{"id":24887,"date":"2015-09-22T14:40:54","date_gmt":"2015-09-22T12:40:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/?p=24887"},"modified":"2018-06-27T14:04:12","modified_gmt":"2018-06-27T12:04:12","slug":"jurisprudence-in-the-age-of-the-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/jurisprudence-in-the-age-of-the-internet\/","title":{"rendered":"Jurisprudence in the Age of the Internet"},"content":{"rendered":"<p><i>The Internet challenges different conventions of scientific work. However, these conventions remain strong, even though they lose their purpose more and more. Therefore, adaptions are needed.<\/i><\/p>\n<p>Das Internet bietet der Wissenschaft heute zweifelsohne M\u00f6glichkeiten der Recherche, der personellen und institutionellen Vernetzung und der Wissensb\u00fcndelung in bisher ungekanntem Ma\u00dfe. Und doch wirft es im Zuge der allt\u00e4glichen wissenschaftlichen Arbeit ganz praktische Fragen auf, die sich vermutlich mehr oder weniger jede_r Wissenschaftler_in irgendwann einmal stellt, nach meiner Erfahrung aber selten eine entsprechende Diskussion anst\u00f6\u00dft. Ich m\u00f6chte drei Beispiele geben, die mich jedenfalls in meiner Disziplin, der Rechtswissenschaft, besonders umtreiben:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Bew\u00e4ltigung der immensen, f\u00fcr das eigene Thema bestehenden Informationsflut<\/li>\n<li>Die Redlichkeit von Online-Quellen<\/li>\n<li>Die Anforderungen an das ordnungsgem\u00e4\u00dfe wissenschaftliche Zitat<\/li>\n<\/ol>\n<h3>1. Die Informationsflut<\/h3>\n<p>Wir sehen uns heute einer immensen Informationsflut ausgesetzt, die der und die Einzelne, etwa im Rahmen einer Dissertationsschrift, zu bew\u00e4ltigen nicht mehr in der Lage ist. Dabei ist durchaus offen, wo die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Flut liegen. Sicher war das \u201cIn-den-Griff-Kriegen\u201d der zum eigenen Thema bereits bestehenden wissenschaftlichen Literatur schon immer eine Herausforderung. Die \u00e4u\u00dferst transparenten Recherchem\u00f6glichkeiten, die uns das Netz heute gibt, machen die Informationsflut jedenfalls aber noch viel sichtbarer als die fr\u00fchere Recherche in einigen ausgew\u00e4hlten Bibliothekskatalogen und \u00fcber die weiterf\u00fchrenden Verweise der so aufgefundenen Literatur und Rechtsprechung. Hinzu kommen zahlreiche zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten der Online-Publikation, die es fr\u00fcher nicht gab, und die die publizistische T\u00e4tigkeit wiederum selbst weiter anregen. Aus der Perspektive des Ziels des Erkenntnisgewinns erweist sich dies als Segen, aus der praktischen Perspektive des und der am Erkenntnisgewinn arbeitenden Wissenschaftler_in ist es zugleich auch ein Fluch: Er und sie m\u00fcssen selektieren, Vorgaben hierf\u00fcr fehlen aber weitgehend. Dabei geht es nicht etwa darum, Quellen als gut oder schlecht zu bewerten und dementsprechend in der eigenen Arbeit zu zitieren oder nicht, sondern vielmehr um die Frage, was angesichts der Publikationsflut \u00fcberhaupt gelesen werden sollte, weil die schiere Masse an ver\u00f6ffentlichen Arbeiten durch Einzelne zum Teil gar nicht mehr gelingen kann. Ein Beispiel aus der Rechtswissenschaft ist etwa das Thema grundrechtliche Schutzpflichten. Hierzu wird seit Jahrzehnten Unmengen an Literatur publiziert, die das Thema im Schwerpunkt oder zumindest als Einzelaspekt in anderen Zusammenh\u00e4ngen bearbeiten, hinzu kommen unz\u00e4hlige Urteile verschiedenster Verfassungsgerichte allein in Europa, etc.