{"id":57449,"date":"2019-03-12T14:54:07","date_gmt":"2019-03-12T13:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/?p=57449"},"modified":"2023-03-28T17:10:33","modified_gmt":"2023-03-28T15:10:33","slug":"still-neuland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/still-neuland\/","title":{"rendered":"Still &#8220;Neuland&#8221;?"},"content":{"rendered":"<p><em>The digitisation of the world of labour \u2013 this has almost become a mantra. Whole of Germany is talking about changes in everyday working life, the labour market and industry through Internet-based technologies. The topic is also discussed in the German Parliament, the Digital Agenda Committee debates the important political issues of digital change. But what is the political position on the digitisation of labour? <strong>Leonie Rettig<\/strong> asked six members of the committee to answer four questions \u2013 to give us a brief insight into the positions of the parliamentary factions on digitisation and work.<\/em><\/p>\n<p><b><i>The following article is currently only available in German.<\/i><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Dieter Janecek (B\u201990\/Gr\u00fcnen)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56771 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-534x800.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-534x800.jpg 534w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-40x60.jpg 40w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-768x1150.jpg 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-801x1200.jpg 801w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-120x180.jpg 120w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-33x50.jpg 33w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-240x360.jpg 240w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek-600x899.jpg 600w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressefoto_Dieter-Janecek.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b>Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Politik sollte Unternehmen bei der Digitalisierung begleiten. Konkrete Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen hier vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Kernaufgabe von Politik ist aber, die Rahmenbedingungen zu setzen, dass Unternehmen in Deutschland, in Europa erfolgreich im globalen Wettbewerb bestehen und sich digitale Gesch\u00e4ftsmodelle auch in Deutschland entwickeln: Von der digitalen Infrastruktur und digitaler Bildung \u00fcber gezielte Gr\u00fcndungsf\u00f6rderung, beispielsweise in Bereichen wie K\u00fcnstliche Intelligenz oder Blockchain bis zu Investitionen in IT-Sicherheit. Der Bundesregierung fehlt hier bislang eine klare Strategie, wie wir die Digitalisierung nutzen k\u00f6nnen, um Unternehmen zu st\u00e4rken, Wohlstand zu sichern und die Lebensqualit\u00e4t der Menschen zu verbessern.<\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><b>Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir erleben ja in der Arbeitswelt bereits einen massiven digitalen Wandel, der stattfindet. Aufgabe von Politik ist es Unternehmen wie ArbeitnehmerInnen zu unterst\u00fctzen, diesen digitalen Wandel zu gestalten und erfolgreich zu meistern. Wir m\u00fcssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit machen f\u00fcr eine digitale Arbeitswelt von morgen. Das f\u00e4ngt mit einer zeitgem\u00e4\u00dfen Bildung in der Schule an und geht bis zur entsprechenden Weiterbildung \u00e4ltere ArbeitnehmerInnen.<\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b>Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich glaube nicht, dass wir im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung einen starken Jobverlust erleben werden. Deutschland hat ja schon jetzt die dritth\u00f6chste Roboterdichte der Welt &#8211; nach Singapur und S\u00fcdkorea. Mehr Sorge bereitet mir, wie sich Digitalisierung und Automatisierung langfristig auf die Lohnentwicklung auswirkt &#8211; sehr gut qualifizierte ArbeitnehmerInnen werden weiter profitieren, w\u00e4hrend gerade viele Berufsbilder mit mittlerer Qualifikation, im kaufm\u00e4nnischen oder technischen Bereich, st\u00e4rker unter Druck geraten k\u00f6nnten. Die Schere zwischen den Top- und den GeringverdienerInnen, zwischen den Beziehern von Kapitaleink\u00fcnften und abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten, k\u00f6nnte also mittelfristig noch weiter auseinandergehen. Weiterbildung ist hier f\u00fcr mich hier ein Schl\u00fcssel, genauso wie eine h\u00f6here &#8211; auch finanzielle &#8211; Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr soziale Berufe. Wenn durch Digitalisierung und Automatisierung die Produktivit\u00e4t steigt, sich Arbeit oft auch verdichtet, w\u00e4re eine Arbeitszeitverk\u00fcrzung auf jeden Fall sinnvoll.