Björn-Scheuermann-624x351

Björn Scheuermann – neuer Direktor am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

03 April 2018

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erweitert seine Forschungsleitung: Björn Scheuermann ist ab 1. April 2018 neuer Direktor am HIIG.

Berlin, 3. April 2018 – Prof. Dr. Björn Scheuermann ist ab 1. April 2018 neuer Forschungsdirektor des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG). Gemeinsam mit den Mitgliedern des derzeitigen Direktoriums, Prof. Dr. Jeanette Hofmann,  Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer und Prof. Dr. Wolfgang Schulz, wird Scheuermann das HIIG mit seiner Expertise für Informatik bereichern. „Wir begrüßen Björn Scheuermann herzlich am Institut und freuen uns über die großartige Ergänzung des Forschungsdirektoriums”, sagte Hofmann stellvertretend für das ganze Direktorium.  

„Das HIIG hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Instanz der Internetforschung in Europa entwickelt”, bemerkte Scheuermann zum Beginn seiner Tätigkeiten am Institut und ergänzte: „Ich genieße die kreative und offene Atmosphäre am HIIG und freue mich auf die Herausforderung, hier als Forschungsdirektor mitzuwirken und als Informatiker vor allem die technische Perspektive beisteuern zu dürfen.” Er ist seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Technische Informatik und seit 2016 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich des Entwurfs von Rechner- und Netzwerksystemen und den Fragen, die sich in diesem Zusammenhang hinsichtlich Sicherheit, Ressourceneffizienz und Zuverlässigkeit stellen. Er betrachtet diese Fragen aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs, aber stets auch vor dem Hintergrund, wie Digitaltechnologien mit der Gesellschaft und dem Einzelnen zusammenwirken. In seiner Funktion als Forschungsdirektor am HIIG forscht Prof. Scheuermann unter anderem zu Fragen von Privacy und Datenschutz und der gesellschaftlichen Dimension von IT-Sicherheit.

Scheuermann führt Forschungsprojekte durch, die unter anderem von Bundesministerien, der Europäischen Union, dem Land Berlin und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden. Er ist Principal Investigator des Einstein Center Digital Future (ECDF), der Graduiertenschule Helmholtz-Einstein International Berlin Research School in Data Science (HEIBRiDS) und des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft, das er als einer der Antragsteller mit initiiert hat. Seine Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet; unter anderem wurde er 2013 aufgrund seines Engagements an der Schnittstelle zwischen Informatik und gesellschaftlichen Fragen zu einem der ersten Junior Fellows der Gesellschaft für Informatik ernannt. Prof. Dr. Scheuermann hat mehrere erfolgreiche Startups begleitet. Er ist Mitglied in verschiedenen Beiräten, darunter den des Düsseldorfer Instituts für Internet und Demokratie (DIID) und den des Media Policy Lab der Medienanstalt Berlin Brandenburg. Auch unterstützt er einige Preis-Jurys, darunter die für den Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik, für den Berliner Deep Tech Award und für den Deutschen IT-Sicherheitspreis.

Weitere Informationen:  Link zum Profil

Pressekontakt: Florian Lüdtke | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de 

Über das HIIG

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) zielt darauf ab, die dynamische Beziehung von Internet und Gesellschaft zu erforschen. Es soll ein tieferes Verständnis des Zusammenspiels zwischen sozio-kulturellen, rechtlichen, ökonomischen und technischen Normen im Digitalisierungsprozess erlangt werden und damit eine fundierte, sachliche Grundlage für den Dialog der verschiedenen Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden. Wesentlicher Bezugsrahmen für die Forschung sind die Veränderungen im Spannungsfeld von Governance und Innovation. Diese Wechselbeziehungen sind variantenreich und strukturbildend; sie werden praktisch in allen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren wirksam: in Staat und Verwaltung, Unternehmen und Märkten wie auch in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene.

Das HIIG wurde 2011 von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) und vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) gegründet mit dem Hans-Bredow-Institut Hamburg als integrierter Kooperationspartner. Die ForschungsdirektorInnen des Instituts sind Prof. Dr. Jeanette Hofmann,  Prof. Dr. Dr. h.c. Ingolf Pernice, Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Prof. Dr. Wolfgang Schulz und seit 1. April 2018 Prof. Dr. Björn Scheuermann.

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung des Autors und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

Weitere Artikel

RDR_EU_launch_16x9

Ranking Digital Rights: Forschen mit Impact

Wie gehen die mächtigsten Internet-, Mobil- und Telekommunikationsunternehmen der Welt mit der Meinungsfreiheit und der Privatsphäre ihrer NutzerInnen um? Die Veranstaltung zum europäischen Launch des Ranking Digital Rights 2018 Corporate...
bernard-hermant-541485-unsplash

Trust in me, just in me! Trusted Third Parties im Datenschutzrecht

Höchste Zeit für eine Reformierung des europäischen Datenschutzes: Die letzte entsprechende Richtlinie stammt aus dem Jahr 1995 und ist den technischen Entwicklungen von Big Data, Smart City und Co. nicht...
gertruda-valaseviciute-280777-unsplash

Künstliche Intelligenz verstehen

Künstliche Intelligenz ist eines der kontroversesten und am meisten diskutierten Themen unserer digitalen Zukunft. Aljoscha Burchardt erkennt eine große Lücke zwischen smarten Maschinen, wie wir sie heute kennen, und menschlichem Denkvermögen....