{"id":53210,"date":"2018-10-02T07:50:31","date_gmt":"2018-10-02T05:50:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/?p=53210"},"modified":"2023-03-28T17:12:39","modified_gmt":"2023-03-28T15:12:39","slug":"surveillance-capitalism-shoshana-zuboff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/surveillance-capitalism-shoshana-zuboff\/","title":{"rendered":"What is surveillance capitalism?"},"content":{"rendered":"<p><em>Big Brother is watching you. And not only that &#8211; new methods of evaluating and manipulating behavior are starting to threaten our freedom. In her new book &#8220;The Age of Surveillance Capitalism. The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power&#8221;, Harvard economist <strong>Shoshana Zuboff<\/strong> takes a critical look at the new markets in which people are only the source of free raw materials: Suppliers of data. Can politics curb the growing power of high-tech giants and minimize new forms of social inequality &#8211; or is resistance futile anyway?<\/em><\/p>\n<p>\u00dcberwachungskapitalismus beansprucht einseitig menschliche Erfahrung als Rohstoff zur Umwandlung in Verhaltensdaten. Ein Teil dieser Daten dient der Verbesserung von Produkten und Diensten, den Rest erkl\u00e4rt man zu propriet\u00e4rem Verhaltens\u00fcberschuss, aus dem man mithilfe fortgeschrittener Fabrikationsprozesse, die wir unter der Bezeichnung \u201eMaschinen- oder k\u00fcnstliche Intelligenz\u201c zusammenfassen, Vorhersageprodukte fertigt, die erahnen, was sie jetzt, in K\u00fcrze oder irgendwann tun. Und schlie\u00dflich werden diese Vorhersageprodukte auf einer neuen Art von Marktplatz f\u00fcr Verhaltensvorhersagen gehandelt, den ich als Verhaltensterminkontraktmarkt bezeichne. So erpicht wie zahllose Unternehmen darauf sind, auf unser k\u00fcnftiges Verhalten zu wetten, haben \u00dcberwachungskapitalisten es mittels dieser Operationen zu immensem Wohlstand gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"action\" href=\"https:\/\/www.hiig.de\/en\/events\/shoshana-zuboff-surveillance-capitalism-and-democracy\/\">Zuboff holds a lecture about surveillance capitalism on 6 November<\/a><\/p>\n<p>Wie wir in den kommenden Kapiteln sehen werden, zwingt die Wettbewerbsdynamik die \u00dcberwachungskapitalisten zum Erwerb immer aussagekr\u00e4ftigerer Quellen f\u00fcr Verhaltens\u00fcberschuss, wie sie etwa unsere Stimmen, Pers\u00f6nlichkeiten und Emotionen darstellen. Und schlie\u00dflich sind sie dahintergekommen, dass man die aussagekr\u00e4ftigsten Verhaltensdaten \u00fcberhaupt durch den aktiven Eingriff in den Stand der Dinge bekommt, mit anderen Worten, indem man Verhalten anst\u00f6\u00dft, heraus kitzelt, tunt und in der Herde in Richtung profitabler Ergebnisse treibt. Motor dieser Entwicklung ist der Wettbewerbsdruck; Ergebnis dieses Wandels ist, dass automatisierte Maschinenprozesse unser Verhalten nicht nur kennen, sondern auch in einer wirtschaftlichen Gr\u00f6\u00dfenordnung auszuformen verm\u00f6gen. Angesichts dieser Abwendung vom blo\u00dfen Wissen hin zur Machtaus\u00fcbung gen\u00fcgt es nicht mehr, den Fluss der Informationen \u00fcber uns zu automatisieren. Das neue Ziel besteht darin, uns selbst zu automatisieren. In dieser Evolutionsphase des \u00dcberwachungskapitalismus werden die Produktionsmittel zunehmend komplexen und umfassenden \u201eVerhaltensmodifikationsmitteln\u201c untergeordnet. Auf diese Weise gebiert der \u00dcberwachungskapitalismus eine neue Spezies von Macht, die ich als Instrumentarismus bezeichne. Instrument\u00e4re Macht kennt und formt menschliches Verhalten im Sinne der Ziele anderer. Anstatt Waffen und Armeen bedient sie sich zur Durchsetzung ihres Willens eines automatisierten Mediums: der zunehmend allgegenw\u00e4rtigen rechnergest\u00fctzten Architektur \u201eintelligenter\u201c vernetzter Ger\u00e4te, Dinge und R\u00e4ume.