<\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b>Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Schl\u00fcssel liegt f\u00fcr mich in der Bildung. Wir m\u00fcssen Menschen aller Altersgruppen fit machen f\u00fcr ein Leben und Arbeiten in einer digitalen Welt. Digitale Kompetenzen sind die besten Voraussetzungen daf\u00fcr, die Chancen der digitalen Welt nutzen zu k\u00f6nnen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit Technologien zu entwickeln. Auch mal offline zu gehen, nicht st\u00e4ndig erreichbar zu sein, viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer m\u00fcssen das erst wieder lernen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>Kurzbiographie:<\/strong>\u00a0<span style=\"font-weight: 400;\">Dieter Janecek ist seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags und seit 2017 Obmann der gr\u00fcnen Bundestagsfraktion im Ausschuss Digitale Agenda. Au\u00dferdem ist er Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Wirtschaft und Energie und geh\u00f6rt seit September 2018 der Enquete-Kommission \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c an. Janecek vertritt seine Fraktion zudem als Sprecher f\u00fcr Digitale Wirtschaft und Digitale Transformation. Politisch setzt er sich f\u00fcr eine vorausschauende politische Gestaltung der Digitalisierung und eine konsequente \u00f6kologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft ein.<\/span><\/em><\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Jessica Tatti (DIE LINKE)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57438 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1.png\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1.png 800w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-60x60.png 60w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-768x768.png 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-180x180.png 180w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-50x50.png 50w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-360x360.png 360w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/pressefoto-jessica-tatti_quadratisch-1-600x600.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b> Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn die technologischen Neuerungen wirken sich in jeder Branche anders aus. Je nach Gesch\u00e4ftsmodell macht es mehr oder weniger Sinn, in neue Technologien zu investieren. Denn Digitalisierung ist f\u00fcr Unternehmen kein Selbstzweck, sondern sie haben bei jeder Investition einen Mehrwert zum Ziel. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">DIE LINKE steht f\u00fcr eine sinnvolle F\u00f6rderung wirtschaftlicher Strukturen. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen wollen wir mit passgenauen F\u00f6rderprogrammen und Krediten, mit finanziellen Beihilfen und Beratung unterst\u00fctzen \u2013 damit diese notwendige Investitionen in Forschung, Entwicklung und auch neue Technologien stemmen k\u00f6nnen. Insbesondere in strukturschwachen Regionen und l\u00e4ndlichen R\u00e4umen ist mehr finanzielles, personelles und ordnungspolitisches Engagement notwendig als die Bundesregierung derzeit aufbringt. Auch der Breitbandausbau und die Infrastruktur sind dort sowohl f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung als auch f\u00fcr Unternehmen noch viel zu l\u00fcckenhaft. Zudem brauchen wir gute Aus- und Weiterbildungskonzepte, um Besch\u00e4ftigte wie Unternehmen im digitalen Wandel zu unterst\u00fctzen und zu st\u00e4rken. <\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><b> Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aufgabe der Politik ist es, einen klaren gesetzlichen Rahmen zu setzen, der betriebliche Mitbestimmung und Arbeitsschutzrechte f\u00fcr Besch\u00e4ftigte heute und zuk\u00fcnftig garantiert. Der Einsatz neuer Technologien in Betrieben muss stets durch Gef\u00e4hrdungsbeurteilungen auf psychische und physische Belastungen gepr\u00fcft werden und der betrieblichen Mitbestimmung unterliegen. Anwendungen, die \u00dcberwachung und Leistungskontrolle der Besch\u00e4ftigten erm\u00f6glichen, m\u00fcssen gesetzlich reglementiert und kontrolliert werden. Der Gesetzgeber hat hier einen klaren Schutzauftrag. Insbesondere bei der Plattformarbeit ist es wichtig, Grauzonen im Arbeitsrecht zu schlie\u00dfen, damit Menschen nicht in prek\u00e4re Formen der Solo- oder Scheinselbst\u00e4ndigkeit gedr\u00e4ngt werden und sich Unternehmen auf Kosten der Gesellschaft ihrer sozialen und \u00f6konomischen Verantwortung entziehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Ausweitung der t\u00e4glichen H\u00f6chstarbeitszeit und die K\u00fcrzung der Ruhezeit, wie es die Arbeitgeberverb\u00e4nde fordern, muss verhindert werden. 