{"id":22562,"date":"2016-01-12T09:00:12","date_gmt":"2016-01-12T08:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiig.de\/?p=22562"},"modified":"2023-06-02T12:33:42","modified_gmt":"2023-06-02T10:33:42","slug":"collaborations-between-established-companies-and-startups-should-benefit-both-partners","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hiig.de\/en\/collaborations-between-established-companies-and-startups-should-benefit-both-partners\/","title":{"rendered":"Most read blog article 2015: Collaborations between established companies and startups should benefit both partners"},"content":{"rendered":"<p><em>On 21 and 22 January 2015, the <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Federal Ministry of Economic Affairs and Energy<\/a> (BMWi) hosted a congress on &#8220;<a href=\"http:\/\/www.gpm-ipma.de\/events\/veranstaltungsdetails\/event\/mit-projekten-deutschlands-zukunft-gestalten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Shaping Germany\u2019s Future Through Projects<\/a>&#8220;organized by the <a href=\"http:\/\/www.gpm-ipma.de\/startseite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">German Association for Project Management<\/a> (GPM).<\/em><br \/>\n<em>We, the team of Innovation and Entrepreneurship had the opportunity to conduct a workshop on collaborations between established companies and startups. Together with two Berlin-based startups working in the areas of network technology and education we discussed different aspects of their cooperation with an established firm.<\/em><\/p>\n<p><em>This article was originally published on April 1st, 2015.<\/em><\/p>\n<p>Es existieren viele verschiedene Wege, wie Startups und Unternehmen zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Wir sind auf dem Kongress mit zwei Startups eines Berliner Inkubators und mit einem Corporate Spin-Off, die beide mit dem selben Konzern zusammenarbeiten in den Austausch gegangen. Der grunds\u00e4tzliche Unterschied zwischen beiden Modellen ist die Quelle der Gr\u00fcndungsidee. Die Idee des Inkubator-Startups wurde au\u00dferhalb des etablierten Unternehmens geboren und ist dann innerhalb des Inkubators gewachsen. Die Idee des Spin-Offs ist aus einem Forschungsprojekt innerhalb des Konzerns entstanden und dann ausgegr\u00fcndet worden.<br \/>\nBeide Startups haben ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Kooperation gemacht &#8211; sowohl positive, als auch negative. Im folgenden werden die spezifischen Sichtweisen beider Startups dargestellt, die aber nicht den Anspruch haben, allgemeing\u00fcltig zu sein.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst stellt sich die Frage, warum etablierte Unternehmen und Startups \u00fcberhaupt zusammenarbeiten sollten. Mit dieser Frage hat sich im Jahr 2014 auch das World Economic Forum besch\u00e4ftigt und kommt zu dem Schluss, dass Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und Startups entstehen sollten, um konsequent Win-Win Situationen auf beiden Seiten zu identifizieren und zu nutzen (<a href=\"http:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_EuropeCompetitiveness_FosteringInnovationDrivenEntrepreneurship_Report_2014.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">World Economic Forum, 2014<\/a>). Startups haben schnellen Zugang zu Netzwerken, Ressourcen und der weitreichenden Erfahrung des etablierten Unternehmens, andererseits k\u00f6nnen Konzerne von der Innovationskraft (insbesondere radikale Innovationen) der Startups profitieren. Um die Vorteile allerdings voll aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen, muss die Kooperation strategisch richtig aufgestellt sein (<a href=\"http:\/\/www3.weforum.org\/docs\/WEF_EuropeCompetitiveness_FosteringInnovationDrivenEntrepreneurship_Report_2014.