{"id":50669,"date":"2018-07-24T14:45:51","date_gmt":"2018-07-24T12:45:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/antworten-aus-der-vergangenheit\/"},"modified":"2023-03-28T15:25:46","modified_gmt":"2023-03-28T13:25:46","slug":"answers-from-the-past","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/answers-from-the-past\/","title":{"rendered":"Answers from the past"},"content":{"rendered":"<p><em>Recently, reports on the various aspects of the &#8220;future of work&#8221; have been accumulating. Nevertheless, the visions about the digital society and the role of work in it seem to be rather vague. What&#8217;s more, the moment when machines become autonomous \u2013 which can already occur in the next 20 years \u2013, we face an &#8220;unclear&#8221; and &#8220;mysterious future&#8221; anyway.<\/em><\/p>\n<h3>\u201eDigitale\u201c Visionen von Marx, Keynes und Schumpeter: Jenseits der Zukunft der Arbeit.<\/h3>\n<p>Doch es wirkt unwahrscheinlich, dass sich die wichtigsten Wirtschaftsdenker der Vergangenheit zu diesem Thema noch nie Gedanken gemacht haben? Gibt es denn von den Klassikern der politischen \u00d6konomie, wie Marx, Keynes und Schumpeter keinen Beitrag, der uns helfen kann, m\u00f6gliche Szenarien zu erkennen? Doch, denn alle drei haben sich sehr intensiv mit der Zukunft auseinandergesetzt und diese Szenarien auch in Schriften festgehalten. Den technischen Fortschritt in der heutigen Dimension (AI, Blockchain, Plattformen etc.) konnten sie nat\u00fcrlich nicht antizipieren, trotzdem lohnt es sich, ihre Ans\u00e4tze auch heute noch zu \u00fcberpr\u00fcfen. Insbesondere, wenn man diese Texte in den Kontext der heutigen technologischen Entwicklungen setzt \u2013, so wie es etwa der austro-kanadische Roboterforscher <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Moravec\">Hans Moravec<\/a> tut \u2013 gewinnen sie eine neue Brisanz.<\/p>\n<h3>Ziel war schon immer, den Menschen zu ersetzen<\/h3>\n<p>Betrachtet man die die Zielsetzung hinter der Technologieentwicklung und vor allem der k\u00fcnstlichen Intelligenz und Robotik wird klar, dass diese immer dazu dienten, Menschen zu ersetzen. Der Grund hierf\u00fcr war historisch gesehen die Sorge vor dem potentiell widerst\u00e4ndigen Individuum, das sich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg begann, <a href=\"https:\/\/spectrum.ieee.org\/tech-history\/silicon-revolution\/how-william-shockleys-robot-dream-helped-launch-silicon-valley\">politisch zu organisieren<\/a>. Dies f\u00fchrte l\u00e4ngerfristig gesehen zu einer stetigen Erh\u00f6hung der Inputkosten (L\u00f6hne) \u2013 bis zu dem Punkt, an dem der Kapitalismus f\u00fcr den Kapitalisten uninteressant wurde, wie der Historiker <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Immanuel_Wallerstein\">Immanuel Wallerstein<\/a> s\u00fcffisant anmerkte.<\/p>\n<p>Zwar existierte auch eine Denkschule, die Maschinen zu Unterst\u00fctzern des Menschen erschaffen wollte (Intelligence Augmentation = IA), letztendlich setzte sich aber die Sichtweise der k\u00fcnstlichen Intelligenz durch (Artificial Intelligence = AI), die den Menschen substituieren soll. Dass es heute zahlreiche Anwendungen von IA gibt, liegt also vielmehr daran, dass die AI in ihrer Programmierung noch nicht weit genug ist. (Ein Beispiel: Der Chauffeur f\u00e4hrt so lange mit Navigationssystem, bis das Auto selbst fahren kann). Und \u00fcberhaupt: Wenn Unternehmen menschliche Entscheidungen zu einem Preis ersetzen k\u00f6nnen, der bei einem Drittel des Lohns eines chinesischen Wanderarbeiters liegt, wird klar, wie die Zukunft aussehen wird.<\/p>\n<h3>Emanzipation von der Arbeit<\/h3>\n<p>Dieser Zustand wurde interessanterweise von Karl Marx vorhergesehen. In einer kurzen Ausf\u00fchrung, auch das \u201e<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/dossiers\/empire\/maschinenfragment.pdf\">Maschinenfragment<\/a>\u201c genannt, r\u00e4sonierte er 1870 dar\u00fcber, dass der Wissensfortschritt der Gesellschaft \u2013 der General Intellect \u2013 irgendwann dazu f\u00fchren wird, dass der Arbeitsaufwand f\u00fcr den Einzelnen zur\u00fcckgeht. Das Kapital wird in der Maschine akkumuliert, die die Arbeit ausf\u00fchrt. Das System der Maschinen \u2013 man muss hier unwillk\u00fcrlich an das Konzept von \u201eIndustrie 4.0\u201c denken \u2013 wird zum von Karl Marx in diesem Zusammenhang gepr\u00e4gten \u201eAutomaton\u201c. Der Arbeiter verf\u00fcgt in diesem Konstrukt \u00fcber mehr Arbeitszeit und hat so das Potenzial, sich von der Arbeit zu emanzipieren. Marx sah die digitale \u00d6konomie mit ihren Technologien nicht im Detail voraus, erkannte aber, dass der zuk\u00fcnftige Kapitalismus, weniger kapitalistisch sein wird (z.B. Shared Economy, Open Educational Resources, Open Source Code, Peer-to-Peer-Produktion).<\/p>\n<p>Allerdings \u2013 und hier wird es wirklich prophetisch \u2013 erkannte Marx, dass der Kapitalismus diesen \u201eAuszug\u201c der Arbeiter nicht ohne weiteres erlauben wird. Denn Mehrwert wird f\u00fcr Marx schlie\u00dflich noch immer vom Menschen erzeugt. Und so kann man vielleicht die \u201eR\u00fcckholaktionen\u201c von heutigen Unternehmen deuten, die den geflohenen \u201efreien Produzenten\u201c (Peer) wieder in die Wertsch\u00f6pfung der Hierarchie integrieren wollen. \u00dcber virtuelle Plattformen, Innovation Hubs und FabLabs (offene Hightech-Werkstatt) werden die \u201eentlaufenen\u201c Programmierer und Designer zur\u00fcckgeholt und deren Arbeit monetarisiert, sofern sie zuvor unentgeltlich war (Open Source).<\/p>\n<p>Der Cognitive Surplus \u2013 jene gigantische Masse an Talenten und Motivationen \u2013 die der Bildungssektor damals zwar erzeugte, die die arbeitsteilige Hierarchie aber nicht nutzte , muss wieder verwertbar gemacht werden. Und so machen heute gro\u00dfe IT-Unternehmen einen gewichtigen Teil ihres Umsatzes mit Beratungsleistungen zu Open Source-Produkten, die die Crowd unbezahlt entwickelt hat. Der traditionelle Sektor sorgt also daf\u00fcr, dass sich \u201eder Arbeiter\u201c nicht selbst konstituieren kann: Eine Fahrergenossenschaft bekommt auf dem Kapitalmarkt kein Geld, Uber als Aktiengesellschaft hingegen schon. Ein weiteres Ph\u00e4nomen in diesem Kontext ist, dass insgesamt nur wenige Arbeitspl\u00e4tze durch die Automatisierung verloren gehen. Dies n\u00e4hrt die Hoffnung, dass es auch diesmal \u201enicht so schlimm wird\u201c und es zu einer Umverteilung von Jobs kommen wird; man also mit mehr Bildung die Sache in den Griff bekommen kann.<\/p>\n<h3>Bullshit-Jobs halten das System am Laufen<\/h3>\n<p>Interessanterweise sind einige dieser Wachstumsberufe, umgangssprachlich \u201e<a href=\"https:\/\/www.wildcat-www.de\/dossiers\/empire\/maschinenfragment.pdf\">Bullshit-Jobs<\/a>\u201c genannt, die eigentlich nicht wertsch\u00f6pfend sind (Unternehmensanw\u00e4lte, Lobbyisten, Berater, Regulatoren etc.) und dennoch besser bezahlt werden als Jobs, die von der Gesellschaft ben\u00f6tigt werden (Lehrer, Pfleger, etc.). Der Namensgeber dieser Berufsgruppe, der US-amerikanische Ethnologe David Graeber, konnte es sich nicht erkl\u00e4ren, wie eine auf Effizienz ausgerichtete Wirtschaft hunderttausende derartiger Jobs schaffen konnte. Marx h\u00e4tte wohl auch hier eine Antwort parat: Das System verdient trotzdem Geld mit diesen Jobs, obwohl deren Gebrauchswert f\u00fcr die Gesellschaft gering ist und den Inhabern durchaus klar ist, dass sie Dinge tun, die unbefriedigend sind. Bullshit-Jobs haben zudem auch einen stabilisierenden Effekt, da viele kluge Leute ihre Zeit nicht dazu verwenden, neuen, effektiven und befriedigenden T\u00e4tigkeiten nachzugehen, oder gar das System als solches zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Man sollte also die die Beharrungskr\u00e4fte des Kapitalismus und seinen Erfindungsreichtum nicht untersch\u00e4tzen, wenn es darum geht, eigentlich artfremde Arbeit zu reintegrieren und zu monetarisieren. Doch warum existiert dieses Bestreben, den Arbeiter unbedingt in der Fabrik zu halten, wenn es dort nichts mehr zu tun gibt? Dies hat wohl auch mit \u00c4ngsten vor sozialen Verschiebungen zu tun, die entstehen, wenn Menschen die M\u00f6glichkeit haben, sich zu einem autonomen Individuum im Sinne des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Humboldtsches_Bildungsideal\">Humboldt\u2019schen Ideals<\/a> zu emanzipieren. Wenn \u2013 um im Sinne von Marx zu sprechen \u2013 also die M\u00f6glichkeit besteht, \u201eheute dies und morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu betreiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je J\u00e4ger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.\u201c<\/p>\n<h3>Bringt die Zukunft weniger Arbeit im klassischen Sinne?<\/h3>\n<p>Der heute gel\u00e4ufige Diskurs scheint solche Visionen nur schwer zu ertragen. Oder mit den Worten der fr\u00fcheren deutschen Arbeitsministerin Andrea Nahles: W\u00fcrden wir denn nicht zwangsweise in die Situation kommen \u201edass keiner mehr schlechte oder niedrig bezahlte Arbeit machen m\u00f6chte\u201c? Dies soll nicht hei\u00dfen, dass sich die gro\u00dfen Geister der Wirtschaftswissenschaft hierzu keine Gedanken machten. Maynard Keynes etwa erkannte wie kein anderer, dass es nicht das Ziel sein kann, den Menschen unbedingt in der Fabrik zu halten. So stellte er 1930 \u2013 ausgerechnet im krisengesch\u00fcttelten Madrid am Vorabend des B\u00fcrgerkrieges \u2013 seinen Aufsatz \u201e<a href=\"https:\/\/assets.aspeninstitute.org\/content\/uploads\/files\/content\/upload\/Intro_and_Section_I.pdf\">Economic Possibilities for our Grandchildren<\/a>\u201c vor. Und wenig \u00fcberraschend wendete er sich bei der Beantwortung der Frage, welchen Aufgaben der Mensch sich in Zukunft widmen wird, Themen wie Freizeit, Erziehung, Ethik oder Kultur zu. Bereiche also, die nicht im Kern \u00f6konomischer Diskurse liegen und dem spanischen Publikum der 1930er-Jahre seltsam erscheinen mussten. Er machte nebenbei auch auf einen interessanten Aspekt aufmerksam: Wenn die Zukunft weniger mit Arbeit im klassischen Sinne zu tun hat, dann sind \u00d6konomen vielleicht auch nicht die richtigen, um dieses Thema zu adressieren.