2017 haben Besch\u00e4ftigte im Schnitt 5 \u00dcberstunden pro Woche geleistet. Das geht mit \u00dcberlastung, Arbeitshetze und Leistungsdruck einher. T\u00e4gliche Arbeitszeiten \u00fcber acht Stunden hinaus machen krank, erh\u00f6hen das Unfallrisiko und isolieren Besch\u00e4ftigte von ihren Familien und Freunden. Der Schutz der Gesundheit muss Vorrang haben vor dem Wunsch der Unternehmen nach allzeit verf\u00fcgbaren Belegschaften. Das Arbeitszeitgesetz ist heute schon flexibel genug, um allen betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden. <\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b> Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Digitalisierung wird voraussichtlich zu deutlichen Verschiebungen am Arbeitsmarkt f\u00fchren. Wie bei jedem technologischen Fortschritt bisher, werden in den einen Branchen Arbeitspl\u00e4tze wegfallen und in anderen neue entstehen. Daher wird die Weiterbildung in Zukunft fester Bestandteil im Erwerbsleben der Besch\u00e4ftigten sein m\u00fcssen. Die Politik muss daf\u00fcr sorgen, dass die Menschen damit nicht im Stich gelassen werden. Wir brauchen einen umfassenden Ausbau und eine St\u00e4rkung der beruflichen Qualifikation und einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Derzeit ist Arbeit sehr ungleich verteilt. Allein im vergangenen Jahr haben Besch\u00e4ftigte 2,1 Milliarden \u00dcberstunden geleistet, eine Milliarde davon unbezahlt. Das entspricht rechnerisch \u00fcber einer Million Vollzeit-Arbeitspl\u00e4tze. Dem gegen\u00fcber stehen Millionen an Erwerbslosen und Teilzeitbesch\u00e4ftigten, die ihre Arbeitszeit gerne ausweiten wollen. Wir m\u00fcssen f\u00fcr eine gerechtere Verteilung von Arbeit sorgen. Der erste Schritt ist, die w\u00f6chentliche H\u00f6chstarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden zu reduzieren, um die massive Anh\u00e4ufung von \u00dcberstunden zu verhindern. Wenn Besch\u00e4ftigte die vorhandene Arbeit nicht in ihrer vertraglichen Arbeitszeit schaffen k\u00f6nnen, muss mehr Personal eingestellt werden. Durch eine generell k\u00fcrzere Vollzeit bei vollem Lohnausgleich wird der technologische Fortschritt auch zum sozialen Fortschritt.<\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b> Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte bedeutet Digitalisierung heute schon eine Mehrbelastung durch st\u00e4ndiges Multitasking, Arbeitsverdichtung und Arbeitshetze. Dazu kommt die st\u00e4ndige Erreichbarkeit \u00fcber E-Mails, Smartphones und Laptops. Seit Ende der 1990er Jahre hat sich die Zahl der Krankentage aufgrund psychischer Belastungen am Arbeitsplatz mehr als verdreifacht. Wir brauchen dringend eine Anti-Stress-Verordnung und ein Recht auf Nichterreichbarkeit nach Feierabend. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Betriebs- und Personalr\u00e4te ein zwingendes Mitbestimmungsrecht bei der Vereinbarkeit von Arbeit und privatem Leben, zur Zeitsouver\u00e4nit\u00e4t und bei der Personalbemessung erhalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>Kurzbiographie:<\/strong>\u00a0Jessica Tatti ist Sprecherin f\u00fcr Arbeit 4.0 der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. Sie ist Mitglied des Ausschusses f\u00fcr Arbeit und Soziales, sowie der Enquete Kommission \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Elvan Korkmaz (SPD)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57440 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-640x800.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-640x800.jpg 640w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-48x60.jpg 48w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-768x960.jpg 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-960x1200.jpg 960w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-144x180.jpg 144w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-40x50.jpg 40w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-288x360.jpg 288w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_ElvanKorkmaz-600x750.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b>Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Ja, wir m\u00fcssen die Digitalisierung in Unternehmen f\u00f6rdern. Allerdings nicht pauschal, sondern aus bestimmten Gr\u00fcnden. Es ist wichtig, sich diese Gr\u00fcnde zu vergegenw\u00e4rtigen, weil wir aus ihnen bestimmen m\u00fcssen, <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">inwiefern und inwieweit <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">es die Aufgabe der Politik ist, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern. Die Aufgabe von Politik ist es, das Leben der Menschen in der Gemeinschaft so zu ordnen, sodass sich jeder in dieser Gemeinschaft frei entfalten kann. In diesem Sinne sind Wirtschaftswachstum und technologische Entwicklung keine Selbstzwecke. Das Ziel von Politik ist es, diese Zusammenh\u00e4nge so zu organisieren, dass sie jedem in der Gemeinschaft ein <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">gutes Leben <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">erm\u00f6glichen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Wir wollen es den Unternehmen erm\u00f6glichen, in der faktisch globalisierten Wirtschaft auch langfristig wettbewerbsf\u00e4hig zu sein. Dabei gilt es aber den technologisch bedingten Wandel so zu steuern, dass er uns ein selbstbestimmtes Arbeitsleben und eine gerechtere Verteilung von Arbeit erm\u00f6glicht. In diesem Spagat befinden wir uns.