<\/p>\n<p>Es liegt nahe, sich auf die Ber\u00fccksichtigung von Autor_innen mit entsprechender wissenschaftlicher \u201cAutorit\u00e4t\u201d zu beschr\u00e4nken. In der Rechtswissenschaft sind das etwa namhafte Professor_innen, im \u00f6ffentlich-rechtlichen Kontext nicht zuletzt aktuelle und ehemalige Richter_innen des Bundesverfassungsgerichts. Dient dies aber letztlich wirklich dem Erkenntnisgewinn, oder produziert dieses Vorgehen nicht vielmehr zu Privilegien und Ausschl\u00fcssen, die Erkenntnis verhindern?<\/p>\n<h3>2. Die Redlichkeit von Online-Quellen<\/h3>\n<p>Die Informationsflut wird nicht zuletzt auch durch Online-Quellen als neue Ressource wissenschaftlichen Arbeitens erh\u00f6ht. An erster Stelle ist hier nat\u00fcrlich Wikipedia zu nennen. Nach wie vor gilt es bei nicht wenigen Professor_innen und sonstigen Wissenschaftler_innen als verp\u00f6nt, Wikipedia als Quelle f\u00fcr die eigene Arbeit anzugeben. Dabei ist diese kategorische Ablehnung absurd, erfolgt doch heute &#8211; so jedenfalls meine auf Nahbereichsempirie begr\u00fcndete These &#8211; nahezu jeder Erstzugriff zur Verschaffung eines \u00dcberblicks \u00fcber das zu bearbeitende Thema \u00fcber Wikipedia. Diese kategorische Ablehnung beruht auf einem antiquierten Verst\u00e4ndnis jedenfalls dieser Plattform, dass \u201cHinz und Kunz\u201d dort einstellen k\u00f6nne, was er oder sie wolle. Tats\u00e4chlich aber warnt Wikipedia selbst vor Beitr\u00e4gen, die es f\u00fcr nicht ausreichend qualifiziert h\u00e4lt, und fordert seine Nutzer_innen zur Mitarbeit und Qualit\u00e4tsverbesserung an dem betroffenen Artikel auf. So profitiert Wikipedia gerade von der Intelligenz, oder besser vom Wissen der Masse. Die hauseigene Qualit\u00e4tskontrolle von Wikipedia kann man wie das Wissen der Massen selbstverst\u00e4ndlich in Frage stellen, nicht zuletzt umso mehr, je spezifischer das entsprechende Thema ist und je mehr Fachkenntnis es erfordert. Dennoch stellt Wikipedia doch zumindest f\u00fcr den Erstzugriff auf ein Thema eine fundierte Quelle dar. Wieso sollte ich auf einen sich als inhaltlich zitierf\u00e4higen Gedanken in der eigenen Arbeit nicht verweisen d\u00fcrfen, nur weil er auf Wikipedia mitgeteilt wird?<\/p>\n<p>In abgeschw\u00e4chter Form existiert das Problem auch mit Blick auf sonstige Online-Quellen. Genannt seien hier nur etwa Blogposts. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Blogs aufgekommen, auf denen immer mehr und qualitativ immer hochwertiger aktuelle rechtswissenschaftliche Fragen diskutiert werden. Dennoch findet man Zitate aus solchen Blogs weiterhin kaum in klassischen wissenschaftlichen Arbeiten, etwa Aufs\u00e4tzen oder Monografien. Dabei werden gerade in diesen Blogs aktuelle Fragen, die f\u00fcr die Rechtswissenschaft von Interesse sind, teilweise innerhalb weniger Tage oder Wochen durch Beitr\u00e4ge und Erwiderungen nahezu ausdiskutiert, w\u00e4hrend sie sich fr\u00fcher teils \u00fcber Monate in Form rechtswissenschaftlicher Aufs\u00e4tze in Zeitschriften hingezogen haben, wobei sie freilich eine viel geringere Dynamik entfalten konnten. Diese Blogdebatten ersetzen zum Teil bereits weitgehend entsprechende fr\u00fchere Debatten etwa in Fachzeitschriften.