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1. Berliner Kolloquium – Workshop „Patterns of participation“

30 Oktober 2012

Am 25. und 26. Oktober veranstaltete das Alexander von Humboldt Institut das 1. Berliner Kolloquium für Internet und Gesellschaft. Die dort behandelten Themenschwerpunkte speisen sich aus der neu entworfenen Forschungsagenda und ihren Themenbereichen Internet- und Medienregulierung, Internet Policy and Governance, Internet-basierte Innovation und Globaler Konstitutionalismus und das Internet. In dieser Beitragsreihe schreiben die Doktoranden des Institutes über die einzelnen vorgestellten Forschungsprojekte und die dazugehörigen Diskussionen.

von Stefan Stumpp

Im ersten Workshop wurde in zwei Vorträgen das Thema “Patterns of participation” aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet:

Sabine Thürmel von der Technischen Universität München referierte zum Thema „Die partizipative Wende – Konstellationen verteilten und kollektiven Handelns“.  Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen stand die Interaktion zwischen Mensch und Maschine: Die Interaktions- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine werden mithilfe softwaregesteuerter Systeme erweitert und unterstützt. Thürmel unterscheidet hierbei zwischen Interaktion in materiellen (Serviceroboter, Robopets) und virtuellen Umgebungen (Softwareagenten). Im Anschluss an den Vortrag folgte eine lebhafte Debatte über die definitorische Bedeutung der Begriffe Kooperation, Interaktion und Partizipation. In der gegenwärtigen Anwendung softwaregesteuerter Systeme findet vielmehr eine Interaktion als eine Partizpation zwischen Mensch und Maschine statt. Besonders spannend in diesem Zusammenhang wäre die Frage gewesen, ob Roboter zukünftig über ähnliche kognitive Fähigkeiten verfügen wie Menschen und ob es eine Entwicklung von einer Mensch-Maschine-Interaktion hin zu einer Mensch-Maschine-Partizipation geben kann.

1st Berlin Colloquium – by http://www.videobuero.de/

Im zweiten Vortrag präsentierte Julia Hauck von der Universität Erfurt den aktuellen Stand ihrer Dissertation zum Thema “Eine Frage des Vertrauens: Entwicklung eines Modells zu Vertrauen aus Nutzerperspektive in Online-Communities” anhand des Beispiels “mitfahrgelegenheit.de”. Hauck definiert Online-Vertrauen als Einstellung mit einer zuversichtlichen Erwartung in riskanten Online-Situationen, so dass die Verletzbarkeit des Nutzers nicht ausgenutzt wird. Aufgrund unterschiedlicher subjektiver Vertrauensebenen der Nutzer hat Online-Partizipation in der Community „mitfahrgelegenheit.de“ eine Auswirkung auf die Handlungen in der Offline-Welt. Ziel dieser Dissertation ist es, wichtige kontextuelle Einflüsse und Nutzermerkmale zu ermitteln, die für den Prozess der Vertrauensbildung in Online-Communities relevant sind.

1st Berlin Colloquium – by http://www.videobuero.de/

Dieser Beitrag spiegelt die Meinung des Autors und weder notwendigerweise noch ausschließlich die Meinung des Institutes wider. Für mehr Informationen zu den Inhalten dieser Beiträge und den assoziierten Forschungsprojekten kontaktieren Sie bitte info@hiig.de

Martin Pleiss

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