<\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"text-align: left;\"><b>Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir erleben aktuell widerspr\u00fcchliche Entwicklungen: Die wirtschaftliche Situation Deutschlands ist gut; dieser Aufschwung kommt jedoch nicht bei allen Menschen an. Es herrscht Rekordbesch\u00e4ftigung, jedoch um den hohen Preis der Zunahme prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse und wachsender sozialer Ungleichheit. Wir m\u00fcssen uns fragen, was technologische Neuerungen f\u00fcr die Menschen bedeuten und bedeuten kann, und hierauf unsere Politik gr\u00fcnden. Was sind die Folgen f\u00fcr die Menschen unter Gesichtspunkten ihrer Einbindung in die Wirtschaft? Kurzum: Arbeitspl\u00e4tze fallen weg, andere strukturieren sich um, qualitativ neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gesetze sollten daf\u00fcr sorgen, dass die wirtschaftliche Situation Deutschlands auch langfristig stabil bleibt. <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Gerechtigkeit <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">aber ist das Ziel guter Politik \u2013 und das erste Anliegen der SPD. Wir reden hier also nicht allein \u00fcber materiellen Wohlstand, und diesen Wohlstand gerecht zu verteilen; wir m\u00fcssen Arbeit und Chancen gerecht verteilen.<\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b>Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Diese Frage stellen wir uns auch. Ich bin der \u00dcberzeugung, dass Menschen sich Aufgaben suchen, um ihr Leben sinnvoll zu gestalten und gesellschaftliche Anerkennung zu finden. In jeder und jedem stecken Neugier, Mut und Flei\u00df. Daher sollte jede und jeder einen Anspruch auf eine gute Erwerbsarbeit haben, die Teilhabe am sozialen Leben erm\u00f6glicht. Wir sollten diesen Anspruch also halten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gleichzeitig erschlie\u00dfen sich hierdurch Potenziale in der Neuorganisation der Arbeitswelt. Die Digitalisierung bestimmter Bereiche erm\u00f6glicht es uns Arbeit neu zu verteilen, weil wir sie anders koordinieren k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glicht es uns teilweise, Arbeitskapazit\u00e4ten zu reduzieren. Sie erm\u00f6glicht uns im Arbeitsalltag selbst mehr Flexibilit\u00e4t. Doch wir sind \u00fcberzeugt: wer arbeitet, der hat auch das Recht auf gute Arbeitsbedingungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Daher d\u00fcrfen wir die Augen auch nicht verschlie\u00dfen, wenn diese Chancen auch neue Problem erzeugen: Wir m\u00fcssen einen umfassenden Arbeitsschutz garantieren, der die psychische und k\u00f6rperliche Gesundheit der Besch\u00e4ftigten ber\u00fccksichtigt. Wir d\u00fcrfen auch nicht zulassen, dass die Flexibilisierung prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse schafft. Freir\u00e4ume f\u00fcr Freizeit und Familie, Selbstbestimmung am Arbeitsplatz \u2013 das ist genauso wichtig wie faire Bezahlung und Planungssicherheit.<\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b>Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Weiterbildung <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">ist f\u00fcr uns <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">ein<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\"> Schl\u00fcsselthema zur Steuerung der Digitalisierung der Arbeitswelt f\u00fcr ArbeitnehmerInnen. Sich ver\u00e4ndernde Arbeitswelten erfordern Anpassungsleistungen, bei denen wir die ArbeitnehmerInnen unterst\u00fctzen m\u00fcssen, damit sie selbstbewusst agieren k\u00f6nnen. Politisch sind hier drei Ebenen zu ber\u00fccksichtigen. Wir m\u00fcssen die Anspr\u00fcche auf Weiterbildung und auf Weiterbildungsberatung im Bund beschlie\u00dfen. Wir m\u00fcssen die Ausgestaltung und Umsetzung der Anspr\u00fcche in Abh\u00e4ngigkeit von branchenspezifischen Aspekten auf der tariflichen Ebene kl\u00e4ren. Und wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass diese Regelungen auf der betrieblichen Ebene ihre Anwendung finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch hier geht es um <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Selbstbestimmung und die Sicherung von Freir\u00e4umen <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr ArbeitnehmerInnen. Selbst wenn sich Anforderungen und Arbeitsprofile ver\u00e4ndern brauchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Planungssicherheit. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Einige dieser Forderungen haben wir mit dem Qualifizierungschancengesetz bereits auf den Weg gebracht. Es gibt erste wichtige Antworten auf den digitalen Strukturwandel. Hier erm\u00f6glichen wir ArbeitnehmerInnen einen Zugang zur Weiterbildungsf\u00f6rderung durch die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Was wir aus meiner Sicht noch nachlegen m\u00fcssen ist eine Vision f\u00fcr die <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Verteilung <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400;\">der Arbeit. Das ist keine leichte Frage \u2013 hier h\u00e4ngt letztlich alles zusammen, was die Solidargemeinschaft als solche betrifft: Rente, Grundsicherung, usw. Trotzdem muss man irgendwo anfangen. Ich denke, wir sollten bei der Frage, \u201dwie wir heute zusammenleben\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">wollen\u201c anfangen, und nicht etwa bei den technischen Fragen der Verwaltbarkeit oder bei den Forderungen, die die Unternehmen an uns stellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>Kurzbiographie:<\/strong>\u00a0<span style=\"font-weight: 400;\">Elvan Korkmaz vertritt seit 2017 die Interessen ihrer ostwestf\u00e4lischen Heimat G\u00fctersloh und die Werte der Sozialdemokratischen Partei im Deutschen Bundestag. Als Mitglied der Aussch\u00fcsse Digitale Agenda sowie Verkehr und digitale Infrastruktur ist sie an allen Ecken und Enden dabei, die Digitalisierung sozialdemokratisch zu gestalten. Als Berichterstatterin f\u00fcr Smart-City und Neue Arbeitszeitmodelle ihrer Fraktion steht Elvan Korkmaz schon heute f\u00fcr die Zukunftsthemen in der SPD.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57442 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-626x800.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-626x800.jpg 626w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-47x60.jpg 47w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-768x981.jpg 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-940x1200.jpg 940w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-141x180.jpg 141w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-39x50.jpg 39w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-282x360.jpg 282w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann-600x766.jpg 600w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Pressebild_Manuel-H\u00f6ferlin-MdB_Foto_Christian-Kuhlmann.jpg 2046w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/>Manuel H\u00f6ferlin (FDP)<\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b> Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aufgabe der Politik ist es Rahmenbedingungen f\u00fcr die Digitalisierung zu schaffen, damit Unternehmen ihr volles Potential aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Wenn die Rahmenbedingungen erf\u00fcllt sind, vertrauen wir als Freie Demokraten darauf, dass Unternehmen die Transformation ihrer Prozesse selbstst\u00e4ndig in die Hand nehmen. Im Bereich der Digitalisierung von Unternehmen ist erste Voraussetzung die Anbindung an ein schnelles Netz. Hierf\u00fcr ist zwingend der zeitnahe fl\u00e4chendeckende Ausbau der digitalen Infrastruktur notwendig \u2013 Stichwort gigabitf\u00e4hige Netze. Wenn es um Investitionen im Unternehmen geht, fordern wir zum Beispiel ein Sofortabschreibungsprogramm f\u00fcr digitale G\u00fcter. Ebenso kann Politik vor Ort M\u00f6glichkeiten schaffen, damit aufstrebende Start-Ups und etablierte kleine und mittelst\u00e4ndige Unternehmen zusammentreffen und von der gegenseitigen Expertise profitieren. Aber h\u00e4ufig sind es nicht die Unternehmen, die Starthilfe brauchen, sondern die Bundesregierung selbst hinkt dem digitalen Wandel hinterher.<\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><b> Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Interesse von allen Seiten an Frei(heits)r\u00e4umen f\u00fcr digitales, mobiles Arbeiten steigt weiter an. Ob Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder individuelle Modelle zur Gestaltung der Work-Life-Balance. Mitarbeitende fordern zu Recht von Unternehmen ein, dass die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Die meisten Unternehmen d\u00fcrfen mit ihren Mitarbeitenden aber leider gar nicht so flexible Arbeitsbedingungen vereinbaren, wie das alle Beteiligten eigentlich gerne wollen. Auch hier lautet das Zauberwort: Rahmenbedingungen. Zudem stellt sich die Frage der Digitalisierung der Arbeitswelt nicht nur in Bezug auf den Arbeitsplatz. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften, f\u00fcr die Digitalisierung kein Fremdwort ist, wird weiter steigen. Wir setzen darauf, dass alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch Weiterbildung beim digitalen Wandel auch mithalten k\u00f6nnen. Hier kann Politik Hilfestellungen leisten, indem Weiterbildung ernst genommen und ein zweites Bildungssystem aufgesetzt wird, durch das lebenslanges Lernen keine leere Worth\u00fclse bleibt, sondern in die gelebte Realit\u00e4t \u00fcbersetzt wird.