Award for excellent research on rules of digital communication

  • HIIG-researcher Christian Katzenbach receives dissertation award „Medien – Kultur – Kommunikation“ for model of communication scientific governance research.
  • Katzenbach’s “Die Regeln digitaler Kommunikation” analyses how algorithms, copyright and privacy are discussed and regulated in a digitised society.  

Berlin, 13. Oktober 2017 – Der Dissertationspreis „Medien – Kultur – Kommunikation“ der Fachgruppe Soziologie der Medienkommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und Springer VS geht an Christian Katzenbach. Katzenbach leitet  am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) die Forschungsgruppe Internet Policy und Governance, seine interdisziplinäre Forschung adressiert die Dynamiken und Rahmenbedingungen digitaler Kommunikation.

Der Förderpreis zeichnet jährlich eine herausragende Dissertation im Themenfeld Medien, Kultur und Kommunikation aus. Der Preis beinhaltet, dass die Arbeit als Buch mit dem Titel “Die Regeln digitaler Kommunikation. Governance zwischen Norm, Diskurs und Technik” in der Buchreihe “Medien – Kultur – Kommunikation” bei Springer VS bei kompletter Kostenübernahme veröffentlicht wird. Mit dieser Publikation wird erstmalig Governance aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive umfassend konzeptualisiert. Christian Katzenbach: “Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und hoffe mit meiner Arbeit einen Impuls für die interdisziplinäre Forschung zu Medienpolitik und Internetregulierung setzen zu können. Denn die Aushandlungsprozesse über Regeln der medialen Kommunikation vollziehen sich nicht allein in Form von Medienregulierung.”

Ausgangspunkt der Forschung zu den Regeln digitaler Kommunikation sind die öffentliche Debatten zur Regulierung digitaler Medien: Wie sollte Facebook mit Hate Speech umgehen, wie soll Datenschutz in Zeiten von Big Data sicher gestaltet werden, muss das Urheberrecht an die Ansprüche des digitalen Zeitalters angepasst werden? Katzenbach gelingt mit seiner Dissertation nicht nur eine Einordnung dieser aktuellen Debatten. Er legt damit auch ein übergreifendes Modell vor, mit dem sich ganz grundlegend gesellschaftliche Aushandlungsprozesse und Konflikte analysieren lassen.

Der Preis von DGPuK und Springer VS ist eine Auszeichnung für einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag für Forschende, MedienexpertInnen und Studierende: “Die Regeln der digitalen Kommunikation” liefert ihnen ein Modell kommunikationswissenschaftlicher Regulierungs- und Governance-Forschung.

Weitere Informationen: Veröffentlichung bei Springer VS: http://www.springer.com/de/book/9783658193362

Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | florian.luedtke|a|hiig.de

Über das HIIG

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zielt darauf ab, die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft zu erforschen. Es soll ein tieferes Verständnis des Zusammenspiels zwischen sozio-kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und technischen Normen im Digitalisierungsprozess erlangt werden und damit eine fundierte, sachliche Grundlage für den Dialog der verschiedenen Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden. Wesentlicher Bezugsrahmen für die Forschung sind die Veränderungen im Spannungsfeld von Governance und Innovation. Diese Wechselbeziehungen sind variantenreich und strukturbildend; sie werden praktisch in allen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren wirksam: in Staat und Verwaltung, Unternehmen und Märkten wie auch in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene.

Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann,  Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz.

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