<\/p>\n<p>Damit stellt sich auch die Frage, ob der und die Wissenschaftler_in einen eigenen entwickelten Gedanken eher in Form eines Blogposts oder eines wissenschaftlichen Aufsatzes, einer Urteilsanmerkung o.\u00c4. verfassen sollte. Denn es herrscht Unklarheit dar\u00fcber, inwieweit \u201cblo\u00dfe\u201d Blogposts das wissenschaftliche Renomm\u00e9 erh\u00f6hen k\u00f6nnen, inwieweit sie folglich in Publikationslisten angegeben werden k\u00f6nnen und sollen. Von einigen werden sie bel\u00e4chelt, von anderen ernst genommen. Geht es darum, seine wissenschaftliche Kompetenz \u00fcber den Lebenslauf, etwa f\u00fcr die Bewerbung auf einen Lehrstuhl oder auch nur eine Stelle zur wissenschaftlichen Mitarbeit, darzulegen, wird diese Frage deshalb wichtig. Gerade in der doch eher konservativ strukturierten Rechtswissenschaft, die dem Publikationsmedium Internet vielleicht reservierter gegen\u00fcbersteht als andere Disziplinen, ist sie nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<h3>3. Die Anforderungen an das wissenschaftliche Zitat<\/h3>\n<p>Ein drittes Problem betrifft die Formalien der wissenschaftlichen Arbeit. Verwende ich Online-Quellen, stellt sich die ganz praktische Frage nach der Zitierung. Jedenfalls in der Rechtswissenschaft ist dazu eine Fu\u00dfnote mit der kompletten URL der Quelle anzugeben. Ziel des Ganzen ist es, den Leser_innen das Auffinden der Quelle durch das Eintippen in den Browser m\u00f6glichst einfach zu machen. Oft erstreckt sich diese URL aber \u00fcber drei oder mehr volle Zeilen, sie besteht aus einer Vielzahl von Sondersymbolen und kryptischen Buchstaben- und Zahlenfolgen. Steht die gelesene Arbeit nur in gedruckter Form zur Verf\u00fcgung, wird das dadurch notwendig werdende manuelle Eintippen der URL zum Auffinden der Quelle regelm\u00e4\u00dfig zur Farce. \u00dcblicherweise wird man deshalb einfach den Titel der Quelle, bestimmte zitierte Ausschnitte aus ihr, den oder die Autor_in o.\u00c4. googlen und die Quelle so wesentlich einfacher auffinden k\u00f6nnen. Es ist deshalb zu \u00fcberlegen, wie sinnvoll die Angabe jeder noch so langen URL wirklich ist, oder ob nicht etwa die Angabe zweier oder dreier Suchbegriffe und der zu verwendenden Suchmaschine sinnvoller ist, um den Leser_innen zu helfen. Freilich stellt sich hier das Problem, inwiefern etwa Google in drei Jahren bei Verwendung der angegebenen Begriffe immernoch die selben Ergebnisse liefert. Hier m\u00fcssen also verl\u00e4ssliche L\u00f6sungen gefunden werden. Im Prinzip sind diese L\u00f6sungen aber auch in G\u00e4nze entbehrlich, denn sicher ist den heutigen Leser_innen zuzutrauen, allein durch Angabe des oder der Autor_in und des Titels bzw. der \u00dcberschrift der Quelle diese mit Hilfe welcher Suchmaschine auch immer aufzufinden.<\/p>\n<p>Gerade in der Rechtswissenschaft ergibt sich hier noch ein weiteres Problem: das ordnungsgem\u00e4\u00dfe Zitieren von Gerichtsentscheidungen. Nach wie vor besteht die Konvention, Entscheidungen durch Angabe der konkreten Fundstelle in der gedruckten, amtlichen Sammlung des jeweiligen Gerichts anzugeben, wenn es solche Sammlungen gibt. Dies gilt sogar, obwohl die Entscheidungen mittlerweile parallel auf den offiziellen Webseiten des Gerichts selbst ver\u00f6ffentlicht und dort innerhalb weniger Sekunden problemlos