<\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b> Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die neue, digitale Arbeitswelt (\u201eNew Work\u201c) kann sich von der alten insbesondere durch mehr individuelle Freiheit und Selbstbestimmung unterscheiden. Wir schauen deshalb vor allem auf die Chancen, die der digitale Wandel im Bereich New Work bietet. So erleichtern flexible Arbeitsmodelle zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wie bei den gro\u00dfen Umbr\u00fcchen in der Vergangenheit wird uns dabei auch diesmal die Arbeit nicht ausgehen. Zahlreiche Jobs werden sich stark ver\u00e4ndern, manchen Beruf wird es in Zukunft gar nicht mehr geben \u2013 genauso werden aber viele neue Jobs entstehen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen k\u00f6nnen. Deshalb ist es unerl\u00e4sslich, dass der Staat die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch entsprechende Qualifizierungsma\u00dfnahmen durch die digitale Transformation begleitet. Wann und wo jeder Einzelne seinen Job aus\u00fcben m\u00f6chte, ist keine staatliche Aufgabe, sondern ist Vereinbarungssache zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden.<\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b> Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es muss endlich eine politische Innovationskultur aufgebaut werden, die den Wandel hin zu New Work Modellen aktiv gestaltet, anstatt vom Spielfeldrand aus zuzusehen. Vordringlich sind die Flexibilisierung von Arbeitsmodellen und starren rechtlichen Vorschriften. Dar\u00fcber hinaus sind auch Langzeitkonten zum Ansparen von Arbeitszeit-Guthaben ein modernes Instrument, um sich individuell gr\u00f6\u00dfere M\u00f6glichkeiten, etwa f\u00fcr Erziehungs- und Pflegezeiten, Sabbaticals sowie l\u00e4ngere Weiterbildungen, zu nehmen. Deshalb wollen wir die M\u00f6glichkeiten der Mitnahme von Langzeitkonten erh\u00f6hen, die Kompatibilit\u00e4t anderer Instrumente, wie etwa das Elterngeld, verbessern und einen Rechtsanspruch des Arbeitnehmenden auf steuer- und abgabenfreie Entgeltumwandlung einf\u00fchren. Entscheidend ist aber nicht, mit welcher Ma\u00dfnahme wir beginnen, sondern dass wir \u00fcberhaupt anfangen. Denn bisher befinden wir uns im digitalen Tiefschlag. Ein koordinierendes und federf\u00fchrendes Digitalministerium k\u00f6nnte vieles gemeinsam mit den Fachministerien in geordnete Bahnen lenken und die Transformation beschleunigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kurzbiographie:<\/strong> Manuel H\u00f6ferlin war von 2009 bis 2013 und ist seit 2017 Mitglied des Deutschen\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Bundestages. Als Abgeordneter ist er derzeit als digitalpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, als Obmann im Ausschuss Digitale Agenda und als Ordentliches Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Inneres und Heimat t\u00e4tig. Au\u00dferdem ist Manuel H\u00f6ferlin unter anderem Mitglied im politischen Beirat des Blockchain-Bundesverbandes und des KI-Bundesverbandes sowie Mitglied im FDP-Bundesvorstand und im Landesvorstand Rheinland-Pfalz. Dar\u00fcber hinaus ist er Vorsitzender des FDP-Internetlandesverbandes (LV Net).<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Ronja Kemmer (CDU)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57444 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-800x680.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"171\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-800x680.jpg 800w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-60x51.jpg 60w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-768x653.jpg 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-1200x1020.jpg 1200w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-180x153.jpg 180w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-50x43.jpg 50w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-424x360.jpg 424w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Foto_Ronja-Kemmer-600x510.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b>Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die wirtschaftlichen und strategischen Entscheidungen von Unternehmen, trifft das jeweilige Unternehmen innerhalb der staatlichen Rahmenbedingungen selbst. Diese Selbstst\u00e4ndigkeit ist zusammen mit der Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Grundlage unserer sozialen Marktwirtschaft. Als Politik k\u00f6nnen wir kein Unternehmen zum Jagen tragen, aber wenn die Digitalisierung verschlafen wird, dann wird das Unternehmen wohl bald nicht mehr existieren. Als Politik haben wir kein Interesse daran, dass dies passiert. Daher unterst\u00fctzen wir Innovationen und bauen die digitale Infrastruktur aus. Die internen Prozesse m\u00fcssen aber intern gemeistert werden.