<\/p>\n<p>Es ist allerdings nicht so, dass keine Ideen zu einer technisierten Gesellschaft existieren w\u00fcrden. Die Vision von Hans Moravec, die dieser bereits im letzten Jahrtausend entwickelte, hat an Aktualit\u00e4t nicht verloren: Arbeit wird \u00fcberwiegend in Roboterfabriken stattfinden, die auch von Robotern geleitet werden. Diese Idee liefert dann einen Ausweg aus dem Dilemma, welches Joseph Schumpeter bei seinen \u00dcberlegungen zur Wirtschaft und Demokratie in monopolitischen \u00d6konomien (er nannte diese \u201esozialistisch\u201c) erkannte: Der Unternehmer bei Schumpeter \u201everarmt\u201c ab dem Zeitpunkt, an dem Bed\u00fcrfnisse gedeckt sind und das Monopol seine Assets nicht mehr durch Innovationen zerst\u00f6ren will. Der \u201eRoboboss\u201c w\u00e4re hier v\u00f6llig anders, denn er ben\u00f6tigt kein Gehalt und befindet sich im gnadenlosen Wettbewerb mit anderen Fabriken. Sein Ziel ist nicht die Profitmaximierung, sondern das \u00dcberleben der eigenen Fabrik. Roboterfabriken zahlen Steuern in Communities, in denen sich Menschen zusammengefunden haben, die sehr \u00e4hnliche Leidenschaft und Interessen haben (sogenannte \u201eTribes\u201c). Moravec nennt die Schweiz mit ihren autonomen Kantonen sowie die reichen Golfl\u00e4nder als Vorbilder: Dort w\u00fcrden schon heute asiatische Sklavenarbeiter als Robotersurrogat Leistungen erbringen, die es einer Bev\u00f6lkerung erm\u00f6glichen, so zu leben, wie sie das will. Mit einem Grundeinkommen ausgestattet, w\u00fcrden die Mitglieder der Tribes an Dingen arbeiten, die sie interessieren, sich aber gleichzeitig mit Kultur, Politik, Religion und Freundschaften befassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"action\" href=\"https:\/\/www.hiig.de\/en\/dossier\/work-in-the-digital-age\/\">Also read our issue in focus: Work in the digital age<\/a><\/p>\n<p>Die spannende Frage scheint nun zu sein, wie solche Szenarien erreichbar werden: Wie kommen wir von den entstehenden globalen Plattformgiganten zu solchen Tribes? Offenbar f\u00fchrt dieser Weg auch \u00fcber die Emanzipation der Maschinen vom Menschen (Singularity). Indem die Maschinen autonomer werden und kein Geld f\u00fcr ihre Leistungen verlangen, kann sich auch der Mensch emanzipieren \u2013 vorausgesetzt, es gelingt ihm zuvor diesen Maschinen eine ethische Programmierung mitzugeben. Muss dies so passieren? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Der erst k\u00fcrzlich verstorbene Physiker Stephen Hawking <a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.de\/2016\/06\/30\/stephen-hawking-mensch-zerstoeren_n_10749052.html\">zeigte sich zuletzt eher skeptisch<\/a>, ob die Besitzer der Plattformunternehmen Reichtum umverteilen w\u00fcrden. Jedenfalls zeigt sich, dass auch die \u201ealten Denker\u201c so einige Ideen hatten, wie die Zukunft der Arbeit und des Kapitalismus aussehen k\u00f6nnte. Und dabei oftmals gar nicht so falsch lagen. Es k\u00f6nnte sich also empfehlen, die n\u00e4chsten Schritte der Digitalisierung vom Ende zu analysieren \u2013 und auch mal einen Blick \u201enach hinten\u201c zu riskieren.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>This article was originally published by <a href=\"https:\/\/utopia.forbes.at\/artikel\/antworten-aus-der-vergangenheit.html\">Forbes<\/a>.<\/em><\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fanswers-from-the-past%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Answers%20from%20the%20past https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fanswers-from-the-past%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fanswers-from-the-past%2F&subject=Answers%20from%20the%20past\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Recently, reports on the various aspects of the &#8220;future of work&#8221; have been accumulating. 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