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Krisztina Rozgonyi und Marius Dragomir: Meinungsfreiheit in Zentral- und Osteuropa

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird simultan vor Ort auf Deutsch übersetzt. Die Vorträge werden zusätzlich ab 19:00 Uhr live gestreamt – sollte der Livestream Ihnen nicht angezeigt werden, laden Sie die Seite bitte neu. Das aufgezeichnete Video sowie die deutsche Übersetzung werden ein paar Tage nach der Veranstaltung auf dieser Website hochgeladen.

Mediensysteme in Mittel- und Osteuropa waren in den letzten zwei Jahrzehnten erheblichen Transformationsprozessen unterworfen. Angesichts populistischer Tendenzen und einer Vereinnahmung durch Regierungen und Oligarchen ist der Raum für Meinungsfreiheit und unabhängigen Journalismus in den meisten Ländern der Region drastisch geschrumpft. Bei den Bürger*innen führt das dazu, dass die Realität ihres Alltags durch  unterschiedliche Kommunikationskanäle verzerrt wird. Diese Situation wird durch globale digitale Technologien noch weiter verschärft, da diese auch einer algorithmengesteuerten Manipulation von Inhalten dienen können. Zusätzliche negative Auswirkungen auf die nationale und regionale Medienvielfalt sind die Folge dieser rasanten Entwicklungen.

Wie können wirtschaftlich verwundbare Medien ihre redaktionelle Unabhängigkeit zurückgewinnen und sich gegen die mächtigen Propagandakanäle behaupten? Um Antworten auf diese Frage zu finden, kommen in dieser Ausgabe der Redenreihe zwei Wissenschaftler*innen zu Wort, die sich auf die digitale Transformation und Herausforderungen von Mediensystemen in demokratischen Gesellschaften, mit Fokus auf  Mittel- und Osteuropa, spezialisiert haben.

Marius Dragomir spricht über die Veränderungen in den Mediensystemen Mittel- und Osteuropas und gibt Einblicke in seine Forschung zu Auswirkungen der Vereinnahmung von Medien auf den unabhängigen Journalismus. Hierbei weist er auf die Risiken hin, denen der unabhängige Journalismus in naher Zukunft ausgesetzt sein wird. Krisztina Rozgonyi analysiert, wie digitale Gesellschaften in Mittel- und Osteuropa in einen politisch manipulierten kommunikativen Kontext eingebettet sind und beleuchtet dessen historische Wurzeln. Diese besondere Situation wird durch Social-Media-Plattformen verstärkt, was zu einer erhöhten Anfälligkeit der Öffentlichkeit für Hassrede, Desinformation und Propaganda führt.

 


Krisztina Rozgonyi und Marius Dragomir: Meinungsfreiheit in Zentral- und Osteuropa
Montag, 21. März 2022 | Beginn 19 Uhr | Einlass 18:30 Uhr
Säälchen – Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin | Livestream – hiig.de

 

 

Marius Dragomir ist Direktor des Center for Media, Data and Society. Im Jahr 2015 gründete er MediaPowerMonitor, eine Gemeinschaft von Expert*innen für Medienpolitik, die sich mit Trends in Regulierung, Wirtschaft und Politik und deren Auswirkungen auf den Journalismus befasst. In den letzten zwei Jahrzehnten Medienforschung hat er sich vor allem auf die Regulierung von Medien und Kommunikation, digitale Medien, Governance-Strukturen öffentlich-rechtlicher Medien sowie auf Medien- und Eigentumsregulierung spezialisiert. Marius Dragomir leitet derzeit eine Reihe von vergleichenden Forschungsprojekten, darunter das Projekt Media Influence Matrix, das sich mit Machtbeziehungen und unzulässigem Einfluss in den Nachrichtenmedien befasst.

Krisztina Rozgonyi ist leitende Wissenschaftlerin am Institute for Comparative Media and Communication Studies (CMC) der Austrian Academy of Sciences (ÖAW) und eine führende Expertin für internationale Medien, Telekommunikation sowie IP-Recht und -Politik. Sie arbeitet als Beraterin für Medienfreiheit, Frequenzpolitik und Governance digitaler Plattformen mit internationalen und europäischen Organisationen, nationalen Regierungen sowie Regulierungsbehörden zusammen. Ihre jüngste Arbeit für die Venedig-Kommission setzt sich mit möglichen Reaktionen auf Online-Desinformation auseinander. Krisztina Rozgonyi war kürzlich als Expertin für Künstliche Intelligenz und Medienpluralismus für den OSZE-Beauftragten für die Freiheit der Medien tätig.

Hygienehinweis

Aufgrund des nach wie vor hohen Infektionsgeschehens findet die Veranstaltung unter der 2G+ Regel statt. Der Einlass erfolgt nur für angemeldete Personen, die vollständig geimpft sind oder als genesen gelten. Geboosterte Personen und kürzlich Genesene müssen keinen zusätzlichen Test vorlegen. Vollständig geimpfte Personen sind ebenfalls von der Testpflicht befreit, wenn sie vor weniger als drei Monaten zuletzt geimpft wurden. Es gilt weiterhin FFP2-Maskenpflicht. Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können findet vor Ort eine Registrierung über die Corona-Warn-App statt. Da der Einlass aufgrund des Hygienekonzepts länger als üblich dauert, bitten wir Sie, frühzeitig vor Ort zu sein.

Agenda

18:30Einlass 
19:00 – 19:10Begrüßung und Einführung
19:10 – 20:00Krisztina Rozgonyi und Marius Dragomir: Meinungsfreiheit in Zentral- und Osteuropa
20:00 – 20:45Gespräch und Fragen aus dem Publikum. Moderation: Tobi Müller

 

Um sich als Pressevertreter*in akkreditieren zu lassen, richten Sie sich bitte an Frederik Efferenn


Making sense of the digital society

Der derzeit rapide voranschreitende technologische Wandel ruft enorme Ungewissheiten hervor. Umfassende Erklärungen werden notwendig, um die Veränderungen besser verstehen und eine gemeinsame Zukunft gestalten zu können. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) führen daher auch in diesem Jahr die 2017 ins Leben gerufene Redenreihe Making sense of the digital society fort. Ziel ist es, eine europäische Perspektive auf den gegenwärtigen Transformationsprozess unserer Zeit und dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu entwickeln.

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Anmeldung

Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung aktuell nicht möglich.

Veranstaltungsdatum

21.03.2022 | 19:00 – 21:00 ical | gcal
 

Ort

Säälchen – Holzmarkt,  Holzmarktstraße 25,  10243 Berlin

Kontakt

Lena Henkes

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft

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Unsere Veranstaltungsreihen

Redenreihe: Making sense of the digital society

Diese exklusive Vorlesungsreihe entwickelt eine europäische Perspektive zu den aktuellen Transformationsprozessen innerhalb unserer Gesellschaft.

Digitaler Salon

Einmal im Monat erörtern wir bei uns im Hause die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Deshalb laden wir ausgewählten Gästen dazu ein, in den Dialog mit dem Publikum zu treten.

Unser Forschungsansatz

Das HIIG erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive mit dem Ziel, die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen.