Das Zusammenspiel von Internet und Gesellschaft lässt sich aus verschiedenen Perspektiven untersuchen. Nicht selten werden Forschungsansätze im Bereich der digitalen Gesellschaft auf spezifische Fragestellungen begrenzt, die keine ausreichende theoretische oder konzeptionelle Grundlage und entsprechende empirische Nachweise haben. Das HIIG macht es sich zur Aufgabe, sowohl die theoretischen als auch die empirischen Grundlagen für die Forschung auf dem Gebiet der digitalen Gesellschaft zu vertiefen.

Innovation Governance

Der Prozess der Digitalisierung bringt weitreichende gesellschaftliche Veränderungen mit sich. Das HIIG wird sich mit diesen Veränderungen in den kommenden Jahren vor allem im Spannungsfeld von Governance und Innovation befassen. Innovation und Governance können sich gegenseitig stimulieren oder sogar erst ermöglichen, aber auch einschränken und hemmen. Diese Wechselbeziehungen sind variantenreich und strukturbildend; sie werden praktisch in allen gesellschaftlichen Bereichen und wirtschaftlichen Sektoren wirksam: in Staat und Verwaltung, Unternehmen und Märkten wie auch in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen, auf der lokalen bis hin zur globalen Ebene. Weil die Beziehung zwischen Innovation und Governance empirisch immer mehr Relevanz gewinnt, aber bislang kaum systematisch untersucht wird, bildet sie den Bezugsrahmen der Forschung am HIIG.

Ausgehend von dem Spannungsfeld zwischen Governance und Innovationen, hat das HIIG drei Forschungsprogramme entwickelt, welche die mittelfristigen Forschungsaktivitäten des HIIG leiten:

Die Entwicklung der Digitalen Gesellschaft:
Welche relevanten Konzepte und theoretischen Ansätze gibt es?   
Die Beziehung zwischen Akteuren, Daten und Infrastrukturen in der Digitalen Gesellschaft: Was sind Schlüsselfaktoren für den Wandel?
Die Wissensdimension: Lassen sich neue Muster des Forschungs- und Wissenstransfers im digitalen Zeitalter beobachten?