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">World Economic Forum, 2014<\/a>). Im Spin-Off ist der strategische Fit allein schon durch die Art der Gr\u00fcndung gegeben, da das Spin-Off aus einem Forschungsprojekt hervorgegangen ist und mit Mitarbeitern des Konzerns gestartet wurde. Die physische N\u00e4he zum Konzern und der Fit zwischen dem Gesch\u00e4ftsmodell des Startups und der Innovationsstrategie des Konzerns ist sehr gro\u00df, wodurch in diesem Fall eine grunds\u00e4tzliche Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Kooperation durchaus erf\u00fcllt ist.<\/p>\n<p>Anders stellt sich die Situation im Inkubator-Startup dar. Die N\u00e4he zum Konzern wird dort als deutlich geringer empfunden. Laut eigener Aussagen, hat das Startup wenig direkten Kontakt zum Konzern gehabt, obwohl es einige Anl\u00e4ufe gab eine engere Kooperation zu etablieren. Diese Anl\u00e4ufe blieben allerdings ohne Erfolg, weshalb der Gr\u00fcnder bei einer erneuten Kooperation st\u00e4rker auf einen Fit des Produkts zum entsprechenden Konzern achten w\u00fcrde.<br \/>\nIn der Diskussion bewerten beide Startups die physische, aber auch strategische N\u00e4he zum Konzern bezogen auf das Gesch\u00e4ftsmodell und den praktischen Nutzen f\u00fcr das etablierte Unternehmen als essenziell, um eine wirkliche Win-Win Situationen herzustellen.<\/p>\n<p>Es existieren jedoch weitere Facetten einer gewinnbringenden Partnerschaft f\u00fcr beide Seiten.<br \/>\nBesonders etablierte Unternehmen, die auf eine lange Historie zur\u00fcckblicken, haben laut Theorie die Intention durch die Zusammenarbeit mit jungen, kreativen und leidenschaftlich agierenden Gr\u00fcndern positiven Einfluss auf die eigene Unternehmenskultur nehmen zu k\u00f6nnen. Es geht also darum voneinander zu lernen, denn nicht nur das Startup profitiert von der Erfahrung des Unternehmens, sondern auch umgekehrt kann das Unternehmen Inspirationen aus den Startups f\u00fcr die eigene Arbeitsweise nutzen. Nach etwas mehr als zwei Jahren als eigenst\u00e4ndiges Unternehmen, stellt das Spin-Off die Situation allerdings so dar, dass der Nutzen der Kooperation eher auf der Seite des Startups liegt &#8211; speziell in der Gr\u00fcndungsphase der Unternehmung. Man hat dem Startup gewisse Freiheiten erm\u00f6glicht, b\u00fcrokratische Barrieren reduziert und operative Unterst\u00fctzung geleistet, damit sich das Spin-Off bzw. dessen Produkt schnell entfalten kann. Allerdings hatte das etablierte Unternehmen gro\u00dfe Schwierigkeiten mit Anpassungen des Gesch\u00e4ftsmodells und nicht eingehaltenen Kennzahlen sowie Meilensteinen.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis wurde auch vom Inkubator-Startup hervorgehoben. Anstatt etwas von der Arbeitsweise des Startups in den Konzern zu integrieren, lief der Prozess beim Inkubator-Startup tendenziell umgekehrt. Sie haben in der Praxis eher die Erfahrung gemacht, dass das Startup als Spielwiese betrachtet wird, auf der eher durch Zuf\u00e4lle, als durch systematische Ans\u00e4tze Fortschritte generiert werden. So werden zwar viele Unterst\u00fctzungleistungen erfahrener Manager angeboten, man hat sich aber nur geringf\u00fcgig bem\u00fcht, von der Arbeitsweise des Startups etwas in den Konzern zu tragen. Positiv wird von dem Startup im Inkubator hingegen die schlanke B\u00fcrokratie des Inkubators in der Gr\u00fcndungsphase bewertet. Dadurch wurde das Startup nicht durch Prozesse des Unternehmens gebremst und konnte schnell Fortschritte machen.<\/p>\n<p>In den spezifischen F\u00e4llen der beiden Startups hat sich in der Diskussion angedeutet, dass sich die eigentliche Intention der Kooperation, n\u00e4mlich die systematische Identifikation von Win-Win Situationen in der Realit\u00e4t insgesamt als schwierig erweist. Allerdings verh\u00e4lt sich die Lage in den verschiedenen Kooperationsmodellen unterschiedlich. Das Startup innerhalb des Inkubators profitiert sehr stark von dem etablierten Unternehmen, speziell wenn es um die Erfahrung des Konzerns geht. Jedoch ist in dem Fall des Inkubator-Startups das Gesch\u00e4ftsmodell weiter vom Konzern entfernt, sodass die Kooperation aus Sicht des Gr\u00fcnders eher dem Startup zugutegekommen ist. Es existiert also grunds\u00e4tzlich noch Verbesserungspotenzial, wenn es um die strategische Aufstellung des Inkubators und die Zusammenarbeit