
14.12. Workshop – Alexander von Humboldt und die Digital Humanities
Am 14.12. ab 13:00 Uhr laden wir zusammen mit Tobias Kraft von der Universität Potsdam zu einem Workshop rund um die Digital Humanities und Alexander von Humboldt ein. Aus der Veranstaltungswebseite:
Totaleindruck, Weltbeschreibung, Wechselwirkung. Diese Attribute eines Humboldtschen Weltbewusstseins faszinieren noch heute. Sie artikulieren ein Denken, das sich überall in seinem umfangreichen Werk wiederfindet: in den visuell hochinnovativen Arbeiten zur Pflanzengeographie, im Entwurf eines erdumspannenden Systems der Isothermen, im geognostischen Vergleich der Hemisphären, im historischen Studium der Weltkulturen oder im epistemologischen Anspruch seines fünfbändigen Kosmos. Es materialisiert sich auch in Alexander von Humboldts Arbeitspraxis, die schon in jungen Jahren ein Netzwerk aus Korrespondenz- und Projektpartnern über den ganzen Globus spannte und ein Leben lang gepflegt und erweitert wurde. Das erst kürzlich von der Staatsbibliothek zu Berlin erworbene Adressbuch ist das dafür vielleicht lebendigste Zeugnis.
Vor diesem Hintergrund eignet sich das Werk Alexander von Humboldts in besonderer Weise als Forschungsgegenstand der Digital Humanities. Als transdisziplinär organisierte, methodische Weiterentwicklung der ebenso objekt- wie textorientierten Kulturwissenschaften scheinen die Digital Humanities einen besonderen Zugriff auf dieses so umfangreiche und komplexe Werk zu ermöglichen.
Das weite Feld zwischen wissenschaftlicher Nutzung und der Nutzbarmachung von Ressourcen möchte dieser Workshop für die Alexander von Humboldt-Forschung weiter erschließen. So geht es darum, die bestehenden und zu entwickelnden Digitalisierungsprojekte zu Humboldts Werk zusammenzubringen und den Austausch zwischen den einzelnen Vorhaben zu fördern.
Die sieben Beiträge des Workshops bringen Spezialisten der Wissenschaftsgeschichte, Linguistik, Literaturwissenschaft, Editionswissenschaft, Informatik, Informationswissenschaft und Romanistik an einen Tisch. Sie spiegeln die ebenso notwendige wie fruchtbare disziplinäre Vielfalt der Digital Humanities.
Tobias Kraft, Universität Potsdam
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das vollständige Programm und mehr aktuelle Informationen gibt es hier: http://avhdh.wordpress.com/programm/

Jetzt anmelden und die neuesten Blogartikel einmal im Monat per Newsletter erhalten.
Themen im Fokus
Digital by design, not by default: Resilienz an Hochschulen
Was bedeutet Resilienz an Hochschulen? Ein Vergleich zweier Modelle aus Deutschland und Portugal zeigt: Es gibt keine einheitliche Formel.
Algorithmen unter Beobachtung: KI-Observatorien als demokratische Infrastruktur
Algorithmen greifen in das Leben von Menschen ein. Dieser Artikel zeigt, warum KI-Observatorien für demokratische Kontrolle unverzichtbar sind.
Von wegen „Todesmaschine”: Warum KI eine Verantwortungsfrage ist, keine Apokalypse
Die Autoren setzen der weitverbreiteten Metapher von KI als mächtiger „Todesmaschine”, die ihre Schöpfer*innen eines Tages übertrumpft, eine andere, wissenschaftliche Lesart entgegen.




