{"id":57962,"date":"2019-04-10T13:00:58","date_gmt":"2019-04-10T11:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/?p=57962"},"modified":"2023-03-28T15:24:40","modified_gmt":"2023-03-28T13:24:40","slug":"the-german-ai-startup-landscape-trends-and-challenges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/the-german-ai-startup-landscape-trends-and-challenges\/","title":{"rendered":"The German AI startup landscape: trends and challenges"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201cWe are gambling with our future in Germany. We definitely need more AI firms that develop solutions for our existing industry structure. Currently, we are missing that trend.\u201d says <strong>Fabian Westerheide<\/strong>, investor and AI-expert from Asgard Human Venture Capital in his interview with HIIG researcher <strong>Jessica Schmeiss<\/strong>. This interview is part of the \u201cDemystifying AI in entrepreneurship\u201d study, which will be published later this year.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabian Westerheide ist Investor und KI-Experte in Berlin. KI fasziniert ihn seit er in seiner Jugend den ersten Science-Fiction-Roman las. Heute investiert er mit seinem KI-Fond Asgard Venture Capital in deutsche KI-Unternehmen und richtet seit 2014 die <a href=\"https:\/\/riseof.ai\/\">Rise of AI Konferenz<\/a> in Berlin aus. Hier diskutieren jedes Jahr bis zu 800 TeilnehmerInnen \u00fcber den Einfluss von KI auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Weiterhin ber\u00e4t Fabian Unternehmen, Institutionen und Regierung bei der Entwicklung nachhaltiger KI-Strategien. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS: <\/strong><em>Lieber Fabian, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Zu Beginn, welche Trends siehst du in der KI-Startup-Szene in Deutschland?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW: <\/strong>Allgemein hat sich die Lage in Deutschland in den letzten zwei Jahren deutlich verbessert. Seit 2016 schnellen die KI-Gr\u00fcndungen international in die H\u00f6he und mittlerweile sehen wir auch in Deutschland gr\u00f6\u00dfere Funding-Runden f\u00fcr nationale Startups. Der Kapitalmarkt zieht langsam an und viele private Fonds stocken ihre Investitionen auf. Auch von \u00f6ffentlicher Seite flie\u00dfen mehr Gelder in die KI-Entwicklung in Deutschland. Leider fehlt jedoch bisher bei den Neugr\u00fcndungen die richtige Mischung. Viele Startups entwickeln L\u00f6sungen im Bereich Kommunikation (z.B. Chatbots). Das ist weltweit ein Trend, allerdings fehlen definitiv Neugr\u00fcndungen im Bereich Autonome Fahrzeuge und Robotics. Hier kommen fast alle nachhaltig erfolgreichen L\u00f6sungen aus den USA oder aus Israel. Auch L\u00f6sungen f\u00fcr wirtschaftsstarke Branchen, wie Pharmazie oder Energie, werden selten von deutschen Startups entwickelt. Es fehlt definitiv an Startups, die innovative KI-Gesch\u00e4ftsmodelle entwickeln, die zur bestehenden Industriestruktur Deutschlands passen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS: <\/strong><em>Woran liegt die Diskrepanz zwischen dem, was aktuell entwickelt wird und dem, was wirklich ben\u00f6tigt wird?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW: <\/strong>Wenige Gr\u00fcnder in Deutschland bringen sowohl die technische als auch die betriebswirtschaftliche Erfahrung mit, um international erfolgreiche Unternehmen zu gr\u00fcnden. Wir haben zwar gute Grundlagenforschung zum Thema KI in Deutschland (z.B. durch das Max Planck Institut), jedoch reicht es nicht aus, gute Technologien zu entwickeln, um Deutschland zum f\u00fchrenden KI-Standort zu machen. Die technischen Grundlagen f\u00fcr KI sind bereits sehr weit entwickelt &#8211; Deep Learning beispielsweise ist bereits eine sehr hochentwickelte Technologie. Was fehlt sind innovative Gr\u00fcnder, die ein technisches und wirtschaftliches Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, wie diese Technologien genutzt und monetarisiert werden k\u00f6nnen. Die Historie der Startup-Szene in Deutschland ist gepr\u00e4gt von E-Commerce (z.B. Zalando), welcher bei weitem nicht die technische Tiefe einer KI-Anwendung hat. Auch Investoren m\u00fcssen zunehmend technisches Know-how entwickeln, um die richtigen Investitionsentscheidungen treffen zu k\u00f6nnen und Gr\u00fcnder effektiv zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS: <\/strong><em>Welche Rollen spielen hierbei etablierte Unternehmen in Deutschland?