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Cancelled: Lina Dencik – Gerechtigkeit in der Datengesellschaft

Absage der Veranstaltung aufgrund von COVID-19

Aufgrund der am 11. März 2020 beschlossenen Sofortmaßnahmen für die Berliner Wissenschaft gegen die Verbreitung des Coronavirus sagen wir diese Veranstaltung ab. Wir versuchen einen Großteil unserer Veranstaltungen als Livestreams anzubieten, damit gerade in solchen Zeiten Wissenschaftskommunikation und öffentlicher Diskurs nicht zum Stillstand kommen. Aus logistischen Gründen ist dies bei dieser Veranstaltung jedoch leider nicht möglich. Über das aktuelle Livestream-Angebot und News aus dem HIIG informieren Sie sich bitte auf unser Website. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

 

Die Nutzung von Daten und algorithmischen Verfahren zur Entscheidungsfindung sind ein wachsender Teil der gesellschaftlichen Realität. Die digitale Überwachung, Verfolgung, Profilierung und Vorhersage von menschlichem Verhalten und sozialen Aktivitäten untermauert die oft als Überwachungs-kapitalismus bezeichnete Informationsordnung. Zunehmend beeinflusst diese Ordnung auch Prozesse der Entscheidungsfindung, die sich auf unsere Möglichkeiten, an der Gesellschaft teilzunehmen, auswirken,  wie z.B. in der Wohlfahrt, Bildung, Kriminalität, Arbeit und bei der Überschreitung von Grenzen. Wie können wir verstehen, was bei solchen Entwicklungen auf dem Spiel steht? 

In letzter Zeit rücken Fragen der Voreingenommenheit, Diskriminierung und Fairness in dieser Debatte immer mehr in den Mittelpunkt. In ihrem Vortrag nimmt Lina Dencik eine Bestandsaufnahme vor und präsentiert Forschungsarbeiten, die die Umsetzung datengesteuerter Systeme in der Verwaltung untersuchen. Sie plädiert dafür, dass wir, wenn wir uns mit den relevanten Fragen der Gerechtigkeit in einer datengestützten Gesellschaft auseinandersetzen wollen, Datensysteme als Teil eines breiteren gesellschaftlichen Wandels verstehen müssen. Sie argumentiert, dass wir den Fokus auf die Frage legen müssen, warum diese Technologien überhaupt erst entwickelt und implementiert werden und wie die Datenpraxis mit einer breiteren politischen Ökonomie zusammenhängt.

 

Im Anschluss an den Vortrag findet ein moderiertes Gespräch mit dem Künstler Jonas Staal statt, der seine Arbeit „Collectivize facebook” im Rahmen des Festivals „Spy on Me #2 – Künstlerische Manöver für die digitale Gegenwart” präsentiert, in dessen Rahmen dieser Vortrag stattfindet.

 

Lina Dencik: Gerechtigkeit in der Datengesellschaft
Montag, 23.März 2020 | 19 Uhr | Einlass 18:30 Uhr
HAU 1 | Stresemannstraße 29 | 10963 Berlin

 

Lina Dencik ist Associate Professor (Reader) an der School of Journalism, Media and Culture der Universität Cardiff in Großbritannien, wo sie die Wechselwirkung zwischen Medienentwicklungen und sozialem und politischem Wandel mit besonderem Schwerpunkt auf Globalisierung und Widerstand erforscht. Dencik ist Autorin von vier Büchern, darunter„Digital Citizenship in a Datafied Society” mit Arne Hintz und Karin Wahl-Jorgensen, das 2018 publiziert wurde. Zusammen mit Arne Hintz und Joanna Redden gründete und leitet sie das Data Justice Lab an der Universität Cardiff.

 

Agenda

18:30  Einlass 
19:00 – 19:15  Begrüßung und Einführung
19:15 – 20:00  Gerechtigkeit in der Datengesellschaft
  Lina Dencik (Cardiff University)
20:00 – 21:00  Moderiertes Gespräch und Fragen aus dem Publikum
21:00 – 22:00  Get-together

 

Die Veranstaltung ist auf Englisch und wird simultan auf Deutsch übersetzt.

Um sich als PressevertreterIn akkreditieren zu lassen, richten Sie sich bitte an Tanja Zagel.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und live gestreamt. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie Ihr Einverständnis zur Erstellung von Bild- und Videoaufnahmen Ihrer Person im Rahmen der Veranstaltung sowie zur Verwendung und Veröffentlichung solcher Aufnahmen zum Zweck der öffentlichen Berichterstattung über die Veranstaltung.

 

Making sense of the digital society

Der derzeit rapide voranschreitende technologische Wandel ruft enorme Ungewissheiten hervor. Umfassende Erklärungen werden notwendig, um die Veränderungen besser verstehen und eine gemeinsame Zukunft gestalten zu können. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) führen daher auch in diesem Jahr die 2017 ins Leben gerufene Redenreihe Making sense of the digital society fort. Ziel ist es, eine europäische Perspektive auf den gegenwärtigen Transformationsprozess unserer Zeit und dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu entwickeln. Die erste Rednerin in diesem Jahr ist die Philosophin Sybille Krämer.

Logos

 

Registration

Veranstaltungsdatum

23. Mrz 2020 | 18:30 – 22:00 ical | gcal

 

Ort

HAU Hebbel am Ufer (HAU 1),  Stresemannstraße 29,  10963 Berlin

Kontakt

Christian Grauvogel

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Über das HIIG

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