<\/p>\n<p>In den folgenden Kapiteln folgen wir dem Wachstum und der Ausbreitung dieser Operationen und der instrument\u00e4ren Macht, die sie st\u00fctzt. Es ist schwierig geworden, diesem k\u00fchnen Marktprojekt zu entkommen, reichen seine Tentakel doch mittlerweile von der sachten Beeinflussung argloser Pok\u00e9mon-Go-Spieler, ihr Geld in Restaurants, Bars, Imbissstuben und Gesch\u00e4fte zu tragen, die f\u00fcr ihre Wetten auf den Verhaltensterminkontraktm\u00e4rkten bezahlen, bis hin zur skrupellosen Enteignung von Facebook-Profilen zum Zweck der Ausformung individuellen Verhaltens \u2013 sei es der Kauf einer Pickelsalbe freitags um Viertel vor sechs, der Klick auf ein Paar Laufschuhe w\u00e4hrend des Endorphinschubs nach dem Jogging am Sonntagmorgen oder die Parlamentswahl kommende Woche. So wie der Industriekapitalismus sich zur fortw\u00e4hrenden Weiterentwicklung der Produktionsmittel f\u00fcr die Herstellung preiswerter Produkte gezwungen sah, so sind die \u00dcberwachungskapitalisten und ihr Klientel heute Sklaven der fortw\u00e4hrenden Weiterentwicklung ihrer Mittel zur Verhaltensmodifikation und der zunehmenden Gewalt instrument\u00e4rer Macht.<\/p>\n<h3>Schluss mit digitalen Utopien<\/h3>\n<p>Der \u00dcberwachungskapitalismus l\u00e4uft dem urspr\u00fcnglichen digitalen Traum zuwider; das urspr\u00fcngliche Konzept des \u201ebewussten Zuhauses\u201c ist dank seiner l\u00e4ngst obsolet. Er macht Schluss mit der Illusion, der vernetzten Form eigne so etwas wie eine immanente Moral \u2013 dass \u201everbunden\u201c zu sein doch essenziell prosozial und integrativ sein m\u00fcsse oder von Natur aus zur Demokratisierung von Wissen neige. Digitales Verbundensein ist heute ein Mittel zu anderer Leute gesch\u00e4ftlichen Zielen. Im Grunde seines Wesens ist der \u00dcberwachungskapitalismus parasit\u00e4r und selbstreferenziell. Er haucht der alten Vorstellung vom Kapitalismus als sich von der Arbeit n\u00e4hrendem Vampir neues Leben ein \u2013 wenn auch mit einem von Marx nicht vorhergesehenen Dreh: Anstatt von Arbeit n\u00e4hrt der \u00dcberwachungskapitalismus sich von jeder Art menschlicher Erfahrung.<\/p>\n<p>Erfunden und perfektioniert hat den \u00dcberwachungskapitalismus Google, und zwar so ziemlich auf dieselbe Art, wie General Motors den Managementkapitalismus erfunden und zur Vollendung gebracht hat. Google war der Pionier des \u00dcberwachungskapitalismus sowohl in der Theorie als auch in der Praxis; Google hatte das Geld f\u00fcr Forschung und Entwicklung; Google bahnte hinsichtlich Experiment und Implementierung den Weg. Nur dass das Unternehmen diesen Weg heute nicht mehr alleine geht. Der \u00dcberwachungskapitalismus breitete sich rasch auf Facebook und Microsoft aus, und es gibt Hinweise darauf, dass auch Amazon diesen Weg eingeschlagen hat. Und f\u00fcr Apple stellt er als Bedrohung von au\u00dfen wie als Ausl\u00f6ser interner Debatten eine unabl\u00e4ssige Herausforderung dar.