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Netzwerk der Institute für Digitalisierungsforschung (NIfD) – 2

Partner des Actiplex-Konsortiums treffen sich in Groningen

Die Partner des von Erasmus+ geförderten Projektverbunds „ActiPlex“ trafen sich in Groningen. Die Teams aus Tartu, Groningen, Warschau und Berlin nutzten die Zusammenkunft, um bisherige Ergebnisse zu bündeln, pädagogische Instrumente weiterzuentwickeln und die Verbreitung der Projektergebnisse sowie die nächsten Schritte der Zusammenarbeit zu planen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Projektergebnisse und praktische Umsetzung sowie ein Workshop unter dem Titel „Teaching Opinion Dynamics and (De)Polarisation“ mit Lehrenden der Universität Groningen. Die Veranstaltung lieferte wertvolles Feedback zur praktischen Einsetzbarkeit der Workshops in der Hochschullehre.

Eines der zentralen Projektergebnisse ist der MOOC „Growing Apart: What Is Polarisation and What Can We Do About It?“. Der Kurs richtet sich an Studierende und alle Interessierten, die die Mechanismen gesellschaftlicher Spaltung besser verstehen möchten, und verbindet Simulationsmodelle, spielbasiertes Lernen und Storytelling. Die Lernenden folgen der Geschichte von Mel und Ian in der fiktiven Stadt Bridgestone. Komplexe Konzepte werden so durch nachvollziehbare Szenarien greifbar. Ergänzt wird der Kurs durch Videovorträge, Animationen, Quizfragen, Simulationen und Diskussionsforen.

Der MOOC hat plattformübergreifend ein breites Publikum erreicht: Mehr als 500 Lernende haben sich für den FutureLearn-Kurs angemeldet, 441 Teilnehmende haben die Moodle-basierte Version der Universität Tartu erfolgreich abgeschlossen. An der Universität Warschau wurde der Kurs in das übergeordnete Lehrformat „Micro to Macro. Social Processes and Individual Behaviour“ integriert, das Studierenden hilft, individuelle Interaktionen mit gesellschaftlichen Dynamiken zu verknüpfen.

Ein weiteres zentrales Ergebnis ist das „Paper-Clip Game of Opinions“, eine interaktive Workshop-Aktivität für Studierende und Schüler*innen. Das Spiel ermöglicht es den Teilnehmenden, Polarisierungsprozesse unmittelbar zu erleben und zu verstehen. Es hat bereits mehr als 500 Teilnehmende erreicht, darunter Schulveranstaltungen in Polen und Estland.

ActiPLEx hat zudem zum internationalen wissenschaftlichen Austausch beigetragen: Beim 5. ISA-Forum für Soziologie in Rabat leiteten die Projektpartner einen Workshop, in dem Pädagoginnen und Pädagogen das Spiel erprobten und Rückmeldungen gaben. Das Ziel war es, die Projektmaterialien weiterzuentwickeln und ihre Übertragbarkeit auf verschiedene Kontexte sicherzustellen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Projekt beeindruckende Ergebnisse erzielt hat und ein Publikum von 1.500 Teilnehmenden erreichte, die sich aktiv mit den Materialien auseinandergesetzt haben. Sowohl die Zahlen als auch das Feedback der Studierenden bestätigen, dass ein echter Bedarf besteht, den Dialog über Polarisierung zu führen“, betont Agata Komendant-Brodowska, Projektkoordinatorin an der Universität Warschau.

„An der Universität Tartu haben wir erlebt, wie stark Studierende auf interaktives, forschungsbasiertes Lernen ansprechen. Wenn komplexe gesellschaftliche Themen zugänglich und ansprechend aufbereitet werden, sind Lernende bereit, sich einzubringen, zu reflektieren und zu diskutieren“, so Anna Beitane, Leiterin digitaler Bildungsprojekte.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Anna Beitane, Leiterin digitaler Bildungsprojekte: anna.beitane@ut.ee


Das Actiplex-Konsortium

Der Projektverbund Initiative für interaktive Anti-Polarisierungs-Lernangebote für eine stärkere Demokratie (ActiPlex) unterstützt Studierende und alle Interessierten dabei, die Mechanismen der Polarisierung zu verstehen und zu erleben. Zudem gibt es ihnen Werkzeuge an die Hand, um Polarisierungsprozessen entgegenzuwirken. Im Rahmen von ActiPlex arbeiten die Universität Warschau (Projektleitung), die Universität Groningen, die Universität Tartu, die Manchester Metropolitan University und das HIIG eng zusammen. Die Initiative wird durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Kommission gefördert.


Kontakt für Presse

Frederik Efferenn | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de


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