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW: <\/strong>Es ist wichtig, dass bestehende Unternehmen die Wichtigkeit von KI f\u00fcr die deutsche Wirtschaft erkennen. In den letzten 2 Jahren ist viel passiert und viele Unternehmen bauen mittlerweile auch internes Know-how auf. Dennoch fehlt es zur Entwicklung effektiver KI-L\u00f6sungen immer noch an den notwendigen Daten. Hier ist das Engagement der Wirtschaft gefragt, um Kooperationen einzugehen und nachhaltige L\u00f6sungen zu finden, um ihre Daten f\u00fcr die KI-Entwicklung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ein weiteres Problem ist die dezentrale Wirtschaftsstruktur in Deutschland. Kooperationen zwischen KI Startups und etablierten Unternehmen scheitern h\u00e4ufig an der fehlenden Vernetzung. Die H\u00e4lfte aller KI-Startups sitzen hier in Berlin, w\u00e4hrend die Kunden \u00fcber ganz Deutschland verteilt sind. Die aktuelle L\u00f6sung der Politik ist daher, lokale KI-Hubs zu schaffen, um die Verzahnung zu f\u00f6rdern. Allerdings zeigt die internationale Erfahrung, dass wirklich innovative Gesch\u00e4ftsmodelle h\u00e4ufig aus zentralen Hubs wie dem Silicon Valley oder Tel Aviv heraus entstehen, in denen Investoren, Gr\u00fcnder und Experten eng zusammenarbeiten. Wir m\u00fcssen also deutschen Gr\u00fcndern helfen, eine N\u00e4he zur Industrie zu finden und gleichzeitig einen zentralen Hub schaffen, der es den Gr\u00fcndern auch erm\u00f6glicht international erfolgreich zu werden. Das AppliedAI Institute in M\u00fcnchen schafft im Umfeld der TU M\u00fcnchen hier ein erstes Beispiel. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS:<em> <\/em><\/strong><em>Welche Schritte kann die Politik in Deutschland (und Europa) unternehmen, um diese Entwicklung in die richtige Richtung zu bringen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW: <\/strong>Die KI-Strategie der Bundesregierung ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es ist die erste dedizierte Strategie f\u00fcr eine einzelne Technologie \u00fcberhaupt, was nochmals die Wichtigkeit von KI verdeutlicht. Auch das Versprechen, 3 Milliarden Euro in verschiedene Bereiche von \u00f6ffentlicher Seite zu investieren ist ein guter Schritt. Leider fehlen allerdings konkrete Schritte, um Deutschland wirklich zum f\u00fchrenden KI-Standort zu machen. Viel Fokus liegt auf der F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung, viel wichtiger w\u00e4re aber die F\u00f6rderung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle, um die entwickelte Technologie wirklich zu monetarisieren. Technologie \u201emade in Germany\u201c leidet h\u00e4ufig unter etwas, was ich den \u201eMp3 Effekt\u201c nenne: eine Grundlagen-Technologie wird von deutschen Forschern entwickelt und dann von ausl\u00e4ndischen Firmen erfolgreich monetarisiert. Leider passiert es immer noch zu h\u00e4ufig, dass deutsche Top-Forscher in diesem Zuge in andere L\u00e4nder (z.B. USA oder China) abgeworben werden, da es dort sehr attraktive F\u00f6rdermodelle gibt. China beispielsweise investiert 130 Milliarden Dollar in die KI-Entwicklung. Mit diesen Summen kann nat\u00fcrlich eine ganz andere internationale Durchschlagskraft erreicht werden. Nehmen wir das Beispiel Logistik. Chinesische Investoren investieren seit Jahren in ausl\u00e4ndische Infrastrukturen, wie H\u00e4fen oder Bahnstrecken. Chinesische Startups fokussieren sich nun stark darauf, KI-L\u00f6sungen f\u00fcr genau diese Anwendungsbereiche zu entwickeln. Diese k\u00f6nnen dann international eingesetzt werden. Langfristig kann dies zu einer Dominanz von chinesischen KI-L\u00f6sungen im Logistikbereich f\u00fchren. Die gute Nachricht ist, es ist nicht zu sp\u00e4t gegenzusteuern. Europa sollte ein Interesse daran haben, eigene, europ\u00e4ische KI-Firmen aufzubauen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS: <\/strong><em>Wie kann das gestaltet werden? Welche Rolle spielen hier \u00f6ffentliche Investitionen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW:<\/strong> Es gibt viele \u00f6ffentliche Mittel, die Gr\u00fcndern zur Verf\u00fcgung stehen. Das Problem in Deutschland (und der EU) ist, dass \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Gr\u00fcndungen selten wirklich internationale