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Helen Kennedy: Das alltägliche Leben in Zeiten der Datafizierung

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird simultan vor Ort auf Deutsch übersetzt. Helen Kennedy’s Vortrag wird zusätzlich ab 19:00 Uhr live gestreamt – sollte der Livestream Ihnen nicht angezeigt werden, laden Sie die Seite bitte neu. Das aufgezeichnete Video sowie die deutsche Übersetzung werden ein paar Tage nach der Veranstaltung auf dieser Website hochgeladen.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens findet die Veranstaltung unter der 2G Regel und nicht wie ursprünglich angekündigt unter der 3G Regel statt. Der Einlass erfolgt nur für angemeldete Personen, die geimpft oder genesen sind. Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können findet vor Ort eine Registrierung über die Corona-Warn-App statt. Da der Einlass aufgrund des Hygienekonzepts länger als üblich dauert, bitten wir Sie, frühzeitig vor Ort zu sein.


Unsere alltäglichen Erfahrungen mit Daten können uns helfen, die digitale Gesellschaft besser zu verstehen, insbesondere in Bezug auf die Politik der Datafizierung und datenbezogene Ungleichheiten. Durch den Fokus auf das Alltägliche können die Strukturen der Datafizierung nicht nur als konstitutiv für das soziale Leben angesehen werden, sondern auch als durch alltägliche Praktiken konstituiert. Dieses Verständnis ermöglicht es uns, nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen, denen in Konzepten wie Datenkolonialismus oder Überwachungskapitalismus und in ihren jeweiligen Lesarten von Datafizierung nur wenig Raum gegeben wird. Der Blick auf das Alltägliche lenkt den Fokus auf die Relevanz der Gefühle und der Werte der Menschen in ihrem Umgang mit Daten und ihren oft sehr gewöhnlichen Alltagstätigkeiten. 

Soziale Ungleichheiten prägen das Leben und führen zu unterschiedlichen – und oft beunruhigenden – Erfahrungen mit Daten. Das Leben der Menschen ist von Unterschieden geprägt und die bestehenden sozialen Ungleichheiten werden für bestimmte Bevölkerungsgruppen durch den Einsatz datenbasierter Systeme noch verstärkt. Die Beziehung zwischen Ungleichheit und Datafizierung erfordert daher auch unsere besondere Aufmerksamkeit. Um die Macht der Daten verstehen und dieser begegnen zu können, sind scheinbar unpolitische, gewöhnliche und alltägliche Interaktionen mit Daten ebenso wichtig wie Phänomene, die in viel offensichtlicherer Weise politisch sind. Denn das Gewöhnliche ist politisch, und es geht viel verloren, wenn wir das übersehen.


Helen Kennedy: Das alltägliche Leben in Zeiten der Datafizierung
Dienstag, 16. November 2021 | Beginn 19 Uhr | Einlass 18.30 Uhr
Auditorium Friedrichstraße – Quartier 110 | Friedrichstraße 180
Livestream – hiig.de

 

 

 

Helen Kennedy ist Professorin für die Digitale Gesellschaft (Digital Society)  an der Universität Sheffield, wo sie das Forschungsprogramm Living With Data leitet. Sie interessiert sich dafür, wie digitale Entwicklungen von “normalen Menschen” erlebt werden und wie diese Erfahrungen auf die Arbeit von digitalen Praktikern wirken kann, um Ungleichheiten zu überwinden. Sie erforscht die Wahrnehmungen und Gefühle in Bezug auf “Datafizierung”, datenbezogene Handlungsmöglichkeiten und die Frage, ob die Beschäftigung mit Daten Menschen zum Handeln mobilisiert. Ihre jüngsten Bücher sind Post, Mine, Repeat: social media data mining becomes ordinary (Palgrave, 2016) und Data Visualization In Society (herausgegeben mit Martin Engebretsen, Amsterdam University Press, 2020).

 

Agenda

18:30  Einlass 
19:00 – 19:15  Begrüßung und Einführung
19:15 – 20:00  Das alltägliche Leben in Zeiten der Datafizierung
  Helen Kennedy (Universität Sheffield)
20:00 – 20:30  Gespräch und Fragen aus dem Publikum. Moderation: Tobi Müller
20:30 – 21:30  Get-together

 

Um sich als Pressevertreter*in akkreditieren zu lassen, richten Sie sich bitte an Frederik Efferenn


Making sense of the digital society

Der derzeit rapide voranschreitende technologische Wandel ruft enorme Ungewissheiten hervor. Umfassende Erklärungen werden notwendig, um die Veränderungen besser verstehen und eine gemeinsame Zukunft gestalten zu können. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) führen daher auch in diesem Jahr die 2017 ins Leben gerufene Redenreihe Making sense of the digital society fort. Ziel ist es, eine europäische Perspektive auf den gegenwärtigen Transformationsprozess unserer Zeit und dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu entwickeln.

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Medienpartner:

 

 

 

Datum der Veranstaltung

16.11.2021 | 6.30 pm – 9.00 pm ical | gcal
 

Standort

Auditorium Friedrichstraße,  Friedrichstraße 180,  10117 Berlin

Kontakt

Christian Grauvogel

Ehem. Leiter Dialog und Wissenstransfer | Projektkoordinator SET

DIGITAL SOCIETY VORTRÄGE

Diese exklusive Vorlesungsreihe entwickelt eine europäische Perspektive zu den aktuellen Transformationsprozessen innerhalb unserer Gesellschaft.

DIGITALER SALON

Einmal im Monat laden wir ausgewählte Gäste ein, um gemeinsam mit dem Publikum über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft zu sprechen.

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