Der vorliegende Design- und Methodenbaukasten dient der Entwicklung und dem Nachweis wirksamer Einwilligungs- und Entscheidungsmechanismen im digitalen Raum. Er ist entlang eines strukturierten Rahmens aufgebaut, der rechtliche Anforderungen, zentrale Designfaktoren, empirische Methoden sowie einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Stands der Technik umfasst. Grundlage ist ein über zehnjähriger interdisziplinärer Forschungsprozess an der Schnittstelle von Datenschutzrecht, User Experience- und Interface-Design, Mensch-Maschine-Interaktion, Verhaltensökonomie und Entrepreneurship-Forschung. Ausgangspunkt ist, dass die Wirksamkeit informierter Einwilligung im Wesentlichen von drei Faktoren abhängt: dem Vorwissen und der Haltung der Nutzer*innen, dem Vertrauen in den digitalen Dienst sowie der Gestaltung der Informations- und Entscheidungsarchitektur. Der Fokus des vorliegenden Design- und Methodenbaukasten liegt auf letzterem, also der Frage, wie Einwilligungsmechanismen ausgestaltet werden können, so dass sie tatsächlich informierte und unmissverständliche Entscheidungen ermöglichen, sprich, dass die eingeholte Einwilligung wirksam und damit rechtskonform ist.Das vorliegende Gutachten wurde durch das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) im Rahmen des vom Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Forschungsprojekts „Sicher im Datenverkehr: Alltagsnahe Veranschaulichung von Grundrechtsrisiken“ (SiD), Förderkennzeichen: 16KIS1968, beauftragt.