Ein Wissenschaftliche Beirat begleitet und evaluiert die Entwicklung der Forschungsagenda des Alexander von Humboldt Institutes für Internet und Gesellschaft. Zudem unterstützen die Mitglieder des Beirates die internationale Vernetzung und den Austausch mit ihren Heimatinstitutionen. Der wissenschaftliche Beirat setzt sich aus führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einzelner Disziplinen im Forschungsbereich von Internet und Gesellschaft zusammen.

Die Beiräte

WB_Cheung_HIIG.jpgProf. Anne Cheung, Ph. D.

Die Professorin Anne Shann-yue Cheung LLB (HKU), JD (Toronto), LLM (London), JSM, JSD (Stanford) arbeitet seit 1995 an der Universität Hong Kong. Von 1998 – 2001 forschte sie an der Stanford Universität, wo sie Empfängerin des Asien-Pazifik-Stipendiums und Stipendiatin am Stanford Center für International Conflict and Negotiation (SCICN) war. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die Selbstzensur und Freiheit der Presse während der Übergangszeit Hong Kongs. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Rechtssoziologie und allem, was »abseits des juristischen Mainstreams liegt”. Sie ist Co-Direktorin am Law and Technology Centre in Hong Kong.

WB_william_dutton_HIIGProf. William H. Dutton, Ph.D.

Professor William H. Dutton ist Quello Professor für Media and Information Policy am College of Communication Arts and Sciences der Michigan State University, wo er gleichzeitig als Direktor des Quello Center tätig ist. Vorher war er Professor für Internetstudien an der Universität Oxford und Fellow des Balliol College. Von 2002-2011 war er Direktor des Oxford Internet Instituts (OII). Bevor er 2002 nach Oxford kam, war Dutton Professor an der Annenberg School for Communication an der University of Southern California. Dutton ist leitender Forscher des Oxford e-Social Science Project (OeSS), einem Knotenpunkt innerhalb des National Centre for e-Social Science in Großbritannien. Außerdem ist Dutton leitender Forscher des Oxford Internet Surveys (OxIS), eines der an das World Internet Project gebundende Hauptforschungsprojekte im Bezug auf die Nutzung und die Auswirkungen des Internets in Großbritannien.

WB_eckert_HIIGProf. Dr. Claudia Eckert

Claudia Eckert ist Leiterin der Abteilung «Sicherheit in der Informatik» an der Technischen Universität München und Leiterin der Fraunhofer-Einrichtung AISEC (Fraunhofer Research Institution for Applied and Integrated Security). Nach ihrem Abschluss an der Universität Bonn promovierte sie 1993 und habilitierte sich 1999 an der Technischen Universität München. Der Schwerpunkt ihrer Forschungs-und Lehrtätigkeit liegt in den Bereichen Betriebssysteme, Middleware, Kommunikationsnetze und Informationssicherheit. Im Jahr 2008 gründete sie das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED), wo sie stellvertretende Direktorin bis 2010 war. Eckert ist Vizepräsidentin der Gesellschaft für Informatik (GI) und Mitglied in vielen wissenschaftlichen Beiräten.

WB_Niva-Koren_HIIG.jpgProf. Niva Elkin-Koren, Ph.D.

Niva Elkin-Koren ist Dekanin der Juristischen Fakultät an der Universität von Haifa und Gründungdirektorin des Haifa Center for Law & Technology (HCLT). Sie erwarb 1989 den LL.B an der Universität Tel-Aviv, 1991 ihren LL.M von der Harvard Law School und 1995 den S.J.D an der Stanford Law School. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf rechtlichen Institutionen, die eine private und öffentliche Kontrolle über die Produktion und Verteilung von Informationen  ermöglichen. Sie publiziert und referiert hauptsächlich zu den Themen Privatisierung von Informationspolitik,  Urheberrecht und Demokratietheorie, die Auswirkungen des Cyberspace auf die ökonomische Analyse des Rechts, den Aufstieg der neuen Intermediären und rechtliche Strategien zur Stärkung der Public Domain.