<\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><b>Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht die Aufgabe des Staates, sondern die des Unternehmens zu schauen wo und wie es sich weiterentwickelt. Das gilt auch in Bezug auf den einzelnen Arbeitsplatz. Die staatliche Aufgabe ist es allerdings auf die Auswirkungen der Digitalisierung zu achten und so zu handeln, dass negative Auswirkungen vermieden werden. Daher bietet der Staat \u00fcber die KfW interessierten Unternehmen g\u00fcnstige Digitalisierungs- und Innovationskredite an, damit diese die Ver\u00e4nderungen finanzieren k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b>Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Selbstverst\u00e4ndlich bleibt die Vollbesch\u00e4ftigung weiterhin das Ziel einer sozialen Arbeitsmarktpolitik. Einige Studien zeigen, dass die Digitalisierung eher mehr Jobs schafft und andere, dass der Fachkr\u00e4ftemangel in Deutschland dadurch abgemildert wird. Nat\u00fcrlich entstehen neue Jobs nicht direkt dort, wo alte wegfallen. Aber wir haben in Deutschland schon einige Strukturwandel erlebt und werden den anstehenden aktiv gestalten. Der Kern liegt viel mehr als fr\u00fcher im lebenslangen Lernen und in der Weiterbildung. Zum anderen definiert sich bei vielen Menschen die Lebensqualit\u00e4t nicht \u00fcber die Freizeit, sondern \u00fcber die Arbeit, die sie gerne aus\u00fcben. <\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b>Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Viel muss noch in der Kommunikation der zuk\u00fcnftigen Ver\u00e4nderungen erreicht werden, damit kein Mensch zur\u00fcckbleibt. Berufe wie Dolmetscher oder Fernfahrer werden ziemlich bald in der heutigen Form verschwunden sein. Das hei\u00dft, die Politik muss heute mit diesen Menschen eine Perspektive f\u00fcr ihr Leben abseits des ausge\u00fcbten Jobs entwickeln. Es bringt nichts krampfhaft an der Vergangenheit festzuhalten, aber es ist die politische Verantwortung die Zukunft chancengerecht zu entwickeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>Kurzbiographie:<\/strong><\/em>\u00a0<em><span style=\"font-weight: 400;\">Ronja Kemmer hat in Deutschland, Schweden und Italien Volkswirtschaftslehre (Economics) studiert und ist seit 2014 Mitglied des Deutschen Bundestags. Sie ist ordentliches Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Bildung, Forschung und Technikfolgenabsch\u00e4tzung, im Ausschuss Digitale Agenda sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Wirtschaft und Energie. Frau Kemmer ist seit September 2018 Obfrau der Unionsfraktion f\u00fcr die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale\u201c.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Joana Cotar (AfD)<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-57446 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-600x800.jpg\" alt=\"\" width=\"152\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-45x60.jpg 45w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-900x1200.jpg 900w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-135x180.jpg 135w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-37x50.jpg 37w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar-270x360.jpg 270w, https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Joana_cotar.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 152px) 100vw, 152px\" \/><\/span><\/h3>\n<ol>\n<li><b>Ist es Aufgabe der Politik, die Digitalisierung in Unternehmen zu f\u00f6rdern?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aufgabe der Politik ist es, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen unter welchen sich sowohl etablierte Unternehmen in ihren Wirtschaftszweigen weiterentwickeln k\u00f6nnen als auch unternehmerischen Freiraum zur Etablierung neuer digitaler Gesch\u00e4ftsmodelle zu schaffen. Deutschland ist in einer guten Ausgangslage diese wirtschaftlichen Gegebenheiten f\u00fcr eine nachhaltig positive wirtschaftliche Entwicklung zusammenzubringen. Um bessere Rahmenbedingungen zu erreichen, muss der b\u00fcrokratische Aufwand bei Unternehmensgr\u00fcndungen verschlankt werden. Dar\u00fcber hinaus ist es wichtig, dass die die Politik die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Erst- und Weiterfinanzierungen verbessert. Gemessen an der Wirtschaftskraft sollte Deutschland sowohl attraktivere Investitionsabschreibungsmodelle anbieten als auch Zugang zu Wagniskapital erleichtern. <\/span><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><b>Sollte die Politik Unternehmen bei der Digitalisierung von Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Politik muss durch geeignete Rahmendbedingungen