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Lankabel

Digitaler Salon: Unable to Reconnect

Zensur, Solidarität und Informationsfreiheit auf digitalen Plattformen im Russland-Ukraine-Krieg.

Die völkerrechtswidrige Invasion in die Ukraine unter der Führung des russischen Präsidenten markiert eine Zäsur für die Weltgemeinschaft. Neu ist die digitale Dimension des Krieges in Bezug auf Plattformen wie zum Beispiel Meta, Twitter, YouTube oder TikTok. Sie befinden sich aktuell in einem heftigen Konflikt um Selbstregulierung, Zensur und Informationsfreiheit. Denn als Teil einer kritischen Informationsinfrastruktur ermöglichen sie eine unabhängige Berichterstattung, die Organisation von Hilfsangeboten und eine zivile Kommunikation innerhalb und außerhalb der Krisengebiete. Zudem nutzen auch Bürger*innen kleinere Plattformen wie Tinder, Etsy oder AirBnb kreativ, um sich durch Einzelgespräche mit Russ*innen oder direkte Spenden für Ukrainer*innen solidarisch zu zeigen. Auf der anderen Seite stehen viele der Plattform-Unternehmen stark in der Kritik, ihrer Verantwortung im Umgang mit Fake News, Propaganda und Hetze nicht gerecht zu werden. Derzeit offenbart sich ihre eigene politische Anfälligkeit durch den Versuch von Regierungen, digitale Plattformen für eigene Zwecke zu missbrauchen, zu sanktionieren oder direkt abzuschalten. 

Deshalb fragen wir uns in dieser Ausgabe des Digitalen Salons, wie Plattformen und Nutzer*innen mit dieser Situation umgehen. Was passiert, wenn ein grenzübergreifender Austausch zwischen Ländern und ihrer Bevölkerung nicht mehr möglich ist? Lässt sich eine digitale Gesellschaft systematisch von der Außenwelt abkoppeln? Welche Wirkung hat das auf die Wahrnehmung und Weiterführung des Krieges?

 

Digitaler Salon – Unable to Reconnect
30.03.2022 | HIIG & Livestream | 19.00 Uhr

 

 

Die Moderatorin Katja Weber (radioeins, Deutschlandfunk Nova) diskutiert unter anderem mit:

Julia Eichhofer, Programmdirektorin der Ukraine-Projekte beim Zentrum Liberale Moderne und Referentin zum Thema “Green New Deal” in der Ukraine.

Ingo Petz, Journalist, Publizist und Osteuropa-Kenner. Seit 2020 leitet er beim Medienprojekt dekoder.org die Belarus-Redaktion.

Wolfgang Schulz, Direktor des Leibniz-Instituts für Medienforschung und Forschungsdirektor des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft.

 

Die Einführung übernimmt Nataliia Sokolovska. Als Forscherin und Projektmanagerin für das Forschungsprogramm “Wissen & Gesellschaft” am HIIG befasst sie sich mit neuen Wegen der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Vor allem interessiert sie die Frage, wie Forschung und politische Entscheidungsträger bei der Bewältigung von komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen zusammenwirken können.

Vor ihrer Beschäftigung am HIIG war Nataliia im Online-Journalismus als Redakteurin und Projektmanagerin in den ukrainischen und russischen Redaktionen der Deutschen Wellen tätig.

Weiterführende Links zu dem Thema

Russischsprachige Ukrainische Online-Medien:

Englischsprachige Online-Medien:

Deutschsprachige Berichte:

Unterstützung für unabhängigen Journalismus:

 

Der Digitale Salon findet jeden letzten Mittwoch im Monat unter einer anderen Fragestellung statt. Aufzeichnungen vergangener Digitaler Salons und mehr Informationen finden Sie hier.

 

Medienpartner:

 

 

Anmeldung

Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung aktuell nicht möglich.

Veranstaltungsdatum

30.03.2022 | 18:30 – 20:00 ical | gcal
 

Ort

Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft,  Französische Straße 9,  10117 Berlin

Kontakt

Till Rückwart

Ehem. Studentischer Mitarbeiter: Veranstaltungen & Wissenstransfer

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Unsere Veranstaltungsreihen

Redenreihe: Making sense of the digital society

Diese exklusive Vorlesungsreihe entwickelt eine europäische Perspektive zu den aktuellen Transformationsprozessen innerhalb unserer Gesellschaft.

Digitaler Salon

Einmal im Monat erörtern wir bei uns im Hause die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Deshalb laden wir ausgewählten Gästen dazu ein, in den Dialog mit dem Publikum zu treten.

Unser Forschungsansatz

Das HIIG erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive mit dem Ziel, die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen.