Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist allgegenwärtig. Für die Betroffenen ist jedoch oft unklar, wie diese Datenverarbeitung funktioniert und welche Auswirkungen sie haben könnte. Dieser Beitrag untersucht das Potenzial von Analogien für die Risikokommunikation im Datenschutz. Nach einer konzeptionellen Einführung werden die Funktionen von Analogien dargestellt und eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Metaphern, Modellen und Beispielen vorgenommen. Um darlegen zu können, dass der öffentliche Straßenverkehr und seine Regulierung als Zieldomäne für Analogien in der Risikokommunikation im Datenschutz geeignet sind, richtet sich der Blick zunächst auf die Ausgangsdomäne – das zugrunde liegende konsequentialistische Datenschutzverständnis des Beitrags. Vor diesem Hintergrund werden die relationalen Eigenschaften beider Bereiche erläutert und verbreitete Fehlbeschreibungen in der Risikokommunikation kritisiert. Letztendlich ist davon auszugehen, dass strukturell fundierte Analogien dafür geeignet sind, Missverständnisse über den Datenschutz und die Risiken der Verarbeitung personenbezogener Daten aufzudecken und ein angemesseneres Risikoverständnis zu fördern.