Blog journal Elephant in the Lab

Blog-Launch: Die großen Probleme der Wissenschaft

04 Juli 2017

Blog zu Problemen in der Wissenschaft geht mit einem Dossier zum Thema Autorenschaft online. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) veranstaltet am 11. Juli 2017 um 18.00 eine Presseveranstaltung zum Blog-Launch.

Berlin, 04. Juli 2017 – Der Wissenschaftsblog elephantinthelab.org geht am 10. Juli 2017 online. Auf dem Blog werden wöchentlich relevante wissenschaftspolitische Themen in kurzen Analysen, Gastbeiträgen und Kommentaren behandelt. Ziel der Autoren von elephantinthelab.org ist es, die unausgesprochenen Probleme der Wissenschaft in wechselnden Dossiers zu diskutieren. Benedikt Fecher, Programmleiter am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Mitgründer des Blogs findet: “Es gibt Bedarf, die Elefanten im Raum deutlicher anzusprechen. Nur so kann Wissenschaft mit den digitalen Entwicklungen mithalten und als informierter Partner für die Gesellschaft dienen.”

Im ersten Monat behandelt der Blog das Thema “Autorenschaft”. Dazu haben die Blogautoren eine Publikationsdatenbank analysiert, um Rückschlüsse auf unterschiedliche disziplinäre Publikationskulturen zu gewinnen. Eines der Ergebnisse ist, dass bei den Artikeln der 20 produktivsten Autoren aus den Disziplinen Physik und Astronomie, die durchschnittliche Anzahl der Autoren pro Artikel bei über 1.200 liegt. Ein solcher Trend zu Hyperautorenschaft ist auch in anderen Disziplinen, beispielsweise der Medizin, erkennbar.

Anders als bei herkömmlichen Blogs, werden auf elephantinthelab.org alle Beiträge mit einem sogenannten Digital Object Identifier (DOI) versehen, der dessen langfristige Archivierung und Unveränderlichkeit garantiert und dessen Zitierbarkeit erleichtert. Zudem wird für jeden Beitrag ein separater Altmetric-Score angezeigt, um deren Relevanz zu kennzeichnen. Mittelfristig soll der Blog eine Mitmach-Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden, auf der kurze Beiträge schnell und zitierfähig veröffentlicht werden können.

Die Gründer des Blogs sind Christian Kobsda, Martin Schmidt und Benedikt Fecher, die über langjährige Erfahrung in der Wissenschaftsforschung und im Wissenschaftsmanagement verfügen. Unterstützt wird elephantinthelab.org vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG).

Begleitend zum Launch findet am 11. Juli 2017 um 18.00 eine Presseveranstaltung am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (Französische Straße 9, 10117 Berlin) statt. Um Anmeldung wird gebeten unter fecher@hiig.de.

Weitere Informationen: http://www.elephantinthelab.org/

Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | florian.luedtke@hiig.de 

Über das HIIG

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zielt darauf ab, die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft zu erforschen. Es soll ein tieferes Verständnis des Zusammenspiels zwischen sozio-kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und technischen Normen im Digitalisierungsprozess erlangt werden und damit eine fundierte, sachliche Grundlage für den Dialog der verschiedenen Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden. Wesentlicher Bezugsrahmen für die Forschung sind die Veränderungen im Spannungsfeld von Governance und Innovation. Diese Wechselbeziehungen sind variantenreich und strukturbildend; sie werden praktisch in allen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren wirksam: in Staat und Verwaltung, Unternehmen und Märkten wie auch in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene.

Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann,  Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz.

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung des Autors und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

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