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Die vierte industrielle Revolution: Wie setzt der Mittelstand die digitalen Umwälzungen um?

19 Mai 2016

Wie kann sich der Mittelstand den Herausforderungen der Digitalisierung stellen? Mit dieser Frage startet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin, eine Förderinitiative der Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für den Zeitraum von drei Jahren. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) ist Teil des Projektkonsortiums in der Region Berlin-Brandenburg und ermöglicht den praxisnahen Wissenstransfer von Startups zu mittelständischen Unternehmen.

„Traditionelle Unternehmen und digitale Innovationen müssen nicht im Gegensatz zueinander stehen“, so Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Direktor des HIIG und Projektleiter. „Wir kennen viele Best-Practice Beispiele von Startups, die mithilfe digitaler Werkzeuge und digital unterstützter Geschäftsprozesse messbare Erfolge erzielen können.“
Ziel des Projektes sei es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf dem Weg zur digitalen Transformation zu unterstützen, sie zu motivieren, sich mit dem wirtschaftlichen Potenzial digitaler Geschäftsprozesse auseinanderzusetzen und sie fachlich zu begleiten. Für Themen wie Digitales Marketing, Geschäftsmodelle, Personal und Wertschöpfungsprozesse 4.0, erhalten KMU branchenübergreifend bedarfsgerechte Anlaufstellen und fachliche Begleitung.

Das Kompetenzzentrum wird vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) geführt. Neben dem BVMW und dem HIIG gehören auch das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik, die Technische Hochschule Brandenburg, die Universität Potsdam sowie die Lernfabrik Neue Technologien Berlin zum Projektkonsortium.

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, lädt alle kleinen und mittleren Unternehmen dazu ein, das Angebot aktiv zu nutzen: „Für Unternehmen, die noch keine Schritte zur Digitalisierung gewagt haben sowie für digitale Startups bis hin zu vollvernetzten produzierenden Unternehmen bietet das Zentrum verschiedenste Anknüpfungspunkte“. In Informationsveranstaltungen für Einsteiger, Workshops und Trainings für Fortgeschrittene oder konkreten von Experten begleiteten Umsetzungsprojekten werden digitale Prozesslösungen zielgruppengerecht für KMU zusammen erarbeitet.

Über das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG):
Das HIIG erforscht die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft aus verschiedenen disziplinären und interdisziplinären Perspektiven und die zunehmende Verflechtung digitaler Infrastrukturen mit dem alltäglichen Leben. Das Institut versteht sich als Plattform für Forscher im Bereich Internet und Gesellschaft und fördert die kooperative Entwicklung von Projekten, Anwendungen und Forschungsnetzwerken. Gründungsgesellschafter des HIIG sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität der Künste Berlin und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, ergänzt durch den integrierten Kooperationspartner Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg.

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung des Autors und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

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