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Wissensvermittlung und Technologieentwicklung

Entwicklung und Vermittlung von Technologien

19 November 2020

Das Projekt „Jung. Digital. Engagiert.” widmet sich ehrenamtlichem Engagement in Zeiten der Digitalisierung. Die Mitgestaltung der digitalen Gesellschaft hängt auch von technologischem Wissen ab. Wie junge, freiwillig Engagierte sich an diesem Prozess beteiligen und andere dazu befähigen, zeigt das Projekt an Vertretern zweier Organisationen.


Teilhabe an digitalen Prozessen funktioniert über die Beherrschung und das Verständnis von Technologie. Die Vermittlung von Wissen und die Entwicklung von Technologien hat sich als neue Form des gesellschaftlichen Engagements etabliert. Diese Civic-Tech-Gemeinschaften ermöglichen Mitgestaltung und digitales Empowerment, indem sie einen kompetenten Umgang mit Informationstechnologien in die Zivilgesellschaft tragen, Einstiegshürden abbauen und digitale Selbstbestimmung fördern. Welches inklusive und innovative Potenzial in Civic Tech steckt, zeigen uns zwei Beispiele aus dem Projekt Jung. Digital. Engagiert.

Eine gemeinnützige Programmierschule

Die OpenTechSchool bietet kostenlose Programmier-Sprechstunden und -Workshops, Meetups genannt, an. Hier kommen Menschen verschiedenster Hintergründe zusammen, denen Eines gemein ist: Sie möchten ihre technischen Fähigkeiten ausbauen und ihre Sicherheit im Umgang mit Informationstechnologien verbessern. Maik, der das Meetup für Data-Science- und Data-Engineering-Treffen ins Leben gerufen hat, erläutert im Gespräch, wer sich dort einfindet, wer die Meetups leitet und aus welchen Motivationen heraus die Teilnehmenden erscheinen. 

Die OpenTechSchool, so Maik, ist ein Sprungbrett für jene, die in Tech-Berufen Fuß fassen wollen. Sie bietet jedoch nicht nur Fachwissen: Sie ist ein Ort des Respekts und der Begegnung, in der ungeachtet von Alter, Gender und Herkunft Netzwerke gebildet und sich fachlich ausgetauscht wird. Über die Nutzung möglichst vieler Open-Source-Technologien wird dabei Transparenz erhöht und eine barrierefreie Vernetzung ermöglicht.

Technik aus gemeinwohlorientierter Hand

Dass wir uns digital vernetzen könnten, ohne dabei unsere Daten aufzugeben, ist ein Gedanke, der Abraham bei seinem Engagement für Jugend hackt motiviert. Hier treffen sich junge Programmierer*innen um in Hackathons Projekte und Ideen zu entwickeln, wie sich Informationstechnologien für gemeinnützige Zwecke nutzen lassen.Abraham ist Mentor bei Jugend hackt: Er unterstützt Gruppen bei der Konzeption und Entwicklung von Prototypen, digitalen Werkzeugen für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Über Leitfragen und Diskussionen vermittelt er so eine selbstständige und lösungsorientierte Herangehensweise an Schüler*innen, die sich für das Programmieren und Partizipieren an Digitalisierungsprozessen interessieren. Von seinem Weg zu Jugend hackt und einem seiner Projekte, der Yes App, berichtet Abraham in unserem Videoportrait.


Über Jung. Digital. Engagiert.

Online-Petitionen und Hashtag-Kampagnen statt Unterschriftensammlungen und Sitzblockaden? Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten der Digitalisierung aussehen? Die Portraitreihe Jung. Digital. Engagiert. setzt genau hier an und stellt Beispiele des neuen digitalen Engagements vor. Die Portraits werden ergänzt um wissenschaftliche Beiträge, in sechs Themenfeldern geclustert, zu denen wir in unserem Dossier je einen Blogbeitrag veröffentlichen.

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung der Autorinnen und Autoren und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

Moritz Timm

Projektkoordinator | Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Digitale Ethik

Ob Zivilgesellschaft, Politik oder Wissenschaft – alle scheinen sich einig, dass die Neuen Zwanziger im Zeichen der Digitalisierung stehen werden. Doch wo stehen wir aktuell beim Thema digitale Ethik? Wie schaffen wir eine digitale Transformation unter Einbindung der Gesamtgesellschaft, also auch der Menschen, die entweder nicht die finanziellen Mittel oder aber auch das nötige Know-How besitzen, um von der Digitalisierung zu profitieren?  Und was bedeuten diese umfassenden Änderungen unseres Agierens für die Demokratie? In diesem Dossier wollen wir diese Fragen behandeln und Denkanstöße bieten.

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