Grafik aus der Digitale Innovation im Mittelstand Studie

How SMEs successfully tackle digitalisation

28 March 2019

A study by the Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society (HIIG) and Sirius Minds analysed how small and medium-sized enterprises tackle the digital transformation.

This press release is currently only available in German.

Berlin, 28. März 2019 – Ob intelligente Müllentsorgung mittels einer Smartphone-App, der Aufbau einer Internet of Things-Plattform zu Zwecken der Produktivitätssteigerung oder Smart Glasses für besseren Kundenservice: Im deutschen Mittelstand gibt es viele digitale Vorreiter, die ihre Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle gewinnbringend transformiert haben. Das zeigt die aktuelle Studie „Digitale Innovation im Mittelstand: Fallbeispiele erfolgreicher Digitalisierungsprojekte“ des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Sirius Minds anhand von mittelständischen Unternehmen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Die Studie macht auch deutlich, dass es kaum Standardlösungen für die digitale Transformation gibt. Gerade weil die Welt der kleinen und mittelgroßen Unternehmen so vielfältig ist, bedarf es in der Regel spezifisch zugeschnittener Lösungen für die stets individuellen Herausforderungen.

„Der Mittelstand wird häufig dafür kritisiert, dass er die Digitalisierung verschlafen würde. Dabei wird leicht übersehen, dass er gerne im Verborgenen innoviert“, erklären Prof. Dr. Martin Wrobel und Prof. Dr. Alexander Nicolai, die Autoren der Studie. „Die fünf mittelständischen Unternehmen unserer Studie stehen Großkonzernen in puncto digitale Innovation in nichts nach. Im Gegenteil, sie sind ihnen in einigen Bereichen sogar einen Schritt voraus. So zeigen unsere Beispiele, dass die projektbezogenen Digitalisierungsinitiativen der Mittelständler deutlich näher am Kunden stattfinden und meist enger mit dem Kerngeschäft verzahnt sind, als dies in Großkonzernen typischerweise der Fall ist”, ergänzen die Autoren.

Die für die Studie ausgewählten Unternehmen sollten eine möglichst große Bandbreite erfolgreicher Digitalisierungsprojekte abdecken. So repräsentieren die untersuchten Fallbeispiele unterschiedliche Branchen, bedienen verschiedene Kundensegmente und unterscheiden sich in den funktionalen Bereichen, in denen die Digitalisierungsprojekte stattfinden. Einer der vorgestellten Mittelständler  implementierte zum Beispiel in ein digitales Wiki als Arbeitsplattform, um seine Arbeitskultur zu verändern, während ein anderes Unternehmen eine Online-Anzeigenplattform durch eine Beteiligung an einem Internet-Startup integrierte.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind ab dem 28. März 2019 online einsehbar. Das der Studie zugrunde liegende Projekt „Digitale Innovation im Mittelstand“ verfolgt einen Open-Science-Ansatz und hat bereits im Zeitraum der Untersuchung erste Ergebnisse auf dem Digital Society Blog des HIIG geteilt. Ebenso wurden Interviews mit den beteiligten UnternehmerInnen zu den Digitalisierungsprojekten veröffentlicht und es ist ein Dossier zu „Digitale Innovation und Unternehmertum“ erschienen.

Die Studie wurde durch die HypoVereinsbank unterstützt.

Weitere Informationen:

Studie: hiig.de/dim-studie

Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de

Über das HIIG

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln.

Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Björn Scheuermann, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz.

Über Sirius Minds

Die Sirius Minds GmbH ist eine Ideenschmiede, in der kontinuierlich Trends analysiert und neue Geschäftsmodelle entwickelt werden. An seinen Standorten in Berlin und Oldenburg bietet das Unternehmen ein umfangreiches Trainings-, Workshop- und Beratungsangebot an, das sich an Startups und etablierte Unternehmen richtet. Seit 2012 führt Sirius Minds darüber hinaus im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Managementseminare für deutsche und israelische Tech-Startups durch. Dabei blickt das Team auf mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Arbeit mit agilen Methoden zurück. Sirus Minds unterstützt sowohl mittelständische als auch Großunternehmen in Fragen der digitalen Transformation, Innovation und Geschäftsmodellentwicklung.

Sirius Minds wurde als An-Institut der Universität Oldenburg gegründet und wird von Prof. Dr. Alexander Nicolai und Prof. Dr. Heike Hölzner geleitet.

Florian Lüdtke

Coordinator Science communication and press

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The HIIG researches the development of the internet from a societal perspective with the aim to better understand the digitalisation of all spheres of life.

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