<\/p>\n<p>Als Pionier des \u00dcberwachungskapitalismus hat Google eine beispiellose Marktoperation losgetreten, einen Vorsto\u00df in die unkartierten Weiten des Internets, wo es mangels Gesetz oder Wettbewerb so gut wie keine Hindernisse gab \u2013 die Analogie mit einer invasiven Spezies in einem \u00d6kosystem ohne nat\u00fcrliche Feinde dr\u00e4ngt sich auf. Man z\u00f6gerte nicht, sich bestehenden Rechts zu bedienen, um sein Anrecht auf diesen rechtsfreien Raum geltend zu machen, und betrieb die systemische Geschlossenheit seiner Gesch\u00e4fte mit einem halsbrecherischen Tempo, dem weder der Staat noch der Privatmensch zu folgen vermochte. Au\u00dferdem profitierte Google von den Wendungen der Geschichte. Da ein nationaler Sicherheitsapparat sich nach 9\/11 zum Handeln gezwungen sah, zeigte er sich, um der Allwissenheit und ihres Gewissheitsversprechens willen, mehr als geneigt, Googles im Entstehen begriffene M\u00f6glichkeiten zu hegen, nachzuahmen, zu sch\u00fctzen, sich diese n\u00f6tigenfalls sogar anzueignen.<\/p>\n<p>Rasch erkannten die \u00dcberwachungskapitalisten, dass sie tun und lassen konnten, was sie wollten. Im modischen Gewand von Anwaltschaftlichkeit und Emanzipation machte man sich die \u00c4ngste der Zweiten Moderne zunutze, w\u00e4hrend die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen stattfand. Die Tarnkappe, unter der man dabei arbeitete, wob man zu gleichen Teilen aus der Rhetorik eines zu Ungeahntem bef\u00e4higenden Internets, einer flinken Vorgehensweise, der Gewissheit eines immensen Ertragsstroms und der Schutzlosigkeit des unzivilisierten Territoriums, das da zu erobern war. Sie arbeiteten dabei im Schutz der Unlesbarkeit automatisierter propriet\u00e4rer Prozesse, der Unwissenheit, die diese Prozesse erzeugen, sowie dem Gef\u00fchl der Unabwendbarkeit, das sie bef\u00f6rdern.<\/p>\n<h3>Wir werden entm\u00fcndigt \u2013 und m\u00fcssen auch noch daf\u00fcr bezahlen<\/h3>\n<p>Der \u00dcberwachungskapitalismus beschr\u00e4nkt sich l\u00e4ngst nicht mehr auf den dramatischen Wettbewerb zwischen den gro\u00dfen Internetfirmen, deren Verhaltensterminkontraktm\u00e4rkte zun\u00e4chst nur auf die Online-Werbung gerichtet waren; seine \u00f6konomischen Imperative und Mechanismen sind zum Standardmodell praktisch aller webbasierten Unternehmen geworden. Und schlie\u00dflich sorgte der Wettbewerbsdruck dann auch f\u00fcr die Ausdehnung in die Offline-Welt, wo dieselben Grundmechanismen, die Sie online Ihres Browserverhaltens, Ihrer \u201eLikes\u201c und Klicks enteignen, auf Ihr Jogging im Park, auf Ihre Fr\u00fchst\u00fcckskonversation und auf Ihre Jagd nach einem Parkplatz gerichtet sind. Und die Verhaltensterminkontraktm\u00e4rkte, auf denen heute Vorhersageprodukte gehandelt werden, erstrecken sich weit \u00fcber die zielgerichtete Online-Werbung hinaus auf zahlreiche andere Gesch\u00e4ftsfelder, so etwa Versicherungen, Einzelhandel, Finanzwesen und ein wachsendes Spektrum von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, die fest entschlossen sind, an diesen neuen und profitablen M\u00e4rkten teilzuhaben. Egal, ob es um \u201eintelligente\u201c Ger\u00e4te f\u00fcr zuhause geht, um \u201everhaltensorientierte\u201c Versicherungspr\u00e4mien oder irgendeine von Tausenden von anderen Transaktionen, wir sehen uns entm\u00fcndigt und m\u00fcssen daf\u00fcr auch noch bezahlen.