Lindenstraße 85, 10969 Berlin

Kategorie

Was passiert mit den zentralen Werten demokratischer Gemeinwesen wie Freiheit, Gleichheit und Wahrheit in der digitalen Gesellschaft: Erleben wir ihre Stärkung durch mehr Partizipation und Interaktion oder gerade ihren Niedergang durch Fragmentierung und Beschleunigung? Gewinnen Bürgerinnen und Bürger mehr Einfluss oder werden sie zum Spielball neuer Kräfte im Netz? Wie erfüllt die Öffentlichkeit ihre Funktion der gesellschaftlichen Selbstverständigung in Zeiten von Hate Speech und Fake News? Wer trägt Verantwortung im Netz für die Verwirklichung gesellschaftlicher Erwartungen? Ist Facebook ein Medienunternehmen – und wie müssen sich traditionelle Medien weiterentwickeln?

Christoph Neuberger analysiert die Transformation gesellschaftlicher Kommunikation konzeptionell und empirisch seit mehr als 20 Jahren. In seinem Vortrag rekapituliert er grundlegende und aktuelle Entwicklungen. Er wird dabei zeigen, dass wir uns tatsächlich inmitten eines grundsätzlichen Wandels befinden – und dennoch nicht alles neu ist.

Christoph Neuberger ist seit 2011 Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor lehrte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er wurde unter anderem mit dem Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet. Seine Forschungs­ge­biete umfassen die Öffentlichkeit und den Journalismus im Internet, die Netzaktivitäten von Presse und Rundfunk, Suchmaschinen, soziale Medien sowie Medienqualität und -regulierung.

Agenda

18:30 Einlass
19:00 – 19:15 Begrüßung und Einführung
19:15 – 20:00 Demokratie und Öffentlichkeit in der digitalen Gesellschaft
Christoph Neuberger (Ludwig-Maximilians-Universität München)
20:00 – 21:00 Moderiertes Gespräch und Fragen aus dem Publikum
21:00 – 22:00 Get-together

Die Veranstaltung ist auf Deutsch und wird simultan auf Englisch übersetzt.

Um sich als PressevertreterIn akkreditieren zu lassen, richten Sie sich bitte an Florian Lüdtke.

Making sense of the digital society

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) veranstalten eine akademische Redenreihe zum Thema Making Sense of the Digital Society. Die prominent besetzte Reihe zielt darauf ab, eine europäische Perspektive auf die gegenwärtigen Transformationsprozesse zu entwickeln. Die Reihe wurde von Manuel Castells am 12.12.2017 mit einem Vortrag zu Machtverhältnissen in der digitalen Gesellschaft eröffnet. Als weitere Rednerinnen bestätigt sind Marion Fourcade, Professorin für Soziologie an der UC Berkeley, Elena Esposito, Professorin für Soziologie an der Universität Bielefeld und an der Universität Modena-Reggio Emilia, und José van Dijck, Autorin des in Kürze erscheinenden Buches „The Platform Society“ und Präsidentin der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences.

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