daf\u00fcr sorgen, dass Unternehmen ein optimales rechtliches, steuerliches und infrastrukturelles Umfeld vorfinden. Dennoch darf Politik nicht versuchen direkt in unternehmerisches Handeln einzugreifen. Unterst\u00fctzend kann die Politik dennoch einen gro\u00dfen Beitrag leisten um das Verst\u00e4ndnis und technologische Wissen grunds\u00e4tzlich zu vergr\u00f6\u00dfern. Hierzu z\u00e4hlen beispielsweise Lehr- und Ausbildungsma\u00dfnahmen sowie der Entwicklung von geeigneten Ausbildungsinhalten und -formaten, Branchenspezifische Forschungs- und Projektf\u00f6rderung. Der Unterst\u00fctzungsbedarf sollte allerdings sowohl von den Unternehmen selbst definiert werden als auch weitestgehend durch nicht-staatliche Marktteilnehmer geleistet werden.<\/span><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><b>Viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bef\u00fcrchten einen Jobverlust aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung in Deutschland. Ist Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcberhaupt noch ein sinnvolles Ziel? Oder bietet sich nicht gerade die Chance, einerseits durch eine Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit mehr Lebensqualit\u00e4t und Weiterbildung und andererseits eine gerechtere Verteilung von Arbeit zu erm\u00f6glichen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die individuelle Definition von Lebensqualit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht unbedingt in verk\u00fcrzter Arbeitszeit abbilden. Auch f\u00fchrt Fortbildung nicht per se zu gerechte verteilter Arbeit. Ein hoher Besch\u00e4ftigungsgrad in Deutschland bietet insgesamt als Wirtschaftsstandort, Arbeitnehmern aber auch Unternehmen Vorteile. In unserer sozialen Marktwirtschaft bieten diese Rahmenbedingungen die Grundlage f\u00fcr selbstst\u00e4ndige Weiterentwicklung. Angesichts von zunehmend digitalisierten Produkten, Dienstleistungen und Wertsch\u00f6pfungsprozessen ist es nachvollziehbar, dass Arbeitnehmer ohne entsprechende berufliche Qualifizierung um den Wegfall ihres Arbeitsplatzes f\u00fcrchten. Hier sind prim\u00e4r Arbeitnehmer, Arbeitgeber aber auch \u00f6ffentliche Weiterbildungsanbieter gefragt tragf\u00e4hige Besch\u00e4ftigungskonzepte zu entwickeln. <\/span><\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><b>Wo besteht Ihrer Ansicht nach am dringlichsten Bedarf sich politisch mit der Digitalisierung des Arbeitslebens auseinanderzusetzen?<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Digitalisierung beeinflusst unsere Arbeitswelt branchen\u00fcbergreifend in grundlegender und nachhaltiger Weise. Eine weitere Spaltung der Gesellschaft in digital Qualifizierte und digital nicht-Qualifizierte muss daher minimiert werden. Wesentlicher Optimierungsbedarf besteht bei arbeitsrechtlichen Grundlagen, wie dem Arbeitszeitgesetz, die Arbeitsst\u00e4ttenverordnung oder dem Entsendegesetz. Dar\u00fcber hinaus sind in der sogenannten \u201eSharing Economy\u201c und den damit verbundenen \u201eCrowdworking-Plattformen\u201c dem derzeit bestehenden Arbeitsrecht anzupassen. Dar\u00fcber hinaus ist ein starker Fokus auf die F\u00f6rderung der individuellen Digitalkompetenzen zu legen. Sowohl in der Schule als auch in der weiterf\u00fchrenden, berufsqualifizierenden Ausbildung muss generelles digitales Verst\u00e4ndnis und individuelles Interesse an digitaler Technologie entwickelt und vertieft werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>Kurzbiographie:<\/strong> Joana Cotar ist Bundestagsabgeordnete und digitalpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Die 1973 geborene Veranstaltungsmanagerin studierte Politikwissenschaft und Germanistik an der Universit\u00e4t Mannheim. Zu ihren politischen Schwerpunktthemen z\u00e4hlen vor allem der Einsatz f\u00fcr B\u00fcrgerrechte und die Freiheit des Internets. Aus dieser Warte setzt sich die Politikerin seit Langem kritisch mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) sowie mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und anderen digitalpolitischen Entwicklungen auseinander.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"action\" href=\"https:\/\/www.hiig.de\/dossier\/arbeit-im-digitalen-zeitalter\/\">Hier finden sie mehr Artikel aus unserem Dossier \u201eArbeit im digitalen Zeitalter\u201c.<\/a><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fstill-neuland%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Still%20%E2%80%9CNeuland%E2%80%9D%3F https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fstill-neuland%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fstill-neuland%2F&subject=Still%20%E2%80%9CNeuland%E2%80%9D%3F\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The digitisation of the world of labour \u2013 this has almost become a mantra. 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