<\/p>\n<p>So gesehen sind die Produkte und Dienstleistungen des \u00dcberwachungskapitalismus mitnichten die Objekte eines Wertaustauschs; von einer konstruktiven Reziprozit\u00e4t zwischen Produzent und Konsument kann hier keine Rede mehr sein. Vielmehr sind sie \u201eK\u00f6der\u201c, die die Nutzer in seine ausbeuterischen Operationen locken, in denen man ihre pers\u00f6nliche Erfahrungswelt ausschlachtet und als Mittel zu anderer Leute Ziele verpackt und verkauft. Weder sind wir die \u201eKunden\u201c des \u00dcberwachungskapitalismus, noch gilt das Motto \u201ewenn es nichts kostet, bist du das Produkt\u201c. Wir sind die Quellen f\u00fcr den alles entscheidenden \u00dcberschuss des \u00dcberwachungskapitalismus \u2013 die Objekte einer technologisch fortgeschrittenen und zunehmend unentrinnbaren Operation zur Rohstoffgewinnung. Die eigentlichen Kunden des \u00dcberwachungskapitalismus sind die Unternehmen, die ihre Wetten auf seinen M\u00e4rkten f\u00fcr k\u00fcnftiges Verhalten platzieren.<\/p>\n<p>Diese Logik macht unser Alltagsleben zur t\u00e4glichen Erneuerung eines zeitgen\u00f6ssischen faustischen Pakts. \u201eFaustisch\u201c deshalb, weil es uns \u2013 trotz des Umstands, dass das, was wir daf\u00fcr geben m\u00fcssen, unser Leben auf immer ver\u00e4ndern wird \u2013 nahezu unm\u00f6glich ist, uns diesem Pakt zu entziehen. Bedenken Sie Folgendes: Das Internet ist unabdingbar geworden f\u00fcr soziale Teilhabe; das Internet ist heute vom Kommerz bestimmt; dieser Kommerz ist heute dem \u00dcberwachungskapitalismus untergeordnet. Unsere Abh\u00e4ngigkeit steht demnach im Herzen des kommerziellen \u00dcberwachungsprojekts, in dem unser gef\u00fchltes Bed\u00fcrfnis nach einem effektiven Leben mit der Neigung ringt, seinen dreisten Eingriffen zu widerstehen. Dieser Konflikt sorgt f\u00fcr eine seelisch-geistige Abstumpfung, die uns dickfellig macht gegen\u00fcber der Realit\u00e4t, getrackt, geparst, ausgewrungen und modifiziert zu werden. Sie sorgt f\u00fcr eine Neigung, uns die Lage in einer Art zynischer Resignation sch\u00f6nzureden, uns mit Ausfl\u00fcchten \u2013 \u201eich habe ja nichts zu verstecken\u201c \u2013 zu verteidigen oder den Kopf sonst wie in den Sand zu stecken. Wir entscheiden uns also aus \u00dcberdruss und Hilflosigkeit f\u00fcr die Unwissenheit. So zwingt uns der \u00dcberwachungskapitalismus, eine von Grund auf illegitime Entscheidung zu treffen, die eines Individuums im 21. Jahrhundert unw\u00fcrdig ist. Und dass sie zum Normalfall wird, l\u00e4sst uns, obschon in Ketten gelegt, auch noch jubilieren.<\/p>\n<h3>Asymmetrien an Wissen und Macht<\/h3>\n<p>Der \u00dcberwachungskapitalismus operiert mittels dieser beispiellosen Asymmetrien an Wissen und der Macht, die damit einhergeht. \u00dcberwachungskapitalisten wissen alles \u00fcber uns, w\u00e4hrend ihre Operationen so gestaltet sind, uns gegen\u00fcber unkenntlich zu sein. \u00dcberwachungskapitalisten entziehen uns unermessliche Mengen neuen Wissens, aber nicht f\u00fcr uns; sie sagen unsere Zukunft nicht zu unserem, sondern zu anderer Leute Vorteil voraus. Solange wir dem \u00dcberwachungskapitalismus und seinen Verhaltensterminkontraktm\u00e4rkten zu florieren gestatten, solange wird der Besitz der neuen Verhaltensmodifikationsmittel den Besitz der Produktionsmittel als Ursprung kapitalistischen Wohlstands und der Macht im 21. Jahrhundert in den Schatten stellen.<\/p>\n<p>Wir werden diese Tatsachen und ihre Auswirkungen auf unser individuelles Leben, unsere Gesellschaften und unsere sich herausbildende Informationszivilisation in den folgenden Kapiteln genauer unter die Lupe nehmen. Die Indizien, so wie ich sie verstehe, legen den Schluss nahe, dass es sich beim \u00dcberwachungskapitalismus um eine aus dem Ruder gelaufene, von neuartigen \u00f6konomischen Imperativen getriebene Kraft handelt, die nicht nur soziale Normen ignoriert, sondern auch die Naturrechte aufhebt, die wir mit der Souver\u00e4nit\u00e4t des Einzelnen verbinden und auf denen jede M\u00f6glichkeit von Demokratie an sich baut.