Durchschlagskraft erreichen, da der Verwaltungsaufwand eindeutig zu hoch ist. Hier k\u00f6nnen wir viel von anderen L\u00e4ndern lernen. In den USA beispielsweise investiert das US-Milit\u00e4r in gro\u00dfem Stil in KI-Entwicklungen im Silicon Valley. Diese Gelder flie\u00dfen ohne gro\u00dfe Vorgaben, sondern geben den Gr\u00fcndern viel Freiheit. Ein Gro\u00dfteil der Technologie f\u00fcr selbstfahrende Autos wurde beispielsweise mit Finanzierung solcher Gelder entwickelt. In Israel ist die Situation noch ein wenig anders. Auch hier flie\u00dfen viele Milit\u00e4r Gelder in die Entwicklung von KI-L\u00f6sungen. Zus\u00e4tzlich sind Milit\u00e4r, Forschungseinrichtungen und private Investoren sehr eng vernetzt und schaffen so ein sehr attraktives Umfeld, in dem viele direkte Kooperationen entstehen. In China entsteht ein Gro\u00dfteil der KI-Entwicklung durch F\u00f6rderungen aus der Privatwirtschaft. Allerdings erhalten wiederum die gro\u00dfen Internetkonzerne, wie zum Beispiel Alibaba, staatliche F\u00f6rdergelder f\u00fcr Forschung und Entwicklung in bestimmten Bereichen. So sind technisches und wirtschaftliches Wissen sehr nah beisammen. Die Aufgabe der Politik in Europa ist es, ein europ\u00e4isches Modell zu schaffen, welches diese Best Practices mit den europ\u00e4ischen Werten vereint. In der aktuellen Konstellation wird es Gr\u00fcndern in Europa (und Deutschland) sehr schwer gemacht, mit \u00f6ffentlichen Geldern wirklich gro\u00dfe Unternehmen zu erschaffen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JS:<\/strong> <em>Welche M\u00f6glichkeit siehst du vor diesem Hintergrund f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle \u201eMade in Germany\u201c?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>FW:<\/strong> Ein Problem ist, dass deutsche Gr\u00fcnder h\u00e4ufig nicht gro\u00df genug denken. Wir haben viele tolle technische L\u00f6sungen, aber es fehlt h\u00e4ufig an den ganz gro\u00dfen Visionen, um international wettbewerbsf\u00e4hige Gesch\u00e4ftsmodelle zu bauen. Hier sind vor allem etablierte Konzerne und Investoren gefragt, um Gr\u00fcnder zu unterst\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere St\u00e4rke in Deutschland ist das B2B Gesch\u00e4ft. Die deutsche Wirtschaft lebt von ihrem starken B2B Sektor und es gibt aus dieser Erfahrung heraus viel Potential f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle. Bisher ist der B2B KI-Markt auch international noch sehr klein &#8211; hier liegt unsere Chance. Insbesondere f\u00fcr Startups, die sich zun\u00e4chst auf den deutschen und europ\u00e4ischen Markt konzentrieren, k\u00f6nnen hier noch viel bewegen und auch international Standard setzen. Bisher gibt es wenige B2B KI-Startups aus anderen L\u00e4ndern, die schon so weit entwickelt sind, dass sie international expandieren k\u00f6nnen. Allerdings gilt auch hier wieder \u2013 technisches Know-how alleine reicht nicht aus. Der B2B Sektor erfordert einen intensiven Vertriebszyklus. Hier sind wieder die Kombination von technischem und wirtschaftlichem Wissen und enge Industriekooperationen gefragt, um erfolgreiche Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"action\" href=\"https:\/\/www.hiig.de\/en\/how-much-magic-is-behind-german-ai-production\/\">Hier geht&#8217;s zum Teil I der unserer Serie \u201eDemystifying AI\u201c<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr>\n\n\n\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte Jessica Schmeiss, Forscherin am HIIG im Bereich Innovation &amp; Entrepreneurship am 06. Februar 2019.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Photo: Remix with robots by ibrandify from the Noun Project<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fthe-german-ai-startup-landscape-trends-and-challenges%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=The%20German%20AI%20startup%20landscape%3A%20trends%20and%20challenges https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fthe-german-ai-startup-landscape-trends-and-challenges%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fthe-german-ai-startup-landscape-trends-and-challenges%2F&subject=The%20German%20AI%20startup%20landscape%3A%20trends%20and%20challenges\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cWe are gambling with our future in Germany. 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