von jedem Rechner aus abrufbar sind. Das Bundesverfassungsgericht stellt immerhin s\u00e4mtliche Entscheidungen seit 1998 online zur Verf\u00fcgung, Entscheidungen etwa des EuGH sind allesamt online verf\u00fcgbar. Heutzutage nimmt niemand mehr die M\u00fchen in Kauf, sich die B\u00e4nde der gedruckten Sammlungen zur Hand zu nehmen und die Entscheidungen dort zu lesen, jeder greift online auf sie zu &#8211; zumal es sich mit einem elektronischen Dokument auch viel einfacher arbeiten l\u00e4sst: Es kann etwa nach bestimmten Stichworten, Phrasen etc. in k\u00fcrzester Zeit durchsucht werden. Dennoch sind die Fundstellen in den offiziellen Sammlungen anzugeben; tats\u00e4chlich w\u00fcrde die Angabe des Gerichts, des Aktenzeichens, gegebenenfalls des Namens, unter dem die Entscheidung bekannt wurde, gen\u00fcgen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Insgesamt zeigen die Beipiele doch, dass das Internet als neues Medium sowohl inhalts- als auch formbezogene Konventionen des wissenschaftlichen Arbeitens in Frage stellt. Diese &#8211; und sicher viele weitere, hier nicht genannte Aspekte &#8211; sollten st\u00e4rker thematisiert werden. Die Aufgabe der einen oder anderen Konvention w\u00fcrde die Effizienz des wissenschaftlichen Arbeitens erh\u00f6hen und gegebenenfalls seine inhaltliche Seite st\u00e4rken. Durch einfache, dem Medium angemessenere Zitationsformen etwa wird Zeit gespart, die die Autor_innen stattdessen in die Bew\u00e4ltigung der Informationsflut investieren k\u00f6nnten. Letztlich erh\u00f6ht dies die Qualit\u00e4t der Arbeit. Es geht hier also nicht (nur) um L\u00e4stigkeiten, sondern tats\u00e4chlich auch um die Frage der Qualit\u00e4t des Ertrags.<\/p>\n<p>Photo:\u00a0<a style=\"color: #0f3647;\" href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/rh2ox\/\">User:rh2ox<\/a>\u00a0\/\u00a0<a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/\">Flickr<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/\">CC BY-SA 2.0<\/a><\/p>\n<h4 style=\"font-weight: normal; color: grey;\">This post is part of a weekly series of articles by\u00a0<a style=\"color: #008eb2;\" href=\"https:\/\/www.hiig.de\/en\/doctoral-programme\/\" data-slimstat-tracking=\"false\" data-slimstat-callback=\"true\" data-slimstat-type=\"2\">doctoral canditates<\/a>\u00a0of the Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society. It does not necessarily represent the view of the Institute itself. For more information about the topics of these articles and asssociated research projects, please contact\u00a0<a style=\"color: #008eb2;\" href=\"mailto:info@hiig.de\" data-slimstat-tracking=\"false\" data-slimstat-callback=\"true\" data-slimstat-type=\"1\">info@hiig.de<\/a>.<\/h4>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fjurisprudence-in-the-age-of-the-internet%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Jurisprudence%20in%20the%20Age%20of%20the%20Internet https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fjurisprudence-in-the-age-of-the-internet%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fjurisprudence-in-the-age-of-the-internet%2F&subject=Jurisprudence%20in%20the%20Age%20of%20the%20Internet\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Internet challenges different conventions of scientific work. 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