<\/p>\n<p>So wie die Industriezivilisation auf Kosten der Natur florierte und uns heute die Erde zu kosten droht, wird eine vom \u00dcberwachungskapitalismus und seiner instrument\u00e4ren Macht gepr\u00e4gte Informationszivilisation auf Kosten der menschlichen Natur florieren, womit sie uns unser Menschsein zu kosten droht. Das industrielle Erbe eines Klimadesasters erf\u00fcllt uns mit Schrecken, Gewissensbissen und Angst. Vor welchem ungeahnten Erbe von Sch\u00e4digungen und Gewissensbissen werden sich dann k\u00fcnftige Generationen sehen, wenn der \u00dcberwachungskapitalismus die beherrschende Form des Informationskapitalismus unserer Zeit werden sollte? Wenn Sie diese Zeilen lesen, wird die Reichweite dieser neuen Form bereits weiter zugenommen haben, schlie\u00dflich machen immer mehr Unternehmen, Start-ups, App-Entwickler und Investoren unter dem Banner dieser plausibelsten aller Versionen des Informationskapitalismus mobil. Diese Mobilisierung und der Widerstand, den sie zeitigt, werden eines der wesentlichen Schlachtfelder im Kampf um die M\u00f6glichkeit einer menschlichen Zukunft an der neuen Grenze der Macht definieren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-53205\" src=\"https:\/\/www.hiig.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/zuboff-buch.png\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"250\" \/>Dieser Text ist ein Auszug aus\u00a0Shoshana Zuboff&#8217;s neuem Buch <a href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/wirtschaft-gesellschaft\/wirtschaft\/das_zeitalter_des_ueberwachungskapitalismus-15097.html\">\u201eDas Zeitalter des \u00dcberwachungskapitalismus\u201c<\/a> und wurde mit freundlicher Genehmigung des Campus Verlags\u00a0ver\u00f6ffentlicht. Die deutschsprachige Ausgabe\u00a0ist ab dem 4. Oktober erh\u00e4ltlich.\u00a0<\/em><em>Die amerikanische Originalausgabe <a href=\"https:\/\/www.publicaffairsbooks.com\/titles\/shoshana-zuboff\/the-age-of-surveillance-capitalism\/9781610395694\/\">\u201eThe Age of Surveillance Capitalism. The Fight for a Human Future at the New Frontier of Power\u201c<\/a> wird am 15. Januar 2019<\/em><em>\u00a0bei PublicAffairs erscheinen.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Shoshana Zuboff<\/strong> was one of the first women to hold a chair at Harvard Business School in 1981. In 1988 she wrote the best-selling and long-selling book \u201cIn the Age of the Smart Machine\u201d, in which, as a social scientist and economist, she predicted technological developments and the resulting control mechanisms. Her term \u201cDark Google\u201d in 2014 marked the debate about the digital future and big data. The magazine strategy+business describes her as one of the eleven most original economic thinkers in the world.<\/em><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fsurveillance-capitalism-shoshana-zuboff%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=What%20is%20surveillance%20capitalism%3F https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fsurveillance-capitalism-shoshana-zuboff%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fsurveillance-capitalism-shoshana-zuboff%2F&subject=What%20is%20surveillance%20capitalism%3F\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Big Brother is watching you. 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