mit externen Startups geht. Allerdings muss an dieser Stelle auch deutlich gemacht werden, dass das Inkubator-Startup eines der ersten war, welches das Inkubator-Programm durchlaufen hat. Die operative und strategische Ausrichtung hat sich dort seit dem sicherlich deutlich ver\u00e4ndert und weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell des Spin-Offs deckt sich von Anfang an weitaus besser mit dem Kerngesch\u00e4ft des Mutterkonzerns, wodurch potenziell gr\u00f6\u00dfere Synergien entstehen. Allerdings wurde von dem Gr\u00fcnder des Spin-Offs angemerkt, dass der subjektiv empfundene Nutzeneffekt auf der Seite des Spin-Offs gr\u00f6\u00dfer ist als im Unternehmen. Speziell die Arbeitsweise und die damit verbundene Kultur des Spin-Offs \u00fcbertr\u00e4gt sich aus seiner Sicht nur langsam auf den Konzern.<br \/>\nBasierend auf den Aussagen beider Startups ist erkennbar, dass sich eine grunds\u00e4tzlich Kooperation auszahlen kann, es aber auch deutliche Herausforderungen gibt, die es zu bew\u00e4ltigen gilt. In weiten Teilen stimmen die Aussagen der Startups \u00fcberein, in einigen Aspekten deuten sich zwischen beiden Kooperationsmodellen aber Unterschiede an, sodass allgemeing\u00fcltige Aussagen nicht getroffen werden k\u00f6nnen. Interessant w\u00e4re es, den Aspekt der Kooperation mit weiteren Startups zu diskutieren, um eine differenzierteres Bild zu erlangen. Au\u00dferdem w\u00e4re es sehr aufschlussreich, die Sichtweise der Konzerne, bzw. ihrer Innovationseinheiten, genauer zu beleuchten um zu erfahren, wie diese die Kooperationen bewerten.<\/p>\n<h4>This post is part of a weekly series of articles by doctoral canditates of the Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society. It does not necessarily represent the view of the Institute itself. For more information about the topics of these articles and asssociated research projects, please contact&nbsp;<a href=\"mailto:info@hiig.de\">info@hiig.de<\/a>.<\/h4>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fcollaborations-between-established-companies-and-startups-should-benefit-both-partners%2F\" title=\"Share on LinkedIn\" aria-label=\"Share on LinkedIn\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button bluesky shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#84c4ff\"><a href=\"https:\/\/bsky.app\/intent\/compose?text=Most%20read%20blog%20article%202015%3A%20Collaborations%20between%20established%20companies%20and%20startups%20should%20benefit%20both%20partners https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fcollaborations-between-established-companies-and-startups-should-benefit-both-partners%2F  via @hiigberlin.bsky.social\" title=\"Share on Bluesky\" aria-label=\"Share on Bluesky\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0085ff; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"20\" height=\"20\" version=\"1.1\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 20 20\"><path class=\"st0\" d=\"M4.89,3.12c2.07,1.55,4.3,4.71,5.11,6.4.82-1.69,3.04-4.84,5.11-6.4,1.49-1.12,3.91-1.99,3.91.77,0,.55-.32,4.63-.5,5.3-.64,2.3-2.99,2.89-5.08,2.54,3.65.62,4.58,2.68,2.57,4.74-3.81,3.91-5.48-.98-5.9-2.23-.08-.23-.11-.34-.12-.25,0-.09-.04.02-.12.25-.43,1.25-2.09,6.14-5.9,2.23-2.01-2.06-1.08-4.12,2.57-4.74-2.09.36-4.44-.23-5.08-2.54-.19-.66-.5-4.74-.5-5.3,0-2.76,2.42-1.89,3.91-.77h0Z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fwww.hiig.de%2Fen%2Fcollaborations-between-established-companies-and-startups-should-benefit-both-partners%2F&subject=Most%20read%20blog%20article%202015%3A%20Collaborations%20between%20established%20companies%20and%20startups%20should%20benefit%20both%20partners\" title=\"Send by email\" aria-label=\"Send by email\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On 21 and 22 January 2015, the Federal Ministry of Economic Affairs and Energy (BMWi) hosted a congress on &#8220;Shaping Germany\u2019s Future Through Projects&#8220;organized by the German Association for Project Management (GPM). 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