WB_Gasser_HIIGProf. Dr. Urs Gasser

Urs Gasser ist Geschäftsführer des Berkman Klein Center for Internet & Society an der Harvard University und Gastprofessor an der Keiō-University in Japan. Er absolvierte die Universität St. Gallen sowie die Harvard Law School in Boston. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Informationsrecht und - politik und die Interaktion zwischen Recht und Innovation. Aktuelle Projekte untersuchen politische und pädagogische Herausforderungen  der zukünftigen Generation der »Digital Natives”, die Interoperabilität von Informationstechnologien, die Regulierung von digitalen Medien und Technologien, institutionelle Rahmenbedingungen zur Förderung von Unternehmensgründungen und den Einfluss der Rechtssprechung auf Innovationen und Risiken im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Zu Gassers Veröffentlichungen der letzten zwei Jahre zählen Artikel zur Suchmaschinenregulierung, vergleichende Rechtsstudien über die Umgehung von Rechtsvorschriften sowie das als Co-Autor neben John Palfrey veröffentlichte Buch mit dem deutschen Titel «Generation Internet».

WB_Gassmann_HIIGProf. Dr. Oliver Gassmann

Oliver Gassmann ist Leiter des Institute for Technology Management der Universität St. Gallen (ITEM-HSG). Seine Forschung beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren für Innovation, insbesondere mit Open Innovation und globalen Innovationsprozessen. 1998 erhielt er in Manchester den RADMA Preis. Die International Association for Management of Technology (IAMOT) wählte ihn 2009 unter die 50 weltweit herausragendsten Wissenschaftler. Gassmann ist Professor für Innovationsmanagement und einer der meist zitiertesten Forscher seines Gebietes. Darüber hinaus ist er Vorsitzender des HSG Research Committees und leitender Dozent in verschiedenen führenden MBA Programmen.

WB_hesse_HIIGProf. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse

Friedrich W. Hesse ist Gründungsdirektor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, wissenschaftlicher Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft und Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie an der Universität Tübingen. Er ist seit 1990 Professor an der Universität in Tübingen. Zusätzlich war er von 1995-1997 Direktor des CNRS-geförderten Laboratoire Européen de Recherche sur les Apprentissages et les Nouvelles Technologies (LERANT) in Frankreich. Er studierte Psychologie an den Universitäten von Marburg und Düsseldorf (Diplom 1976), promovierte an der RWTH Aachen (1979) und habilitierte sich für Psychologie an der Universität Göttingen (1989). Friedrich W. Hesse ist Initiator und Sprecher zahlreicher interdisziplinärer Forschungsverbünde, dazu gehören z.B. das erste von der DFG geförderte virtuelle Graduiertenkolleg (VGK)»Wissenserwerb und Wissensaustausch» in Deutschland, das DFG-Schwerpunktprogramm «Netbased Knowledge Communication» und aktuell der erste Leibniz- WissenschaftsCampus in Deutschland «Bildung in Informationsumwelten» sowie die DFG-Forschergruppe «Analyse und Förderung effektiver Lehr-Lernprozesse».

WB_KimLane Scheppele_HIIGProf. Dr. Kim Lane Scheppele, Ph.D.

Kim Lane Scheppele arbeitet seit 2005 an der Princeton University’s Program in Law and Public Affairs, nachdem sie fast ein Jahrzehnt an der Fakultät der University of Pennsylvania School of Law tätig war. Dort hatte sie die John O’Brien Professur für Vergleichendes Recht sowie die Professur für Soziologie inne. Sie war LAPA-Stipendatin (2004-2005), Stipendiatin am Internationalen Forschungszentrum für Kulturwissenschaften in Wien (1995), Senior Fellow am National Constitution Center (1998-1999), Fellow am Michigan Institute for the Humanities (1991-1992) und wurde von der American National Science Foundation für Feldforschung im Ausland ausgezeichnet. Nach 1989 konzentrierte sie sich auf die Transformation von Ländern unter der Sowjetregierung hin zu Rechts- und Verfassungsstaaten. Seit dem 11. September forscht Scheppele zu den Auswirkungen der internationalen »Terrorismusbekämpfung” auf den weltweiten Verfassungsschutz.

WB_JHHWeiler_HIIGProf. Dr. h.c. Joseph H. H. Weiler, Ph.D.

Joseph H.H. Weiler ist seit 2001 Professor und Inhaber des Jean Monnet Lehrstuhls an der New York University (NYU) School of Law. Er war Vorsitzender des NYU Global Law School Programme und ist Direktor des Jean Monnet Center for International and Regional Economic Law & Justice. Zudem ist er Ehrenprofessor an der London University und the University of Copenhagen. Er ist Gründungslektor des European Journal of International Law, des European Law Journal und der World Trade Review. Weiler forscht im Bereich internationales Recht, EU Recht und vergleichendes Verfassungsrecht.